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Lopez stürmt zurück ins Rote Trikot, aber Burgos-Fahrer Angel Madrazo gewinnt die erste Bergankunft
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28.08.2019

Lopez stürmt zurück ins Rote Trikot, aber Burgos-Fahrer Angel Madrazo gewinnt die erste Bergankunft

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Javalambre, 28.08.2019 – Auf der 5. Etappe der Vuelta a España erlebte Angel Madrazo einen Tag, den er nie vergessen wird. Von seinen Mitausreißern mehrfach abgehängt und beinahe sogar vom eigenen Teamwagen aus dem Rennen gestoßen, kämpfte sich der 31-jährige Spanier in Diensten des Professional Teams Burgos-BH in seinem Bergtrikot zu einem sensationellen Sieg bei der ersten Bergankunft der Rundfahrt. Miguel Angel Lopez konnte die Ausreißer zwar nicht mehr einfangen, holte sich als stärkster Favorit auf den besonders steilen letzten Kilometern aber das Rote Trikot zurück.


Das Profil der 5. Etappe der Vuelta a España

Madrazos ereignisreiche dritte Vuelta-Flucht
Viele Fluchtversuche gab es zu Beginn der 5. Etappe der Spanien-Rundfahrt, doch nach elf Kilometern waren es schließlich wieder einmal zwei Fahrer des täglich aktiven Rennstalls Burgos-BH, die sich als erste absetzen konnten: Angel Madrazo, der seit der 2. Etappe das Bergtrikot trägt, nahm seinen Teamkollegen Jetse Bol mit auf die Reise über Puerto de Alcublas (5,9 km à 4,7%) und Alto Fuente de Rubielos (4,8 km à 5,7%) bis hin zur Bergankunft am Alto de Javalambre (11,1 km à 7,8%). Begleitet wurden sie außerdem noch von José Herrada (Cofidis), der den Anschluss nach vorne geschafft hatte, ehe der Vorsprung in die Höhe schnellte und mehr als zehn Minuten erreichte. Für Madrazo schien sich die Flucht trotzdem schon 45 Kilometer vor dem Ziel dem Ende zu neigen, als er den anderen beiden nicht mehr folgen konnte – doch nur wenige Kilometer später hatte er sich schon wieder heran gekämpft. Dramatisch ging es 24 Kilometer vor dem Ende zu, als Bol aus dem Begleitwagen heraus verpflegt wurde, der dabei aber unachtsam war und das Hinterrad des ebenfalls unachtsamen Madrazo touchierte – der stolperte von seinem Rad in Herrada hinein, doch wie durch ein Wunder konnten beide einen Sturz verhindern.

Zehn Minuten Vorsprung reichen dem Trio
Als das Trio mit dem Schlussanstieg begann, lag ihr Vorsprung noch immer bei rund zehn Minuten, doch als das Feld an den Fuß des Berges kam, hatte eine merkliche Tempobeschleunigung den Rückstand bereits auf sieben Minuten reduziert. Madrazo geriet bald erneut in eine kleine Krise, musste Bol und Herrada ziehen lassen, kam wieder heran, verlor abermals den Kontakt, kämpfte sich noch einmal mehr zurück und attackierte dann sogar, ohne sich aber entscheidend absetzen zu können. Letztlich blieb das Trio bis weit in den letzten Kilometer hinein zusammen und wurde von den Favoriten tatsächlich nicht mehr eingeholt. Im Endspurt konnte Madrazo seinen erlebnisreichen Tag mit dem größtmöglichen Erfolg beschließen und holte sich den Sieg. Bol machte zehn Sekunden später den Doppelsieg für Burgos-BH perfekt, Herrada wurde mit 22 Sekunden Rückstand Dritter. Es war der erste Grand-Tour-Etappenerfolg für Burgos-BH, das im letzten Jahr erstmals an der Vuelta teilgenommen hatte. Damals hatte mit Euskadi-Murias ein anderes spanisches Wildcard-Team durch Oscar Rodriguez auf dem Alto de La Camperona ebenfalls völlig überraschend eine Bergankunft gewonnen.

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Valverde und Lopez attackieren am Schlussanstieg
Im Hauptfeld war es auf der etwas leichteren ersten Hälfte des Schlussanstiegs noch sehr ruhig zugegangen, bevor Education First die Schlagzahl erhöhte. Hugh Carthy zeichnete sich durch starke Tempoarbeit aus, doch als der Brite ausgebrannt war, sorgte Alejandro Valverde (Movistar) mit einer Attacke knapp vier Kilometer vor Schluss dafür, das alles auseinanderflog. Nur Primoz Roglic (Jumbo-Visma) mit seinem starken Helfer Sepp Kuss sowie Miguel Angel Lopez (Astana) und der junge Tadej Pogacar (UAE Emirates) konnten dem Weltmeister folgen, dessen Teamkollege Nairo Quintana hingegen abgehängt wurde. Kuss übernahm die Führungsarbeit in dieser Gruppe, bis Lopez mit einem nicht zu stoppenden Angriff davonzog. Der Kolumbianer, der 2017 zwei Vuelta-Etappen gewonnen hatte, machte natürlich auch weiter Boden auf die Ausreißer gut, doch am Ende blieb er 47 Sekunden hinter Madrazo und wurde nur Etappenvierter. Valverde und Roglic hatten den Schaden klein gehalten und kamen lediglich 12 Sekunden nach Lopez an, wohingegen Pogacar als nächster Finisher nochmals 30 Sekunden mehr kassierte. Nach ihm folgte Quintana, der als Etappenachter 54 Sekunden hinter Lopez lag.

Lopez in Rot, Pogacar in Weiß, Movistar bestes Team
Nicolas Roche (Sunweb) erreichte das Ziel als Vierzehnter exakt eineinhalb Minuten nach Lopez und hatte sich damit zwar achtbar geschlagen, musste das Rote Trikot nach drei Tagen aber abgeben. Lopez, der es nach Astanas Sieg im Mannschaftszeitfahren bereits einmal getragen hatte, ist jetzt wieder Führender der Gesamtwertung vor Roglic (+0:14), Quintana (+0:23) und Valverde (+0:28), die Movistar an die Spitze der Mannschaftswertung brachten, sowie dem auf Rang fünf zurückgefallenen Roche (+0:57). Acht weitere Fahrer folgen mit Rückständen von maximal zwei Minuten zum neuen Spitzenreiter, der mit seinen 25 Jahren auch weiterhin in der Nachwuchswertung vorne liegt. Das Weiße Trikot wird daher in Vertretung vom Gesamtachten Pogacar getragen. Das Bergtrikot sitzt mit 33 Punkten ganz fest auf Madrazos Schultern, Bol (11) und Valverde (6) sind als nächstbeste Fahrer weit von ihm entfernt.

-> Zum Resultat

Auf der 6. Etappe gibt es am Puerto de Ares (7,9 km à 5,0%) direkt die nächste Bergankunft, wobei der Schlussanstieg wesentlich weniger steil ist als der Alto de Javalambre.

Video der Zielankunft





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