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Verdienter Sieg für Kiryienka auf Etappe 2 der Baskenland-Rundfahrt - Klöden übernimmt die Führung
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05.04.2011

Verdienter Sieg für Kiryienka auf Etappe 2 der Baskenland-Rundfahrt - Klöden übernimmt die Führung

Info: VUELTA CICLISTA AL PAIS VASCO
Autor: Felix Griep (Werfel)



Lekunberri, 05.04.2011 - Drei Jahre nach seinem Etappensieg beim Giro d'Italia hat Vasil Kiryienka (Movistar) wieder zugeschlagen und sich den Sieg auf der 2. Etappe der Baskenland-Rundfahrt mit einer späten Attacke geholt. Zwei Sekunden Vorsprung auf die Favoritengruppe brachte der auch vorher schon präsente Weißrusse ins Ziel. Platz zwei schnappte sich Andreas Klöden (RadioShack), der damit vor den zeitgleichen Joaquin Rodriguez (Katusha) und Samuel Sanchez (Euskaltel) die Führung übernimmt und das Gelbe Trikot tragen darf.

Ausreißer werden frühe Opfer von Garmin-Cervélo
Grob gesehen hatte das heutige Teilstück relativ viel Ähnlichkeit mit der 1. Etappe: Mit 163 Kilometern war es nicht besonders lang, dafür gespickt mit zahlreichen Bergwertungen (sieben insgesamt), von denen die letzte nur drei Kilometer vor dem Ziel lag. Da es gestern schon große Abstände gab, machten sich einige Fahrer leise Hoffnungen auf eine erfolgreiche Flucht, was zu Beginn viele Angriffe zur Folge hatte. Der erste kam von Michael Rogers (Team Sky), Craig Lewis (HTC-Highroad) und Higinio Fernandez (Caja Rural), doch war an ihrer Seite auch Francesco Gavazzi (Lampre), der nur 18 Sekunden hinter dem Führenden Joaquin Rodriguez (Katusha) lag, was natürlich nicht funktionieren konnte. Noch einige weitere Versuche scheiterten und an der ersten Bergwertungen konnte Amaël Moinard (BMC Racing Team) aus dem Feld heraus den Sieg holen. Der Franzose hielt sich weiterhin an der Spitze auf und kam so in eine Gruppe mit Dario Cataldo (Quick Step), Rafael Valls (Geox-TMC) und Maxim Iglinskiy (Astana). Mit einem Vorsprung von höchstens sechs Minuten waren sie noch keine Gefahr für die Gesamtwertung, dort lagen sie alle mindestens neun Minuten zurück. Nach konsequenter Verfolgungsarbeit von Garmin-Cervélo endete die Flucht ohnehin schon 30 Kilometer vor dem Ziel.

Movistar dominiert Spitzengruppe auf dem letzten Berg
Nach dem frühen Ende der Flucht begann die lange Anfahrt zum letzten Berg, dem Alto de Azpiroz (3,2 km à 8,5%), der im Verlauf der Etappe schon einmal überquert wurde. Auf dem Weg dahin durfte Bram Tankink (Rabobank) zwei "metas volantes" gewinnen, wodurch er die Führung in der Sprintwertung ausbaute, zu der er gestern als Ausreißer kam. Garmin legte für Ryder Hesjedal bis in den Azpiroz hinein ein hohes Tempo vor, den Kampf an dem Anstieg der 1. Kategorie eröffnete aber Fabio Duarte (Geox-TMC). Der Angriff des U23-Weltmeisters des Jahres 2008 wurde eine Weile geduldet. Rigoberto Uran (Team Sky) und Hesjedal signalisierten mit einem kurzen Antritt, dass die Zeit für die Topfahrer gekommen war, woraufhin sich der spätere Etappensieger schon einmal warm fuhr. Vasil Kiryienka (Movistar) griff an, gefolgt von Frank Schleck (Leopard Trek) und Chris Horner (RadioShack). Als sie kurz nach der Vier-Kilometer-Marke Duarte einholten, waren auch Damiano Cunego (Lampre) und Uran herangekommen. Bis zum Gipfel vergrößerte sich die erste Gruppe auf 22 Mann, von denen gleich fünf das Movistar-Trikot trugen - keine andere Mannschaft war mit mehr als zwei Fahrern dabei.

Kiryienka krönt seine starke Leistung mit Sieg und Bergtrikot
Mit dieser massiven Überlegenheit war Movistar in der Abfahrt in einer aussichtsreichen Position, aber die anderen vier hätte es gar nicht gebraucht, denn Kiryienka war mit seinen Kräften noch lange nicht am Ende. Alexandre Vinokourov (Astana) löste sich bergab leicht von der Gruppe, der Weißrusse war sofort hinter ihm her. Drei weitere Fahrer kamen noch dazu und eineinhalb Kilometer vor dem Ziel gab es aus diesem Quintett die rennentscheidende Attacke von Kiryienka. Mit zwei Sekunden Vorsprung erreichte er das Ziel und kam nach langer Zeit wieder einmal zu einem Sieg. Der letzte war fast drei Jahre her, 2008 gewann er eine Bergetappe des Giro d'Italia am Monte Pora. Im Sprint um Platz zwei siegte Andreas Klöden (RadioShack) vor Andy Schleck (Leopard Trek) und übernahm, obwohl es keine Zeitgutschriften gibt, die Gesamtführung. Denn in der Summe der Etappenplatzierungen (3.+2.) ist er nun besser als die zeitgleichen Rodriguez (1.+10.) und Samuel Sanchez (Euskaltel/2.+11.). Einen Tag als Leader hatte der 35-Jährige auch schon bei Paris-Nizza erlebt. Vom starken Movistar-Team liegen nun drei Fahrer unter den ersten Zehn. Auf Platz elf folgt Kiryienka, der neben dem Etappensieg als Lohn für seine starke Leistung auch die Führung im Bergklassement erhielt.

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Die morgige 3. Etappe ist mit nur vier Bergwertungen für baskische Verhältnisse schon fast flach. Die letzte liegt 13 Kilometer vor dem Ziel. Auf den letzten fünf Kilometern gibt es aber noch einen kleinen, steilen Stich, an dem man attackieren könnte.





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