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Roglic entscheidet auch das zweite Zeitfahren des Giro für sich, kommt aber noch nicht an Conti heran
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19.05.2019

Roglic entscheidet auch das zweite Zeitfahren des Giro für sich, kommt aber noch nicht an Conti heran

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



San Marino, 19.05.2019 – Wie im Auftaktzeitfahren von Bologna hat Primoz Roglic auch auf der 9. Etappe der Italien-Rundfahrt wieder einen Sieg im Kampf gegen die Uhr errungen. Zwar konnte sich der Slowene im strömenden Regen nur knapp gegen Stundenweltrekordler Victor Campenaerts durchsetzen, nahm dafür aber seinen Konkurrenten um den Gesamtsieg teils mehrere Minuten ab. Auch Valerio Conti kassierte reichlich Rückstand, behält mit einem verbliebenen Vorsprung von knapp zwei Minuten aber weiterhin das Rosa Trikot.


Das Profil der 9. Etappe des Giro d‘Italia

Fernduell Campenaerts vs. Roglic
Das Wetter zeigte sich im Verlauf der ersten Woche des Giro d’Italia meist nicht besonders freundlich und am Tag des längsten Einzelzeitfahrens regnete es einmal mehr. Die ersten Fahrer starten noch bei trockenen Bedingungen, doch bald zogen vom Zielort San Marino her düstere Wolken auf, die sich im Verlauf des Wettkampfes immer heftiger entluden. Die Entscheidung um den Sieg fiel im Fernduell zweier der weltbesten Zeitfahrer, die ganz unterschiedliche Spezialitäten haben. Victor Campenaerts (Lotto Soudal) raste in der Ebene mit einem Schnitt von 49,6 km/h bis Rennkilometer 22,2, wo der 12,6 Kilometer lange Schlussanstieg begann. Diesen letzten Streckenteil legte über zwei Stunden später Primoz Roglic (Jumbo-Visma) mit einem Schnitt von 31,3 km/h am schnellsten zurück. An der Zwischenzeit vor der Steigung hatte Roglic noch 51 Sekunden Rückstand auf Campenaerts gehabt, doch am Berg war der Slowene trotz deutlich widrigerer Wetterumstände erwartungsgemäß deutlich stärker und erreichte das Ziel mit einer um 11 Sekunden besseren Zeit als der Belgier, der durch einen Defekt und dadurch nötigen Radwechsel mutmaßlich den Sieg verlor.

Große Verluste für Landa und Yates
24:11 Minuten hatte Roglic für den Anstieg gebraucht und war damit 16 Sekunden schneller als der zweitstärkster Kletterer das Tages, Bauke Mollema (Trek-Segafredo). Der Niederländer wurde mit exakt einer Minute Rückstand Etappendritter. Mit Rückständen von 1:05 Minute bis 1:16 Minute folgten Vincenzo Nibali (Bahrain Merida), Tanel Kangert (Astana), Chad Haga (Sunweb) und Bob Jungels (Deceuninck-Quick Step). Von den weiteren Favoriten auf den Gesamtsieg blieben Pello Bilbao (Astana), Richard Carapaz (Movistar) und Ilnur Zakarin (Katusha Alpecin) knapp unter zwei Minuten Rückstand, Rafal Majka (Bora-Hansgrohe) lag nur minimal über dieser Marke. Noch größere Verluste mussten die Spanier Mikel Landa (Movistar) und Simon Yates (Mitchelton-Scott) hinnehmen, die jeweils gut drei Minuten auf Roglic verloren. Vor allem Yates erwischte einen völlig gebrauchten Tag. Nach den flachen ersten 22,2 Kilometern hatte er nur 48 Sekunden hinter Roglic gelegen, doch im Anstieg, wo eigentlich die Stärke des Briten liegt, war er weit entfernt von seiner Bestform.

Conti bleibt in Rosa, Peters jetzt in Weiß
Nachdem auf den Etappen 6 und 7 Ausreißer das Gesamtklassement aufgewirbelt hatten, war Roglic nur als Zwölftplatzierter in das Zeitfahren gegangen. Der Vorteil, den die vor ihm liegenden Fahrern im Gepäck hatten, reichte für fast alle nicht aus, um sich weiterhin vor dem Topfavoriten auf den Gesamtsieg zu behaupten. Der Einzige, dem das gelang, war Valerio Conti (UAE Emirates), der das Rosa Trikot mit einem von 5:24 Minuten auf 1:50 Minute geschrumpften Vorsprung verteidigte. Nans Peters (AG2R La Mondiale) folgt dann mit 2:21 Minuten Rückstand auf Rang drei und liegt jetzt gut eine Minute vor Valentin Madouas (Groupama-FDJ) und Giovanni Carboni (Bardiani CSF), womit der Franzose neuer Träger des Nachwuchstrikots ist. Die bisher besonders stark gebeutelten Yates, Landa und Lopez weisen Rückstände von 5:36, 6:42 und 6:19 Minuten auf – gegenüber Roglic also Defizite von 3:46, 4:52 und 4:29 Minuten. In der Mannschaftswertung hat Movistar seinen Vorsprung gegenüber dem zweitplatzierten Team Deceuninck-Quick Step von rund sechs auf sieben Minuten ausgebaut.

-> Zum Resultat

Nach dem ersten Ruhetag folgen in der nächsten Woche zunächst zwei komplett flache Etappen, bevor es für vier Tage in die Berge geht. Auf der 10. Etappe ist daher zunächst erst einmal wieder mit einem Massensprint zu rechnen.





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