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Zeitverlust für Pinot, Fuglsang und weitere Mitfavoriten – Van Aert sprintet zu Tour-Etappensieg
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15.07.2019

Zeitverlust für Pinot, Fuglsang und weitere Mitfavoriten – Van Aert sprintet zu Tour-Etappensieg

Info: TOUR DE FRANCE 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Albi, 15.07.2019 – Vor dem ersten Ruhetag der Tour de France hat die 10. Etappe für mehr Action gesorgt als erwartet. Seitenwind und hohes Tempo teilten das Peloton, woraufhin Fahrer des Kalibers Thibaut Pinot und Jakob Fuglsang deutliche Verluste von mehr als eineinhalb Minuten hinnehmen mussten. Auch Dylan Groenewegen war zurückgefallen, wurde im Sprint der ersten Gruppe aber perfekt durch seinen Teamkollegen Wout Van Aert vertreten, der für den vierten Jumbo-Visma-Etappensieg sorgte.


Das Profil der 10. Etappe der Tour de France

Windkanten-Überraschung vor dem Ruhetag
Das 217,5 Kilometer lange, leicht hügelige Teilstück verlief lange Zeit nach dem Standardschema einer Etappe, auf der ein Massensprint erwartet wurde. Die Ausreißer Tony Gallopin (AG2R La Mondiale), Natnael Berhane (Cofidis), Anthony Turgis (Total Direct Energie), Mads Würtz (Katusha Alpecin), Odd Christian Eiking (Wanty-Gobert) und Michael Schär (CCC) bekamen unter strenger Aufsicht der Sprinterteams nur maximal drei Minuten Vorsprung. Rund 60 Kilometer vor dem Ziel kam es durch den Seitenwind erstmals zu einer Teilung des Feldes, doch wenig später lief am Anstieg zur Côte de la Malric (3,6 km à 4,7%), der letzten Bergwertung der Strecke, wieder alles zusammen. Das Spielchen wiederholte sich gut 30 Kilometer vor dem Ende, nur dass die Teilung diesmal nicht wieder zu beheben und auch das baldige Ende der Fluchtgruppe besiegelt war. Das von Deceuninck-Quick Step und Ineos angeführte erste Feld – nur etwa 30 Fahrer groß! – hatte einige hochkarätige Fahrer abgehängt, darunter mehrere Konkurrenten um den Gesamtsieg.

100 Sekunden Verlust für eine Handvoll Topfahrer
Aus den vorherigen Top10 der Gesamtwertung war gerade einmal die Hälfte im ersten Feld vertreten: Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step) verteidigte seine Führung vor Geraint Thomas, Egan Bernal (beide Ineos), Steven Kruijswijk (Jumbo-Visma) und Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe), deren unveränderte Rückstände von 1:12 Minute bis 1:45 Minute reichen. Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), Rigoberto Uran (Education First) und Jakob Fuglsang (Astana), die Dritter, Achter und Neunter waren, jagten mit einigen Teamkollegen und unter anderem auch Richie Porte und Bauke Mollema (beide Trek-Segafredo) hilflos der Spitze hinterher und mussten mit letztlich 1:40 Minute Verlust eine herbe Niederlage einstecken. Giulio Ciccone (Trek-Segafredo) folgte noch eine Gruppe dahinter mit gut zwei Minuten Rückstand und verlor neben Gesamtrang zwei auch die Führung im Nachwuchsklassement, wo jetzt Bernal auf Platz eins liegt. Zudem verlor Trek-Segafredo die Führung in der Mannschaftswertung an Movistar.

Statt Groenewegen sprintet Van Aert zum 4. TJV-Sieg
Ein noch größerer Verlierer des Tages war George Bennett, denn Jumbo-Vismas Co-Kapitän verlor fast zehn Minuten. Auch Dylan Groenewegen, der Sprinter dieser Mannschaft, war im Windkanten-Trubel verschollen gegangen. Doch Jumbo-Visma hatte auch so noch heiße Eisen im Feuer: Kruijswijk bleibt im Rennen um die Gesamtwertung und der zweifache Dauphiné-Etappensieger Wout Van Aert sprang im Kampf um den Tagessieg in die Bresche. Der Belgier konnte im Sprint des ersten Feldes auf leicht ansteigender Straße Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step) und Caleb Ewan (Soudal Lotto) auf die Plätze zwei und drei verweisen. Michael Matthews, dessen Sunweb-Mannschaft den Sprint mit einem richtig starken Zug angefahren hatte, wurde nur Vierter und der im Endspurt vorübergehend etwas eingeklemmte, aber in der Punktewertung weiterhin unangefochtene Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) Fünfter.

-> Zum Resultat

Nach dem ersten Ruhetag wird die Tour de France am Mittwoch mit der 11. Etappe fortgesetzt, die – sofern unvorhergesehene Ereignisse ausbleiben – erneut einen Massensprint erwarten lässt

Video der Zielankunft






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