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Cavagna sorgt für den nächsten Sieg von Deceuninck-Quick Step auf einer ereignisreichen Vuelta-Flachetappe
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13.09.2019

Cavagna sorgt für den nächsten Sieg von Deceuninck-Quick Step auf einer ereignisreichen Vuelta-Flachetappe

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Toledo, 13.09.2019 – Es war zwar eine der einfacheren Strecken, doch am drittletzten Tag der Vuelta a España geriet der Träger des Roten Trikots gleich zweimal in brenzlige Situationen. Primoz Roglic war erst in einen Massensturz involviert und wurde später auch noch von einer Windkante auf dem falschen Fuß erwischt. Am Ende kam der Slowene aber zeitgleich mit allen seinen Konkurrenten ins Ziel – wenige Sekunden hinter Rémi Cavagna. Der Franzose sorgte als Ausreißer für den vierten Etappensieg seiner Mannschaft Deceuninck-Quick Step, die nur zwei Tage zuvor durch Philippe Gilbert letztmals erfolgreich gewesen war.


Das Profil der 19. Etappe der Vuelta a España

25-km-Solo von Cavagna
Nur vier Kilometer vergingen ab dem Start der 19. Etappe der Spanien-Rundfahrt, bis sich ungewohnt früh eine Ausreißergruppe gebildet hatte, die ihren Vorsprung im Verlauf der ersten Rennstunde noch auf dreieinhalb Minuten ausbaute. Der Abstand zum Feld schmolz dann aber auch relativ schnell wieder und pendelte sich bei ein bis zwei Minuten ein. Die Aussichten für die Flucht waren nicht rosig, auch weil das Hauptfeld in einige sehr hektische Situationen geriet – doch dazu mehr im nächsten Abschnitt. 25 Kilometer vor dem Ziel, bei einem Vorsprung von noch 1:20 Minute, attackierte Rémi Cavagna (Deceuninck-Quick Step) aus der Spitzengruppe und nahm seinen vormaligen Begleitern zügig zwanzig, dreißig Sekunden ab. Nikias Arndt (Sunweb) nahm zwar sechs Kilometer vor Schluss gemeinsam mit Lawson Craddock (Education First) die Verfolgung auf und Bruno Armirail (Groupama-FDJ) stieß noch zu ihnen hinzu, doch dem Solisten kamen sie trotzdem nicht näher. Knapp zwei Kilometer vor Schluss wurde das Trio eingeholt, während Cavagna, der in diesem Jahr schon als Solist eine ToC-Etappe gewonnen hatte, an der Flamme Rouge noch immer fast eine halbe Minute vor dem Feld lag.

Massensturz und Windkante
Wie auf der wahnsinnigen Etappe zwei Tage zuvor war die Gefahr von Windkanten ein ständiger Begleiter des Pelotons, das seinen ersten kritischen Moment aber in Folge eines Massensturzes erlebte, welcher für Tony Martin (Jumbo-Visma) und Marco Marcato (UAE Emirates) das Vuelta-Aus bedeutete. Knapp 70 Kilometer vor dem Ziel gehörten unter anderem auch der Gesamtführende Primoz Roglic (Jumbo-Visma) und der Gesamtvierte Miguel Angel Lopez (Astana) zu den Betroffenen und wiesen, nachdem sie wieder auf ihren Rädern saßen, eine Minute Rückstand zu einem kleinen Hauptfeld auf, in welchem Movistar ein doch recht ordentliches Tempo anschlug, das jedenfalls nicht als „Warten“ bezeichnet werden konnte. Nach einer Weile ließ die Mannschaft des Gesamtzweiten Alejandro Valverde und des Gesamtdritten Nairo Quintan aber doch wieder locker und die Konkurrenten aufschließen. Ruhe kehrte jedoch nur kurz ein, weil es 36 Kilometer vor dem Ende dann doch noch zu einer Windkante kam, die ausgerechnet Leader Roglic im falschen Moment erwischte. Allerdings hatte er Glück, dass die entstandenen Lücken nicht sehr groß wurden, so dass es keine zehn Kilometer später einen erneuten Zusammenschluss gab.

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Bennett wieder knapp geschlagen
Trotz Massensturz und Windkante finishten letztlich zumindest die Top8 der Gesamtwertung alle gemeinsam in der gleichen Zeit. Das Feld um sie herum war allerdings insgesamt nur noch 35 Fahrer groß. So mangelte es auch an Helfern für die wenigen verbliebenen sprintstarken Fahrer, was wiederum Cavagna in die Karten spielte. So wurden nur zehn von insgesamt elf Ausreißern eingeholt – die früh zurückgefallenen Shane Archbold (Bora-Hansgrohe) und Domen Novak (Bahrain Merida) sowie Silvan Dillier (AG2R La Mondiale), Tsgabu Grmay (Mitchelton Scott), Ben O’Connor (Dimension Data), David de la Cruz (Ineos), Peter Stetina (Trek-Segafredo) und das Trio Arndt, Craddock, Armirail. Cavagna blieben am Ende des auf Kopfsteinpflaster ansteigenden letzten halben Kilometers noch fünf Sekunden Vorsprung übrig, so dass Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) als stärkstem Sprinter wie zwei Tage zuvor hinter Philippe Gilbert nur Platz zwei blieb. Der Ire ist jetzt wieder Zweiter der Punktewertung, womit er auf der nächsten Etappe stellvertretend für den noch 29 Punkte vor ihm liegenden Roglic das Grüne Trikot tragen darf. Cavagnas Teamkollegen Zdenek Stybar und Gilbert rundeten einen weiteren hervorragenden Deceuninck-Tag mit den Plätze drei und vier ab.

-> Zum Resultat

Die 20. Etappe ist die letzte Bergetappe dieser Vuelta und weist jeweils zwei Anstiege der Kategorien 1, 2 und 3 auf. Das Ziel befindet sich auf der Plataforma de Gredos (9,4 km à 3,8%).

Video der Zielankunft





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