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Der Alto de Los Machucos wird zum Berg der Slowenen: Pogacar und Roglic hängen alle Gegner ab
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06.09.2019

Der Alto de Los Machucos wird zum Berg der Slowenen: Pogacar und Roglic hängen alle Gegner ab

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Los Machucos, 06.09.2019 – Es waren nicht etwa die Kolumbianer oder Spanier, die am bis zu 25% steilen Alto de Los Machucos auftrumpften, sondern zwei Slowenen, die im Finale der 13. Etappe der Vuelta a España auch mit einem französischen Ausreißer kein Mitleid kannten. Untereinander verstehen sie sich aber gut: Primoz Roglic begnügte sich mit (inklusive Gutschrift) 33 Sekunden Zeitgewinn gegenüber Alejandro Valverde und Nairo Quintana und sogar 1:07 im Vergleich zu Miguel Angel Lopez. Den Etappensieg überließ der Träger des Roten Trikots seinem 20-jährigen Landsmann Tadej Pogacar, der schon die Etappe in Andorra gewonnen hatte.



Das Profil der 13. Etappe der Vuelta a España

Higuita steht virtuell auf dem Podium
Nach den beiden Ausreißersiegen von Mikel Iturria und Philippe Gilbert im Baskenland träumten auf der nach Kantabrien führenden 13. Etappe der Vuelta a España wieder etliche Fahrer von einem ähnlichen Erfolg. Die Entstehung der Gruppe des Tages begann nach fast 40 Kilometern im Anstieg zum Alto de la Escrita, der ersten von sieben(!) Bergwertungen, mit einem Soloangriff von Wout Poels (Ineos), dem sich in der Abfahrt 28 weitere Fahrer anschlossen. Zu diesen gehörten auch erneut Gilbert und der Bergtrikotträger Angel Madrazo (Burgos-BH), die jedoch beide keinen großen Einfluss auf das Rennen nahmen. Schon im nächsten Anstieg gab es neue Angriffe aus der großen Gruppe, die auch noch über die nächsten beiden Berge hinweg andauerten, ehe wieder knapp 20 Fahrer an der Spitze des Rennens zusammenfanden. Ihr Vorsprung zum Hauptfeld war mittlerweile auf gut acht Minuten angewachsen, was dem Kolumbianer Sergio Higuita (Education First) in der Gesamtwertung einen Sprung von Rang 14 auf drei ermöglicht hätte. Doch die Astana-Mannschaft von Miguel Angel Lopez, dem diese Position gehörte, reagierte und ließ den Abstand wieder sinken.

Die Ausreißergruppe im Überblick (29 Fahrer):
Pedrero (MOV), Latour + Bouchard + Venturini (ALM), Novak (TBM), Großschartner (BOH), Gilbert (DQT), Higuita (EF1), Armirail (GFC), De Gendt (LTS), Grmay + Howson (MTS), Meintjes (TDD), Poels + De la Cruz (INS), Cras + Fabbro + Guerreiro (TKA), Power, Tusveld (SUN), Brambilla + Eg (TFS), Henao (UAD), Madrazo (BBH), Chernetskii (CJR), Jesús Herrada + Atapuma (COF), Bizkarra + Saez (EUS)


Latour schafft es unter die Top3 der Etappe
Ein in der Abfahrt vom vierten Berg zunächst noch harmlos wirkender Angriff von Hector Saez (Euskadi-Murias) entwickelte sich zu einer 50 Kilometer langen Solofahrt, während welcher sich der Spanier zwischenzeitlich mehr als zwei Minuten von der Ausreißergruppe absetzen konnte. Zwei weitere Bergwertungen überquerte Saez als Solist, bevor er gleich zu Beginn des Schlussanstiegs auf den Alto de Los Machucos (6,8 km à 9,2%) von Bruno Armirail (Groupama-FDJ) überholt wurde. Das einminütige Polster des Franzosen vom Fuß des Berges zu den restlichen Ausreißern schmolz allerdings auch sehr schnell und nach kaum zwei Kilometern als Führender wurde er von seinem Landsmann Pierre Latour (AG2R La Mondiale) überholt, der 4,6 Kilometer vor dem Ziel noch eine Minute Vorsprung zu den Favoriten aufwies. Bis 1500 Meter vor dem Ende durfte Latour von seinem zweiten Vuelta-Etappensieg nach jenem vom Alto de Aitana im Jahr 2016 träumen, dann zogen Primoz Roglic (Jumbo-Visma) und Tadej Pogacar (UAE Emirates) an ihm vorbei. Latour wurde anschließend auch noch von Alejandro Valverde, Nairo Quintana (beide Movistar) und Rafal Majka (Bora-Hansgrohe) eingeholt, konnte sich im Sprint aber den dritten Etappenplatz sichern.

