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Britisches Duo Latham/Tennant startet mit einer Runde Vorsprung in die Londoner Finalnacht
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28.10.2018

Britisches Duo Latham/Tennant startet mit einer Runde Vorsprung in die Londoner Finalnacht

Info: Sixdays: Six Day London 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



London, 27.10.2018 – Wird das Publikum im Lee Valley Velodrome am Sonntag den ersten Heimerfolg beim Londoner Sechstagerennen seit dessen Wiederbelebung vor drei Jahren feiern können? Chris Latham/Andy Tennant könnten dies möglich machen, denn sie haben sich in der vorletzten Nacht eine starke Ausgangssituation für das Finale verschafft. Die Briten erkämpften und verteidigten am Samstag einen Rundengewinn gegenüber den fünf weiteren Sieganwärtern. Bei den Sprintern deutet weiter alles auf einen Gesamtsieg für Maximilian Levy hin, während bei den Frauen Georgia Baker die Führung von Kirsten Wild übernommen hat.


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Latham/Tennant wiederholen den Coup in der kleinen Jagd
Sie hatten es schon in der 4. Nacht getan und schafften es in der 5. Nacht erneut: Während alle ihrer Gegner in der kürzeren ersten Jagd nur einen Rundengewinn herausfuhren, erkämpften sich Chris Latham/Andy Tennant noch einen zweiten und übernahmen damit als alleiniges Team in der Nullrunde die Führung bei ihren Heim-Sixdays in London. Für ihren Effort in der Jagd bezahlten Latham/Tennant anschließend in der Mannschaftsausscheidung, die sie sehr früh verlassen mussten, was sie viele Punkte kostete. Marc Hester/Jesper Mørkøv gewannen diesen Wettbewerb vor Wojciech Pszczolarski/Daniel Staniszewski und Roger Kluge/Theo Reinhardt. Die im Gesamtklassement weit zurückliegenden Neuseeländer Shane Archbold/Aaron Gate entschieden das B-Finale im Derny für sich, nachdem sie auch schon die kleine Jagd gewonnen hatten, weil Gate sich im Zielsprint des Rennens gegen Tennant hatte durchsetzen können. Leigh Howard/Kelland O'Brien waren die Schnellsten im Mannschaftszeitfahren über die Bahnrunde, an welchem allerdings erst die Hälfte der 16 Teams teilnahm. Der Rest ist in der Finalnacht an der Reihe, so dass auch da erst die Punkte für diese Disziplin verteilt werden.

Havik/Stroetinga und Howard O'Brien melden sich zurück
Die große Jagd über 45 Minuten legte in Sachen Action und Spannung die Messlatte für die Finaljagd unheimlich hoch. Insgesamt 43 Rundengewinne wurden gewertet, noch fünf mehr als bei der bislang ereignisreichsten Jagd in der 2. Nacht. Die Australier Howard/O'Brien waren jeweils die Ersten, die einen ersten, einen zweiten und einen dritten Rundengewinn herausfuhren, doch ihre Gegner im Kampf um den Gesamtsieg zogen alle immer wieder nach. Als Yoeri Havik/Wim Stroetinga zwölf Minuten vor Schluss gerade in einer größeren Gruppe als Letzte ihren Rundengewinn Nummer drei abgeschlossen hatten, attackierten sie sogleich noch einmal – und den Niederländern gelang tatsächlich die Doublette. Auch Howard/O'Brien, die alleine die Verfolgung aufgenommen hatten, schafften noch einen vierten Rundengewinn, womit diese beiden Teams ihre Verluste aus der großen Jagd der 4. Nacht wettgemacht hatten und wieder gleichauf lagen mit Kluge/Reinhardt, Pszczolarski/Staniszewski und Hester/ Mørkøv – aber eben eine Runde hinter Latham/Tennant, die ihre Führung in wahrhaft überzeugender Manier verteidigen konnten.

Drei Teams nach Punkten besser als Latham/Tennant
Kluge/Reinhardt hatten zum Ende der großen Jagd noch eine 30 Runden lange Soloflucht unternommen, konnten sich aber nie weiter als eine halbe Runde absetzen. Kurz vor Schluss wurden sie dann sogar wieder eingeholt und Reinhardt konnte im Endspurt hinter O'Brien und Havik nur noch Platz drei holen. Latham/Tennant wurden Fünfte dieser Jagd und haben trotz ihres Rundenvorsprungs ein kleines Punkte-Handicap. Mit ihren 322 Punkten stehen die alleinigen Leader etwas schlechter da als Kluge/Reinhardt (339), Howard/O'Brien (337) und Havik/Stroetinga (334). Pszczolarski/Staniszewski (315) und Hester/Mørkøv (313) sind zwar die punktschwächsten Teams, haben aber bei nur 24 bzw. 26 Zählern weniger als Kluge/Reinhardt ebenfalls noch alle Chancen auf das Podium oder gar den Gesamtsieg.

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Sprinter: Levy baut seinen Vorsprung zu Förstemann aus
An seine 10,004 Sekunden vom Freitag kam Maximilian Levy zwar nicht heran, mit einer Zeit von 10,137 Sekunden gewann er aber trotzdem zum dritten Mal in Folge das 200 Meter Zeitfahren vor seinem Landsmann Robert Förstemann. So kam es auch wieder zu einem deutschen Sprintduell, welches Levy um wenige Zenti-, wenn nicht gar nur Millimeter für sich entscheiden konnte. Im Keirin, das der Brite Lewis Oliva mit einem cleveren Angriff zwei Runden vor Schluss unangefochten für sich entschied, konnte Förstemann als Dritter dem Fünftplatzierten Levy zwar ein paar Punkte abnehmen, beklagt im Fazit der 5. Nacht aber dennoch einen Anstieg seines Rückstandes von 10 auf 16 Punkte.

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Frauen: Ankudinoff/Baker dominieren die Teamwettbewerbe
Am zweiten Wettkampftag der Frauen wurden die 24 Starterinnen, die in der 4. Nacht das Omnium bestritten hatten, in Zweierteams eingeteilt, die ein Madison und eine Mannschaftsausscheidung austrugen. Beide Rennen wurden vom australischen Gespann Ashlee Ankudinoff/Georgia Baker gewonnen, womit Baker die Führung im Sixdays-Gesamtklassement übernehmen konnte. Die Omnium-Gewinnerin Kirsten Wild verbuchte mit ihrer schwächeren Partnerin Nina Kessler lediglich zwei fünfte Plätze, womit die Niederländerin jetzt 28 Punkte hinter Baker liegt. Zudem sitzen ihr Ankudinoff und noch zwei weitere Australierinnen, Kristina Clonan und Amy Pauwels, im Nacken.

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