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Solosieg von Nans Peters und kleine Abstände unter den Favoriten bei der Giro-Bergankunft in Antholz
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29.05.2019

Solosieg von Nans Peters und kleine Abstände unter den Favoriten bei der Giro-Bergankunft in Antholz

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Anterselva/Antholz, 29.05.2019 – Drei Tage im Weißen Trikot hatten dem Franzosen Nans Peters bei diesem Giro d’Italia schon eine gewisse Bekanntheit verschafft, doch auf der 17. Etappe hat er sich mit einem Solosieg noch stärker ins Rampenlicht fahren können. Seine zahlreichen Mitausreißer hatte der 25-Jährige bereits mit einem Angriff vor dem Schlussanstieg zum Biathlonstadion in Antholz abgehängt, woraufhin sein erster Profi-Sieg nie mehr in Gefahr geriet. Große Abstände unter den Gesamtklassementsbesten gab es an dieser Steigung nicht, die beiden Movistar-Fahrer Mikel Landa und Richard Carapaz konnten ihren Konkurrenten aber dennoch ein paar Sekunden abnehmen.


Das Profil der 17. Etappe des Giro d‘Italia

Gesamtzwölfter Formolo auf der Flucht
In der knapp zwanzig Kilometer langen Abfahrt zu Beginn der 17. Giro-Etappe war das Tempo zu hoch, als dass sich eine Ausreißergruppe hätte bilden können, doch im folgenden Anstieg zum Passo della Mendola setzten sich bald elf Fahrer ab – darunter Nans Peters (AG2R La Mondiale), Fausto Masnada (Androni Giocattoli), Tanel Kangert (Education First), Krists Neilands (Krists Neilands), Thomas De Gendt (Lotto Soudal) und Esteban Chaves (Mitchelton-Scott). Auf dem Mendola-Gipfel befanden sich zwischen ihnen und dem 45 Sekunden zurückliegenden Hauptfeld noch sieben Verfolger – unter anderem Davide Formolo (Bora-Hansgrohe), Bob Jungels (Deceuninck-Quick Step), Jan Bakelants (Sunweb) und Valerio Conti (UAE Emirates) –, die in der Abfahrt zur Spitze aufschlossen. Diese 18 Fahrer bauten ihren Vorsprung bald auf sieben Minuten aus, was Formolo in der Gesamtwertung eine Verbesserung von Rang zwölf auf fünf beschert hätte.

Die Ausreißergruppe im Überblick (18 Fahrer):
Peters (ALM), Masnada + Vendrame (ANS), Maestri (BRD), Formolo (BOH), Antunes + De La Parte (CPT), Jungels (DQT), Kangert (EF1), Neilands (ICA), De Gendt (LTS), Chaves (MTS), Bouwman (TJV), Bakelants + Hamilton (SUN), Brambilla + Conci (TFS), Conti (UAD)

Was Conti nicht schafft, das gelingt Peters
Die nächste Schwierigkeit bot die Strecke erst 70 Kilometer vor dem Ende mit einem Anstieg nach Elvas (3,4 km à 7,6%, max. 12,0%), den Bakelants nutzte, um sich eine Minute Vorsprung zu verschaffen. Im kurz darauf folgenden Anstieg nach Terenten (6,6 km à 7,6%) teilte sich der Rest der Gruppe durch eine Tempoverschärfung De Gendts, der noch vor der Bergwertung gemeinsam mit sieben weiteren Fahrern Bakelants wieder einholte. Der Rest lag aber nicht allzu weit zurück und es kam 28 Kilometer vor dem Ziel wieder zum Zusammenschluss aller Ausreißer. Auf leicht ansteigender Strecke startete bald Conti, der sechs Tage lang das Rosa Trikot getragen hatte, eine Solofahrt, die jedoch nur vier Kilometer dauerte. Mehr Durchschlagskraft hatte die folgende Attacke von Peters, dem es 16 Kilometer vor dem Ziel gelang, sich sehr schnell deutlich abzusetzen.

Landa sorgt für ein wenig Favoriten-Action
Als Peters schon eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, griff Conti nochmals an, zu dem sich wenig später Chaves und Neilands gesellten. Doch weder kamen sie bis zum Beginn des Schlussanstiegs näher an den Führenden heran, noch konnten sie ihm auf den über weite Strecken bei mehr als 8% ansteigenden letzten 5,5 Kilometern Zeit abnehmen. Am Ende hatte Peters sogar mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung auf Chaves, der wenige Sekunden vor Formolo, Masnada und Neilands das Ziel erreichte. Jungels war der letzte der 18 Ausreißer, der die Etappe beendete – 3:49 Minuten nach Peters und noch 38 Sekunden vor Mikel Landa (Movistar), der mit seiner Attacke drei Kilometer vor Schluss die zuvor von Astana schon klein gefahrene Favoritengruppe endgültig sprengte. Seinem Teamkollegen Richard Carapaz und Miguel Angel Lopez (Astana) nahm der Spanier zwölf Sekunden ab, während die nächste Gruppe mit Primoz Roglic (Jumbo-Visma) und Vincenzo Nibali (Bahrain Merida) nochmals sieben Sekunden mehr verlor.

Führungswechsel in der Sprintwertung
So gab es zumindest ein kleines Geburtstagsgeschenk für Carapaz, der heute 26 Jahre alt wurde: Sein Vorsprung auf Nibali und Roglic, die härtesten Konkurrenten um das Rosa Trikot, hat sich jeweils leicht auf 1:54 Minute und 2:16 Minuten vergrößert. Landas Traum vom Podium ist wieder etwas wahrscheinlicher geworden, sein Rückstand gegenüber dem Drittplatzierten Roglic hat sich von 66 auf 47 Sekunden reduziert. Lopez konnte Rafal Majkas (Bora-Hansgrohe) sechsten Platz übernehmen und den Vorsprung in der Nachwuchswertung gegenüber Pavel Sivakov (Ineos) nochmals um eine halbe Minute ausbauen. Und die Ausreißer? Formolo gelang letztlich zwar nicht der Sprung auf Rang fünf, aber immerhin in die Top10, denn er überholte Jan Polanc (UAE Emirates) und Ilnur Zakarin (Katusha Alpecin). Masnada hat mit dem Gewinn der beider Zwischensprints Damiano Cima (Nippo-Vini Fantini-Faizanè) von der Spitze des Sprintklassements verdrängt.

-> Zum Resultat

Die 18. Etappe ist die einzige Flachetappe der letzten Giro-Woche und könnte mit einem Massensprint enden, falls die Mannschaften der wenigen noch im Rennen verbliebenen Sprinter es schaffen, Ausreißer über die volle Distanz von 222 Kilometern unter Kontrolle zu halten.

Video der Zielankunft






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