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Quintanas früher Angriff führt nicht zum Erfolg
Es war Quintana gewesen, der einen Kilometer nach Beginn des Schlussberges als Erster aus der Favoritengruppe angegriffen hatte, sich aber nicht weit absetzen konnte. Eine Tempoverschärfung durch Majka und dessen Teamkollegen Felix Großschartner, einen eingeholten Ausreißer, führte einige Zeit später dazu, dass der Kolumbianer wieder eingeholt wurde. Drei Kilometer vor dem Ziel übernahmen dann die Slowenen das Kommando: Roglic demonstrierte in seinem Roten Trikot Stärke und sein junger Landsmann Tadej Pogacar stand ihm in nichts nach. Quintana musste für seinen vorherigen Effort bezahlen und fiel sogleich zurück, aber auch Lopez konnte nicht mehr lange mithalten und letztlich wurde es auch Majka und Valverde zu viel. Mit dem deutlichen Ausbau seines Vorsprungs zufrieden, überließ Roglic Pogacar letztlich den Etappensieg und verzichtete damit auch auf die Chance von vier zusätzlichen Bonifikationssekunden. 27 Sekunden betrug am Ende der Rückstand von Valverde, Quintana und Majka, der von Lopez sogar 1:01 Minute. Nicht weit dahinter folgten auf den Plätzen acht und elf mit Gianluca Brambilla (Trek-Segafredo) und Ruben Guerreiro (Katusha Alpecin) zwei weitere ehemalige Ausreißer; Higuita wurde Fünfzehnter.

Bouchard fehlen nur wenige Punkte zum Bergtrikot
Von 1:52 Minute auf 2:25 Minuten ist der Rückstand Valverdes auf den Führenden Roglic angewachsen. Wenigstens behält der Spanier aber seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung, denn Lopez (+3:18) und Quintana (+3:33) wurden vom aufstrebenden Pogacar (+3:01) überholt. Der jüngste Fahrer des Vuelta-Pelotons ist somit auch neuer Führender der Nachwuchswertung, in welcher Lopez vor dem Ruhetag noch fast eineinhalb Minuten Vorsprung aufgewiesen hatte. Weitere Verschiebungen gab es in der Gesamtwertung durch das Zurückfallen von Carl Fredrik Hagen (Lotto Soudal) von Rang acht auf sechs, wovon Majka und Nicolas Edet (Cofidis) profitierten; außerdem verdrängte Wilco Kelderman (Sunweb) Dylan Teuns (Bahrain Merida) von Rang neun. Teuns‘ österreichischem Teamkollegen Hermann Pernsteiner fehlen lediglich noch fünf Sekunden zum Vorstoßen in die Top10. Das Bergtrikot bleibt weiterhin bei Madrazo, auch wenn er heute keinen einzigen weiteren Punkt sammeln konnte. Geoffrey Bouchard (AG2R La Mondiale) hat sich ihm allerdings bis auf zwei Punkte angenähert und auch Pogacar hat nur noch sieben Zähler Rückstand.

-> Zum Resultat

Bevor zwei weitere Bergankünfte auf dem Programm stehen, könnten auf der 14. Etappe erst einmal die Sprinter zum Zuge kommen, für die es seit den Etappen 3 und 4 nichts mehr zu holen gab.

Video der Zielankunft





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