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Dylan Groenewegen sorgt für den dritten Jumbo-Visma-Sieg bei dieser Tour de France
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12.07.2019

Dylan Groenewegen sorgt für den dritten Jumbo-Visma-Sieg bei dieser Tour de France

Info: TOUR DE FRANCE 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Chalon-sur-Saône, 12.07.2019 – Dylan Groenewegen war Im Finale der 1. Etappe gestürzt und auf der 4. Etappe als Fünfter noch chancenlos, doch im dritten Massensprint der Tour de France schlug der Niederländer zu und sorgte am siebten Tag des Rennens bereits für den dritten Sieg von Jumbo-Visma. Es war am Ende der längsten Tour-Etappe eine enge Entscheidung im Duell mit Caleb Ewan, aber ein deutlicher Sieg über die vorherigen Etappengewinner Peter Sagan und vor allem Elia Viviani.


Das Profil der 7. Etappe der Tour de France

Keine Gefahr durch eine Zwei-Mann-Gruppe
Die längste Etappe der Tour de France war für die längste Zeit eine Two-Men-Show: Direkt bei Kilometer 0 von 230 attackierte Stéphane Rossetto (Cofidis) und Yoann Offredo (Wanty-Gobert) schloss sich seinem Kollegen an, mit dem er gut befreundet ist. Beide Franzosen hatten auf den vorherigen Etappen schon jeweils zweimal zu Fluchtgruppen gehört und Rossetto war auf der 1. Etappe sogar schon einmal kämpferischster Fahrer – heute ging diese Auszeichnung an Offredo, der im Übrigen als Letzter des Gesamtklassements die „Rote Laterne“ innehat. Anders als beim diesjährigen Giro d’Italia, wo auf einer 232-Kilometer-Etappe zwei Ausreißer bis zu 16 Minuten Vorsprung bekommen hatte und am Ende elf Sekunden ins Ziel retteten, wuchs der Abstand zwischen Spitze und Peloton heute nicht einmal ganz auf 6 Minuten an. Trek-Segafredo konnte die Nachführarbeit den Sprintermannschaften überlassen, weil Rossetto mit 49 Minuten Rückstand keinerlei Gefahr für Giulio Ciccone an dessen erstem Tag im Gelben Trikot darstellte. Zur Einholung der beiden Ausreißer kam es dann bereits zwölf Kilometer vor dem Ziel.

Ein hervorragender Sprintzug reicht nicht immer
Wegen des ständigen Gegenwinds verlief die Etappe trotz des einfachen Profils sehr langsam, am Ende lag man mit einem 38er Schnitt zwei Stundenkilometer hinter dem langsamsten Zeitplan. Eine brenzlige Situation gab es nur gut 30 Kilometer vor Schluss am Zwischensprint, als sich das Feld für einen Moment teilte, bevor alles zügig wieder zusammenlief. Auf dem letzten Kilometer lief der Deceuninck-Quick-Step-Zug auf Hochtouren – noch drei Helfer hatte der auf der 4. Etappe erfolgreiche Elia Viviani vor sich, und den „grünen“ Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) direkt am Hinterrad. Doch gut zweihundert Meter vor der Ziellinie starteten von dahinter Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma) und Caleb Ewan (Soudal Lotto), und der eine zog links, der andere rechts an Viviani und Sagan vorbei (siehe zweites Video unten). Die Entscheidung um den Sieg fiel dann um wenige Zentimeter zu Gunsten Groenewegen, der nach seinem Erfolg auf den Champs-Élysées 2017 und den beiden Siegen auf der 7. und 8. Etappe 2018 nun vier Teilstücke der Frankreich-Rundfahrt gewonnen hat, während der schon bei Giro und Vuelta siegreiche Ewan weiter auf seinen ersten Tour-Erfolg warten muss.

Sagan praktisch konkurrenzlos in der Punktewertung
In der Punktewertung spielen Groenewegen und Ewan keine große Rolle, belegen mit 66 bzw. 76 Punkten nur die Plätze acht und fünf; auch weil sie an den Zwischensprints (fast) nie aktiv werden. Am heutigen Zwischensprint holte sich Sonny Colbrelli (Bahrain Merida) Platz drei hinter den Ausreißern und vor Sagan und Viviani. Im Ziel wurde Sagan Dritter, Colbrelli Vierter und Viviani gerade einmal Sechster. Colbrelli hat sich dadurch auf Rang zwei der Punktewertung vorgearbeitet, liegt knapp vor Viviani und Michael Matthews (Sunweb). Die Punktestände dieses Trios betragen 121, 117 und 116 und sind damit nahezu winzig im Vergleich zu Sagans 177 Punkten, mit denen der Ex-Weltmeister voll auf Kurs zu seinem siebten Grünen Trikot ist, das ihn vor Erik Zabel zum alleinigen Rekordhalter machen würde. Aus den anderen Klassementen gibt es wegen des Massensprints und weil die Ausreißer die wenigen Bergpunkte einstrichen, keine interessanten Neuigkeiten zu vermelden.

-> Zum Resultat

Auf der 8. Etappe geht es auf einer sehr bergigen Route ins Zentralmassiv, insgesamt gibt es sieben Bergwertungen der Kategorien 2 und 3.

Video der Zielankunft



Der Sprint aus der Vogelperspektive






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