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Vierkampf wird zur One-Man-Show: Primoz Roglic fährt beim Zeitfahren der Vuelta in seiner eigenen Liga
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03.09.2019

Vierkampf wird zur One-Man-Show: Primoz Roglic fährt beim Zeitfahren der Vuelta in seiner eigenen Liga

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Pau, 03.09.2019 – Könnte sich die Spanien-Rundfahrt in Frankreich entschieden haben? Vor dem ersten Ruhetag hatte Primoz Roglic bereits mehrfach, vor allem am Alto Mas de la Costa und in Andorra, bewiesen, dass er zu den bestern Klettern der 74. Vuelta gehört, war einer von vier Topfavoriten, die in der Gesamtwertung innerhalb von 20 Sekunden lagen. Nach dem Einzelzeitfahren auf der 10. Etappe ist der Slowene jetzt unangefochtener Leader mit fast zwei Minuten Vorsprung auf den ersten Konkurrenten.


Das Profil der 10. Etappe der Vuelta a España

Cavagna und Bevin kämpfen um Platz zwei
36,2 Kilometer im Kampf gegen die Uhr standen nach dem Ruhetag auf dem Programm der Vuelta, womit es sich um die längste Zeitfahretappe aller Grand Tours des Jahres 2019 handelte. Pawel Bernas (CCC), Ex-Weltmeister Vasil Kiryienka (Ineos), Bernas' Teamkollege William Barta und Benjamin Thomas (Groupama-FDJ) kamen in der frühen Rennphase jeweils mit Bestzeiten ins Ziel, die am Ende des Tages für die Plätze 43, 30, 17 und 16 reichen sollten. Die erste Hammerzeit kam aber vom 67. der noch 166 Starter, dem Franzosen Rémi Cavagna (Deceuninck-Quick Step), der seinen Landsmann Thomas gleich um mehr als eineinhalb Minuten unterbot. Gut eine halbe Stunde blieb Cavagna auf dem „heißen Stuhl“ sitzen, bevor Patrick Bevin (CCC) seine Bestmarke um 2,43 Sekunden schlug. Der neuseeländische Zeitfahrmeister musste anschließend fast eineinhalb Stunden lang um seine Führung bangen, ehe das Erwartete eintrat: Primoz Roglic (Jumbo-Visma) pflügte mit einem Schnitt von 46,120 km/h über den sehr welligen Kurs rund um die französische Stadt Pau und verwies Bevin und Cavagna mit deutlichem Abstand von 25 und 27 Sekunden auf die Etappenplätze zwei und drei.

Besonders Quintana verliert sehr viel Zeit
Dass im einzigen Einzelzeitfahren der Vuelta die Stunde von Roglic schlagen würde, war allen seinen Gegner im Kampf um den Gesamtsieg von vornherein klar, so dass ihre Devise nur lauten konnte: Schadensbegrenzung. Aus dem Kreis der bisherigen Top4 der Gesamtwertung gelang das Alejandro Valverde (Movistar) noch am besten, wobei sich der Zeitverlust des Etappen-13. auch schon auf 1:38 Minute belief. Miguel Angel Lopez (Astana) wurde von dem nach ihm gestarteten Roglic auf dem letzten Kilometer der Strecke eingeholt und kassierte entsprechend genau 2 Minuten Rückstand. Noch deutlich mehr wurde es für Nairo Quintana (Movistar), der 3:06 Minuten auf den Mann verlor, der ihm das Rote Trikot abnimmt – Roglic ist bereits der sechste Fahrer, der das Spitzenreiterdress erobern konnte, insgesamt war es sogar der siebte Führungswechsel der Rundfahrt! Valverde (+1:52), Lopez (+2:11) und vor allem Quintana (+3:00) sind jetzt ganz schön ins Hintertreffen geraten. Dass ein gutes Zeitfahren allein aber noch keinen Grand-Tour-Sieg bringt, weiß Roglic aus eigener, sehr aktueller Erfahrung. Beim Giro d'Italia hatte er im Mai sogar zwei Zeitfahren gewonnen und wurde am Ende doch nur Gesamtdritter.

Pogacar keine Minute mehr vom Podium entfernt
Ob Tadej Pogacar (UAE Emirates) noch in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen kann? Zumindest im Hinblick auf das Podium sollte man den Slowenen – mit knapp 21 Jahren jüngster Teilnehmer dieser Vuelta – auf der Rechnung haben. Im Zeitfahren erreichte er mit 1:29 Minute Rückstand auf seinen Landsmann Roglic den elften Platz, verteidigte Gesamtrang fünf und liegt jetzt nur noch 5 Sekunden hinter Quintana sowie 54 Sekunden hinter dem derzeitigen Dritten Lopez, mit dem er auch um das Nachwuchstrikot kämpft. Carl Fredrik Hagen (Lotto Soudal), der als Ausreißer auf beiden Etappen vom vergangenen Wochenende auf Rang sechs vorgefahren war, konnte seine Position ebenfalls behaupten. Um jeweils einen Platz verbesserten sich Rafal Majka (Bora-Hansgrohe), der Nicolas Edet (Cofidis) von Platz sieben verdrängt hat, Dylan Teuns (Bahrain Merida), der Wilco Keldermans (Sunweb) neunten Platz übernimmt, und Hermann Pernsteiner (Bahrain Merida), der sich an Mikel Nieve (Mitchelton-Scott) vorbei auf Rang elf schieben konnte – 2:19 Minuten beträgt der Abstand des Österreichers zu einem Top10-Platz.

-> Zum Resultat

Am ersten von zwei Tagen im Baskenland kommt die 11. Etappe mit zwei mittelschweren Anstiegen 57 und 37 Kilometer vor dem Ziel ganz klar Ausreißern entgegen.

Video der Zielankunft





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