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Neujahrscross in Baal: Van der Poel nimmt Aerts die DVV-trofee-Führung ab, Jolanda Neff schlägt Sanne Cant
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01.01.2019

Neujahrscross in Baal: Van der Poel nimmt Aerts die DVV-trofee-Führung ab, Jolanda Neff schlägt Sanne Cant

Info: Radcross: DVV verzekeringen trofee - GP Sven Nys Baal 2019
Autor: Felix Griep (Werfel)



Baal, 01.01.2019 – Nach 20 Siegen in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 hat Mathieu van der Poel auch das neue Jahr 2019 mit einem (trotz eines schwierigen Starts) wie gewohnt sehr souveränen Sieg eingeläutet. Überdies ist es nun passiert, dass Van der Poel sein Handicap durch die Nichtteilnahme am ersten Saisonrennen wettgemacht und die Führung in der DVV verzekeringen trofee übernommen hat. Seine Corendon-Circus-Teamkollegin Sanne Cant strebt ebenfalls unaufhaltsam dem Gesamtsieg entgegen, musste sich im heutigen Rennen aber der Schweizer Mountainbike-Spezialistin Jolanda Neff geschlagen geben.


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Van Aert glänzt durch Abwesenheit
Das neue Radcross-Jahr begann ohne den Weltmeister: Da er in der Gesamtwertung der DVV trofee ohnehin aussichtslos zurücklag, gönnte sich Wout Van Aert einen freien Neujahrstag, während seine Konkurrenten zum GP Sven Nys in Baal antraten. Van Aert wird auch das nächste Rennen dieser Serie in Brüssel (06.01.) auslassen. Saison-Dominator Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) wird seinerseits dem Weltcup in Pont-Château (20.01.) fernbleiben, so dass die beiden Cross-Topstars vor der WM im dänischen Bogense (03.02.) überhaupt nur noch zweimal aufeinandertreffen werden: Am Tag nach den nationalen Meisterschaften beim Cyclocross Otegem (14.01.) und beim Weltcup in Hoogerheide (27.01.).

Missglückter Start – kein Problem für Van der Poel
Van der Poels härtester Gegner war in Baal zunächst die Strecke – wie so manch anderer Fahrer blieb er im schlammigen Untergrund stecken und ging zu Boden, beschädigte zudem sein Rad und musste es schon in der ersten Runde wechseln. Doch dass er bei der Zieldurchfahrt nur auf Platz 16 und 13 Sekunden hinter der Spitze lag, war für den Europameister erwartungsgemäß kein sonderlich großes Handicap. Noch im Verlauf der zweiten Runde zog er an Fahrer um Fahrer vorbei und überholte schließlich auch den hilflosen Toon Aerts (Telenet Fidea Lions). Der Belgier hatte vorher zwar noch den Zwischensprint gewinnen und seinen Vorsprung in der DVV-trofee-Gesamtwertung von 11 auf 26 Sekunden ausbauen können, doch nahm ihm sein niederländischer Gegner im weiteren Rennverlauf weit mehr als das ab. Van der Poel kam nur einmal kurzzeitig ins Straucheln, konnte aber auf einer neuen Streckenpassage – einer technisch anspruchsvollen Abfahrt mit zahlreichen Dirt Jumps, die er im Vorfeld schon als gefährlich kritisiert hatte – auf artistische Weise einen Sturz vermeiden.

Aerts kann Verlust der Führung nicht mehr abwenden
Nachdem Aerts lange gemeinsam mit seinem Teamkollegen Corné van Kessel, dem jungen Eli Iserbyt (Marlux-Bingoal) und Laurens Sweeck (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) eine Verfolgergruppe gebildet hatte, versuchte er auf der Schlussrunde alleine, seinen Zeitverlust in Grenzen zu halten – es wurden letztlich 34 Sekunden, so dass Van der Poel im DVV-trofee-Ranking jetzt 8 Sekunden Vorsprung aufweist. Den letzte Podiumsplatz des Tages schnappte sich Sweeck (+0:49) vor Iserbyt (+0:54), Kevin Pauwels (Marlux-Bingoal/+0:57) und Van Kessel (+0:57). Ex-Weltmeister Zdenek Stybar beendete die einwöchige Rückkehr zu seinen Wurzeln nach Platz 21 in Heusden-Zolder, 13 in Loenhout und 21 in Diegem mit einem 17. Platz, nachdem er zumindest in der ersten Runde noch munter in den Top10 mitgemischt hatte.

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Vierter Radcross-Erfolg für Jolanda Neff
Wie Zdenek Stybar bei den Männern, so ist Jolanda Neff seit einigen Tagen prominenter Gast im Rennzirkus der Frauen. Während die Schweizerin auf dem Mountainbike zu den Weltbesten gehört (u.a. Weltmeisterin 2017, Weltcup-Gesamtsiegerin und Europameisterin 2018), hat sie auf dem Crossrad vergleichsweise wenig Erfahrung, hatte aber auf heimischem Boden bereits Siege in Bern und Meilen (vorige Saison im Rahmen der EKZ CrossTour) und in Madiwsil (Flückiger Cross 2015) vorzuweisen. Diese Saison hatte sie ihr Debüt am Tag vor Weihnachten beim Weltcup in Namur (5.) gegeben und war danach auch in Heusden-Zolder (26.), Loenhout (11.) und Diegem (10.) dabei. In Baal stellte sie all diese Ergebnisse in den Schatten und holte sich gegen namhafte Konkurrenz ihren ersten Sieg bei einer der drei großen Rennserien.

Cants später Sturz entscheidet das Rennen
Neff war die Einzige, die es mit der Belgierin Sanne Cant (Corendon-Circus) aufnehmen konnte, die das letzte Rennen des alten Jahres in Diegem gewonnen hatte. Dieser Zweikampf entschied sich erst auf der letzten Runde, als Neff zu Beginn der Abfahrt mit den Dirt Jumps, wo auch Van der Poel einmal gewackelt hatte, den Druck derart erhöhte, dass Cant etwas zuviel Risiko nahm und in einer abschüssigen Passage stürzte. Cant finishte danach mit 27 Sekunden Rückstand zur Überraschungssiegerin, aber noch weit über eine halbe Minute vor der Drittplatzierten Nikki Brammeier. Außerdem kam Cant 40 Sekunden vor Loes Sels (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) an und liegt in der Gesamtwertung nun schon 2:34 Minuten vor ihrer ersten Verfolgerin.

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