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Einer die Etappe, der andere Rosa: Masnada und Conti teilen sich die Beute am ersten Giro-Ausreißertag
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16.05.2019

Einer die Etappe, der andere Rosa: Masnada und Conti teilen sich die Beute am ersten Giro-Ausreißertag

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



San Giovanni Rotondo, 16.05.2019 – Für die Sprinter zu schwer und für die Kletterkönige zu leicht, so war die 6. Etappe prädestiniert für den ersten Ausreißersieg. Am Ende bescherte der zweifache Tour-of-the-Alps-Etappensieger Fausto Masnada seiner Androni-Mannschaft den ersten Giro-Tageserfolg seit dem Jahr 2012. UAE-Profi Valerio Conti, der in der Vorbereitung auf die Italien-Rundfahrt Zweiter der Tour of Turkey geworden war, übernahm seinerseits das Rosa Trikot von Primoz Roglic, dessen Mannschaft keine Probleme mit dem Verlust der Führung zu haben schien.


Das Profil der 6. Etappe des Giro d‘Italia

Jumbo-Visma schenkt das Rosa Trikot her
Nach einem extrem nassen Tag hatte das Wetter auf der 6. Etappe des Giro d’Italia wieder ein Nachsehen mit den Fahrern und es blieb über die gesamten 238 Kilometer trocken. Die entscheidende Ausreißergruppe bildete sich erst in der zweiten Stunde des Rennens, nachdem zuvor eine fünfköpfige Gruppe um Fausto Masnada (Androni Giocattoli Sidermec) nach 20 Kilometer langer Flucht wieder eingeholt worden war. Der Italiener war dann aber erneut einer jener 13 Fahrer, die sich nach 49 Kilometern zügig weit vom Hauptfeld entfernten. Ein zwischenzeitliches Maximum von sechseinhalb Minuten erreichte ihr Vorsprung 100 Kilometer vor dem Ziel. Dies war mehr als der Gesamtwertungsrückstand von elf dieser Ausreißer, wobei Valerio Conti (UAE Emirates) von allen die besten Aussichten auf die Übernahme des Rosa Trikots hatte. Auch wenn der Abstand später noch einmal auf fünf Minuten sank, machte Jumbo-Visma keine Anstalten, das Rosa Trikot von Primoz Roglic verteidigen zu wollen.

Masnada ergreift noch einmal die Initiative
Auf der langen Strecke gab es einiges Auf und Ab, aber nur eine einzige Bergwertung der 2. Kategorie 17,9 Kilometer vor dem Ziel. Etwa ein Drittel des Anstiegs zur Coppa Casarinelle (15,0 km à 4,4%) verging, bis Masnada mit einer Attacke den Kampf um den Tagessieg eröffnete. Der Einzige, der dem Italiener folgen konnte, war sein Landsmann Conti, den Masnada daraufhin nochmals abzuschütteln versuchte, aber einfach nicht loswurde. Sie erreichten die Bergwertung schließlich 33 Sekunden vor ihren ersten drei Verfolgern Giovanni Carboni (Bardiani CSF), Ruben Plaza (Israel Cycling Academy) und José Joaquin Rojas (Movistar), während der Rest der Ausreißer fast eine Minute zurücklag. Die Abstände veränderten sich im leicht hügeligen Finale dann kaum noch und die beiden Führenden arbeiteten bis zum Schluss zusammen. Conti überließ Masnada dann bereitwillig den Etappensieg, welcher er erste einer Wildcard-Mannschaft beim Giro d’Italia seit Alexander Foliforovs Bergzeitfahrsieg 2016 auf der Seiseralm ist. Rojas gewann 38 Sekunden später vor Plaza und Carboni den Sprint um Etappenplatz drei.

Carboni ist neuer bester Nachwuchsfahrer
Pieter Serry (Deceuninck-Quick Step), Valentin Madouas (Groupama-FDJ), Nans Peters (AG2R La Mondiale), Andrey Amador (Movistar), Amaro Antunes (CCC) und Sam Oomen (Sunweb) erreichten das Ziel mit rund einer Minute, Nicola Conci (Trek-Segafredo) mit gut zwei Minuten Rückstand. Lediglich Nicola Bagioli (Nippo-Vini Fantini-Faizanè) wurde noch vom Hauptfeld ein- und überholt, dessen Zeitverlust sich schlussendlich auf 7:19 Minuten belief. So viel, das Roglic, der sich bei einem Sturz in der ersten Rennstunde großflächige Abschürfungen an der rechten Gesäßhälfte zugezogen hatte, in der Gesamtwertung von Rang eins auf elf zurückfiel und jetzt 5:24 Minuten hinter dem neuen Leader Conti liegt. Das beste Endergebnis des 26-Jährigen bei einer Grand Tour war bisher Rang 24 beim Giro des Vorjahres. Carboni (+1:41) und Peters (+2:09) sind Zweiter und Dritter, Masnada (+3:14) Siebter. Carboni hat außerdem die Führung in der Nachwuchswertung von Miguel Angel Lopez (Astana) übernommen und Movistar als einziges Team mit gleich zwei Ausreißern Bora-Hansgrohe von der Spitze der Mannschaftswertung verdrängt.

-> Zum Resultat

Auf der 7. Etappe gibt es mit Le Svolte di Popoli (8,9 km à 5,6%) 46 Kilometer vor dem Ziel wieder eine Bergwertung der 2. Kategorie. Das Etappenfinale weist einige Tücken auf, darunter den mit 7,6% ansteigenden letzten Kilometer.

Video der Zielankunft






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