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Bahn-EM: Drei französische Goldmedaillen am Samstagabend, zweimal Silber und einmal Bronze für Deutschland
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20.10.2019

Bahn-EM: Drei französische Goldmedaillen am Samstagabend, zweimal Silber und einmal Bronze für Deutschland

Info: BAHNRADSPORT-EUROPAMEISTERSCHAFT 2019 IN APELDOORN
Autor: Felix Griep (Werfel)



Apeldoorn, 19.10.2019 – Der Samstag bei der Bahnradsport-Europameisterschaft in Apeldoorn stand ganz im Zeichen der Franzosen, die durch Corentin Ermenault, Bryan Coquard und Mathilde Gros drei von fünf Entscheidungen des vorletzten EM-Abends gewinnen konnten. An der Spitze des Medaillenspiegels thronen dennoch unverändert die niederländischen Gastgeber, denen Harrie Lavreysen im Keirin schon den fünften Heim-Titel bescherte. Die deutsche Ausbeute wurde durch die Senkrechtstarterin Lea Sophie Friedrich und die Verfolger Domenic Weinstein und Felix Groß auf acht Medaillen ausgebaut.

Einzelverfolgung Männer: Ermenault steht einem deutschen Doppelsieg im Weg
Die erste Entscheidung fiel am Samstagabend in Apeldoorn in der Einzelverfolgung der Männer im Duell zweier früherer Titelträger. Der Franzose Corentin Ermenault – Sohn von Philippe Ermenault, der in den 90er Jahren als Verfolger mehrfacher Weltmeister und sogar Olympiasieger war – hatte die Qualifikation vor dem Deutschen Domenic Weinstein gewonnen und war mit seiner Zeit von 4:10,314 Minuten fast zwei Sekunden schneller gewesen. Im Finale startete Ermenault auch wieder deutlich besser und lag nach halber Distanz bereits zweieinhalb Sekunden vor seinem Gegner. Am Ende betrug die Differenz noch 1,56 Sekunden, so dass Ermenault souverän seinen Erfolg von 2016 wiederholen konnte und Vorjahressieger Weinstein wie bei der WM Anfang des Jahres mit Platz zwei (damals hinter Filippo Ganna) Vorlieb nehmen musste. Die Bronzemedaille ging diesmal ebenfalls nach Deutschland, weil Felix Groß im kleinen Finale eine halbe Sekunde schneller fuhr als der Schweizer Stefan Bissegger, der in der Qualifikation seinereits noch rund eine halbe Sekunde schneller gewesen war.

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Keirin Frauen: Dritte Medaille für Friedrich, Gros verteidigt Titel
Während die Medaillen von Weinstein und Groß die ersten für deutsche Männer bei dieser Europameisterschaft waren, sind die BDR-Frauen schon wesentlich erfolgreicher gewesen. Lea Sophie Friedrich hatte bereits Silber im Teamsprint und Bronze im Sprint geholt – und konnte nun im Keirin sogar noch eine dritte Medaillen einfahren. Nach einem klaren Sieg in der 1. Runde und einem knappen Weiterkommen als Drittplatzierte im Halbfinale musste sich die 19-Jährige im Lauf um die Medaillen lediglich der nur ein Jahr älteren Französin Mathilde Gros geschlagen geben, die bereits 2018 den EM-Titel errungen hatte. Bronze ging erneut an die Russin Daria Shmeleva, die am ersten EM-Tag mit Anastasiia Voinova im Teamsprint zu Gold gefahren war; Voinova belegte im Keirin-Finale nur den sechsten Platz. Sprint-Vizeeuropameisterin Olena Starikova aus der Ukraine und die Deutsche Emma Hinze hatten gänzlich auf einen Start in dieser Disziplin verzichtet.

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Keirin Männer: Lavreysen holt sein 2. Gold, das 5. für die Niederlande
Bei den Männern waren die Chancen auf eine deutsche Medaille schon vor dem Start des Finals dahin, weil Marc Jurczyk im Hoffnungslauf und Maximilian Levy im Halbfinale vorzeitig ausgeschieden waren. So riss die kurze Siegesserie mit EM-Erfolgen von Maximilian Levy 2017 in Berlin und Stefan Bötticher 2018 in Glasgow. Stattdessen schafften es gleich zwei Niederländer auf das Podium. Ganz zuoberst stand Harrie Lavreysen, der einen Tag nach der Sprint-Niederlage gegen seinen Landsmann Jeffrey Hoogland so doch noch einen zweiten Titel feiern konnte, nachdem beide zusammen ja schon im Teamsprint erfolgreich gewesen waren. Zweiter niederländischer Keirin-Starter war Weltmeister Matthijs Büchli, der es hinter dem Russen Denis Dmitriev immerhin auf den dritten Platz schaffte.

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Punkterennen Männer: Coquard schlägt Weltmeister Van Schip um 5 Punkte
Die französische Siegesserie umfasste am Samstag neben den Erfolgen von Ermenault in der Einzelverfolgung und Gros im Keirin auch das Punkterennen der Männer. Bryan Coquard, Silbermedaillengewinner im Ausscheidungsfahren, ließ mit 98 Punkten den Niederländer Jan van Schip (93), den Italiener Michele Scartezzini (88) und den Griechen Christos Volikakis (85) hinter sich. Coquard und der Drittplatzierte Scartezzini hatten im Verlauf des 160 Runden langen Rennens jeweils vier Rundengewinne erzielt und damit einen mehr als der amtierende Weltmeister Van Schip und Volikakis, die diesen Nachteil trotz größeren Ertrags an den Sprintwertungen nicht ausgleichen konnten.

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Punkterennen Frauen: Späte Offensive sichert Confalonieris Titelverteidigung
Im Gegensatz zu den Männern waren bei den Frauen für den Ausgang des Punkterennens letztlich einzig die Sprintwertungen ausschlaggebend, weil die Top8 allesamt genau einen Rundengewinn herausgefahren hatte und niemand ein zweites Mal 20 Bonuspunkte einheimsen konnte. Anfangs sammelten Tatsiana Sharakova und Ganna Solovei die meisten Punkte, doch in zum Schluss hin drehte die Vorjahressiegerin Maria Giulia Confalonieri auf. Die Italienerin übernahm mit Siegen an der siebten, achten und neunten Wertung die Fèhrung und verteidigte am zehnten und letzten Sprint als Zweitplatzierte hinter Sharakova einen Vorsprung von zwei Punkten auf die Weißrussin. Solovei wurde mit acht Punkten Rückstand Dritte.

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