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Bilbao ist der nächste erfolgreiche Ausreißer beim Giro d’Italia – Rojas kann Conti Rosa nicht abnehmen
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17.05.2019

Bilbao ist der nächste erfolgreiche Ausreißer beim Giro d’Italia – Rojas kann Conti Rosa nicht abnehmen

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



L'Aquila, 17.05.2019 – Der Kampf um die Gruppe war noch viel härter und das Feld längst nicht so großzügig, was den Abstand betraf, doch am Ende machten am Tag nach Fausto Masnadas Sieg auch auf der 7. Etappe des Giro d’Italia Ausreißer den Sieg untereinander aus. Heute war es Pello Bilbao, der Gesamtsechste aus dem vorigen Jahr, der sich den Traum vom Etappenerfolg bei einer Grand Tour erfüllen konnte. UAE Emirates verlor seinen unter Knieschmerzen leidenden Topsprinter Fernando Gaviria, konnte aber das Leadertrikot von Valerio Conti gegen den unnachgiebigen José Joaquin Rojas verteidigen.


Das Profil der 7. Etappe des Giro d‘Italia

Ackermanns Vorsprung wächst um 18 Punkte
Der Beginn der 7. Etappe der Italien-Rundfahrt war enorm schnell, was zum einen anderen lag, dass so viele Fahrer ausreißen wollten, gleichzeitig aber auch dazu führte, dass dies lange niemandem gelang. Das freute Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe), der nach den ersten beiden gescheiterten Fluchtversuchen großer Gruppen den Zwischensprint bei Kilometer 39,2 für sich entscheiden konnte. Zwölf Punkte strich der zweimalige Etappensieger ein, nur einen einzigen holte sich Arnaud Démare. Weil Fernando Gaviria (UAE Emirates) heute frühzeitig vom Rad stieg, ist der Franzose jetzt Zweiter der Punktewertung und der Vorsprung des deutschen Meisters von 28 auf 46 Punkte gestiegen. Nach einem Drittel der 185 Kilometer entstand erstmals eine Spitzengruppe, die sich eine Minute vom Feld absetzen konnte. Zu den 19 Fahrern gehörten mit José Joaquin Rojas (Movistar) und Valentin Madouas (Groupama-FDJ) der Vierte und Fünfte der Gesamtwertung, was die bereits auf sechs Fahrer reduzierte Mannschaft des Gesamtführenden Valerio Conti (UAE Emirates) unter Druck setzte. Diesmal half ihnen aber noch Bahrain Merida aus, das die Gruppe nach rund zwanzig Kilometern wieder einholte.

Rojas schafft es abermals in die richtige Gruppe
Die Angriffe gingen aber sofort weiter und bei noch 100 zu fahrenden Kilometern entstand endlich die entscheidende Gruppe, aus welcher der Tagessieger kommen sollte. 12 Mann waren es diesmal, darunter erneut der extrem motivierte Rojas, der nur 2:12 Minuten hinter Conti lag und diesmal seinen Teamkollege Antonio Pedrero bei sich hatte. Auch Astana (Pello Bilbao, Andrey Zeits) und Bora-Hansgrohe (Davide Formolo, Jay McCarthy) waren mit zwei Fahrern vertreten, außerdem befanden sich Tony Gallopin (AG2R La Mondiale), Mattia Cattaneo (Androni Giocattoli Sidermec), Thomas De Gendt (Lotto Soudal), Lucas Hamilton (Mitchelton-Scott), Sebastian Henao (Ineos) und Ruben Plaza (Israel Cycling Academy), der wie Rojas schon auf der vorherigen Etappe zu den Ausreißern gehört hatte, an der Spitze des Rennens. UAE Emirates bemühte sich, die Gruppe unter Kontrolle zu halten und trotzdem wurde Rojas einmal kurzzeitig Leader des virtuellen Gesamtklassements. Danach half das Einsteigen von Trek-Segafredo dabei, den Rückstand des Feldes wieder deutlich zu reduzieren, ohne jedoch der Gruppe noch einmal gefährlich werden zu können.

Entscheidender Angriff kurz vor dem Schlussanstieg
De Gendt und Plaza verloren schon rund 50 Kilometer vor dem Ziel in einem Anstieg der 2. Kategorie den Kontakt zur Spitzengruppe, die nach der Zehn-Kilometer-Marke am nicht kategorisierten Anstieg nach Torrione (3,0 km à 5,0%) dann sogar auf fünf Mann schrumpfte: Gallopin, Cattaeo, Bilbao, Formolo und Hamilton waren noch vorne. Rojas kam in der Abfahrt nochmals heran, attackierte dann sogar, war letztlich im Schlussanstieg aber nicht mehr konkurrenzfähig. Bilbao, der in diesem Jahr schon eine Etappe der Vuelta a Murcia gewonnen hatte, griff kurz vor der Flamme Rouge entscheidend an und behauptete auf den 7,6% steilen letzten tausend Metern fünf Sekunden Vorsprung gegenüber Gallopin und Formolo sowie neun gegenüber Hamilton und Cattaneo. Rojas folgte mit 30 Sekunden Rückstand und damit nur 37 Sekunden vor dem Hauptfeld, wodurch er nur Gesamtrang zwei erobern konnte und Contis Vorsprung nur auf 1:32 Minute sank. Etappensieger Bilbao verbesserte sich von Rang 23 auf 11 und liegt jetzt genau eine Sekunde vor Primoz Roglic (Jumbo-Visma)

-> Zum Resultat

Auf der 8. Etappe könnte es wieder einmal einen Massensprint geben, wobei die Länge von 239 Kilometern und das durchaus sehr wellige letzte Renndrittel auch Ausreißern in die Karten spielen könnten.

Video der Zielankunft






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