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Nikias Arndt sprintet als Ausreißer zu einem Vuelta-Etappensieg – das Rote Trikot wechselt schon wieder
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31.08.2019

Nikias Arndt sprintet als Ausreißer zu einem Vuelta-Etappensieg – das Rote Trikot wechselt schon wieder

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Igualada, 31.08.2019 – Von den deutschen Fahrern war bei der Spanien-Rundfahrt an den ersten sieben Tagen nicht allzu viel zu sehen gewesen, doch auf der 8. Etappe änderte sich das durch Nikias Arndt schlagartig. Der 27-Jährige, der vor drei Jahren schon einmal eine Giro-Etappe und vor zwei Jahren fast eine Tour-Etappe gewonnen hatte, war unschlagbar im Sprint einer großen Ausreißergruppe, welche erneut für einen Umsturz in der Gesamtwertung sorgte. Beim bereits fünften Leaderwechsel dieser Vuelta gab Miguel Angel Lopez das Rote Trikot diesmal bereitwillig an Nicolas Edet ab.


Das Profil der 7. Etappe der Vuelta a España

Große Gruppe um Herrada und Teuns
Am Tag zwischen der bisher selektivsten Bergankunft und der Königsetappe in Andorra standen die Zeichen für einen Ausreißercoup bestens. Es dauerte gar nicht allzu lange, bis sich aus zahlreichen Angriffen und Fluchtversuchen eine 21-köpfige Spitzengruppe ergab, deren Vorsprung in kürzester Zeit auf mehr als vier Minuten stieg und später, wenn auch zunächst nur langsam, stetig weiter anwuchs. Einige Fahrer waren dabei, die in den vorherigen Tagen schon auf sich aufmerksam gemacht hatten: Etappensieger Jesús Herrada (Cofidis), der einmalige Träger des Roten Trikots Dylan Teuns (Bahrain Merida) oder auch Sergio Henao (UAE Emirates), der Zweitplatzierte im Bergklassement. Der Führende Angel Madrazo (Burgos-BH) war für ihn aber unerreichbar, da die relativ leichte Etappe nur eine einzige Bergwertung aufwies. Im Anstieg der 2. Kategorie zum Puerto de Montserrat (7,4 km à 6,6%), der 35 Kilometer vor dem Ziel begann, fand die bis dahin friedvolle Zusammenarbeit der Ausreißer ihr Ende und es attackierten einige Fahrer, welche ihre im Sprint als stärker einzuschätzenden Kontrahenten eliminieren wollten.

Viele Angriffe – und es kommt doch zum Sprint
Peter Stetina (Trek-Segafredo) war der erste Angreifer, fuhr eine Weile alleine voraus, bevor erst Fernando Barceló (Euskadi-Murias) und schließlich an der Bergwertung auch noch Herrada zu ihm aufschlossen. Während Stetina als Solist zwischenzeitlich einmal fast eine halbe Minute Vorsprung aufgewiesen hatte, lag das Trio am Ende des Anstiegs aber deutlich knapper vor dem Rest der Ausreißer, woraufhin es in der Abfahrt zum Zusammenschluss kam. Es dauerte aber nicht lange, bis nacheinander Ruben Guerreiro (Katusha Alpecin), erneut Barceló, dann Martijn Tusveld (Sunweb) und auch noch Alexander Aranburu (Caja Rural-Seguros RGA) angriffen und sich zu einem Quartett vereinigten, das jedoch dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel ebenfalls wieder Geschichte war. Die nächste Attacke von Tobias Ludvigsson (Groupama-FDJ) wurde durch Zdenek Stybar (Deceuninck-Quick Step) gekontert, der ein kleines Loch aufreißen konnte, ehe die anderen ihn einen Kilometer vor Schluss wieder einholten. Es kam also zum Sprint – und der war eine klare Angelegenheit für Nikias Arndt (Sunweb), der Aranburu, Tosh Van der Sande (Lotto Soudal), Guerreiro und seinen Landsmann Jonas Koch (CCC) auf die Plätze zwei bis fünf verwies.

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Astana gibt das Leadertrikot von Lopez schon wieder ab
Von den Topfahrern der Gesamtwertung hatte am Puerto de Montserrat niemand etwas versucht und auch in der Abfahrt oder kurz vorm Ziel gab es keine Angriffe mehr, zumal das Wetter in der Schlussphase der Etappe mit dauerhaftem Regen auch nicht ungefährlich war. So rollte ein noch fast einhundert Fahrer großes Peloton rund vier Minuten nach dem letzten Ausreißer über die Ziellinie. Der Rückstand gegenüber der Spitzengruppe betrug 9:24 Minuten – so viel Zeit, dass Miguel Angel Lopez (Astana) zum nun bereits dritten Mal bei dieser Vuelta das Rote Trikot nach nur einem Tag wieder abgeben muss. Fast wäre es zurück zu Teuns gegangen, der nun 40 Sekunden vor Lopez liegt, doch zu den Ausreißern gehörte auch noch ein gewisser Nicolas Edet (Cofidis). Der Franzose, der im Jahr 2013 das Bergtrikot gewonnen hatte, führt die Gesamtwertung 2:21 Minuten vor Teuns und 3:01 Minuten vor Lopez an, der wieder ins Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers wechselt. Für Movistar sorgte Ausreißer Jorge Arcas dafür, dass der Vorsprung im Mannschaftsklassement gegenüber Jumbo-Visma sich auf 9:59 Minuten mehr als verdreifachte.

-> Zum Resultat

Gut möglich, dass Lopez auf der morgigen 9. Etappe zum vierten Mal das Rote Trikot erobern wird – dass Edet es auf der extrem schweren Pyrenäen-Etappe in Andorra verteidigen kann, ist zumindest deutlich weniger wahrscheinlich.

Video der Zielankunft





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