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Peter Sagan jubelt über seinen 12. Tour-Etappensieg und 47 Punkte Vorsprung im Kampf um Grün
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10.07.2019

Peter Sagan jubelt über seinen 12. Tour-Etappensieg und 47 Punkte Vorsprung im Kampf um Grün

Info: TOUR DE FRANCE 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Colmar, 10.07.2019 – Die Saison 2019 war bislang bei Weitem nicht die beste von Peter Sagan, der nur drei Siege auf Etappen von Tour Down Under, Tour of California und Tour de Suisse feiern konnte. Bei der Tour de France ist für den 29-jährigen Slowaken der Knoten auf der 5. Etappe geplatzt, an deren Ende er im Sprint eines reduzierten Pelotons der mit Abstand stärkste Fahrer war. Weil die reinen Sprintspezialisten wie der gestrige Etappensieger Elia Viviani an den ersten Vogesen-Anstiegen zurückgefallen sind, macht Sagan auch wieder einen großen Schritt in Richtung des siebten Grünen Trikots.


Das Profil der 5. Etappe der Tour de France

Wellens verteidigt Bergtrikot als Ausreißer
Die erste Vogesen-Etappe der Frankreich-Rundfahrt erfreute sich hoher Beliebtheit bei ausreißwilligen Fahrern und es vergingen zwanzig Kilometer mit mehreren fehlgeschlagenen Fluchtversuchen, an denen unter anderem Thomas De Gendt (Soudal Lotto), Oliver Naesen (AG2R La Mondiale) und Nils Politt (Katusha Alpecin) beteiligt waren. Letztlich entstand eine vierköpfige Gruppe, zu welcher neben Simon Clarke (Education First), Mads Würtz Schmidt (Katusha Alpecin) und Toms Skujins (Trek-Segafredo) auch Tim Wellens (Soudal Lotto) gehörte – der Belgier hatte keine andere Wahl gehabt, sonst wäre das Bergtrikot für ihn bei jeweils zwei Anstiegen der 3. und 2. Kategorie wahrscheinlich nicht zu verteidigen gewesen. Durch den Gewinn der ersten beiden Bergwertungen nach 44 Kilometern und 66 Kilometer vor dem Ziel war ihm der Verbleib an der Spitze des Bergklassements schon sicher. So war es für Wellens auch zu verschmerzen, dass er im dritten Anstieg einer Attacke von Skujins nicht folgen konnte.

Bora und Sunweb bestimmen das Tempo
Die Côte des Trois-Épis (4,9 km à 6,8%) 35 Kilometer vor dem Ziel überquerte Skujins knapp eine Minute vor dem Feld, während Würtz noch im Anstieg und Wellens sowie Clarke in der Abfahrt eingeholt wurden. Der maximale Vorsprung der Flucht hatte gerade mal zweieinhalb Minuten betragen, weil Bora-Hansgrohe und Sunweb einen Sprint herbeiführen und keinerlei Risiko eingehen wollten. Den lettischen Solisten nahmen sie auch nicht auf die leichte Schulter und so kam es schon 22 Kilometer vor Schluss mitten im letzten Anstieg zur Einholung des letzten Ausreißers. Auf der Côte des Cinq Châteaux (4,6 km à 6,1%) war das Hauptfeld bereits auf etwa 80 Fahrer geschrumpft, und die Abgehängten hatten in der letzten Abfahrt und den dann noch folgenden elf flachen Kilometern keine Chance, wieder Anschluss zu finden. Weniger bergfeste Sprinter wie Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step), Alexander Kristoff (UAE Emirates) und Caleb Ewan (Soudal Lotto) – die Top3 des gestrigen Massensprints – waren weit zurückgefallen und erreichten das Ziel erst mit 16 und mehr Minuten Rückstand.

Sagan wird Erster, Matthews nur Siebter
Ex-Weltmeister Rui Costa (UAE Emirates) unternahm noch einen Versuch, dem sich abzeichnenden Sprint des „halben“ Feldes zuvorzukommen. 7,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte der Portugiese, der 2011 und 2013 insgesamt drei Tour-Etappen gewonnen hatte, fuhr 13 Sekunden Vorsprung heraus und wurde doch an der Zwei-Kilometer-Marke wieder gestellt. Der Sprint ging für die beiden aktivsten Mannschaften des Tages dann ganz unterschiedlich aus: Während Michael Matthews (Sunweb) nur den enttäuschenden siebten Platz erreichte, konnte Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) überlegen den Sieg holen und Wout Van Aert (Jumbo-Visma) auf Platz zwei verweisen, der mit der Zeitgutschrift seinen Rückstand zum Gesamtführenden Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step) auf 14 Sekunden verkleinert. Ab Etappenplatz drei folgten Europameister Matteo Trentin (Mitchelton-Scott), Sonny Colbrelli (Bahrain Merida) und Greg Van Avermaet (CCC). In der Punktewertung hat Matthews Viviani, der am Zwischensprint wieder einmal der Schnellste des Feldes gewesen war, von Rang zwei verdrängt. 97 bzw. 92 Punkte haben der Australier und der Italiener bisher eingefahren, Sagan bereits 144.

-> Zum Resultat

Das zweite Teilstück in den Vogesen ist noch deutlich härter: Die 6. Etappe führt über sieben Bergwertungen, darunter drei der 1. Kategorie, zu denen auch die Bergankunft auf der Planche des Belles Filles (7,0 km à 8,7%) gehört.

Video der Zielankunft






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