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Bahn-EM: Voinova ist mit dreimal Gold die Königin von Apeldoorn, Dänemark gewinnt beide Madison-Rennen
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20.10.2019

Bahn-EM: Voinova ist mit dreimal Gold die Königin von Apeldoorn, Dänemark gewinnt beide Madison-Rennen

Info: BAHNRADSPORT-EUROPAMEISTERSCHAFT 2019 IN APELDOORN
Autor: Felix Griep (Werfel)



Apeldoorn, 20.10.2019 – Am letzten Tag der Bahnradsport-Europameisterschaft in Apeldoorn ist Dànemark ein Novum gelungen: Durch die erfolgreiche Titelverteidigung des Paares Amalie Dideriksen/Julie Leth und den folgenden Sieg von Lasse Norman Hansen/Michael Mørkøv stellt erstmals überhaupt bei Europa- oder Weltmeisterschaften ein Land die Champions in beiden Madison-Rennen. Etwas Besonderes gelang auch der Russin Anastasiia Voinova, die am Sonntag noch ihre dritte Goldmedaille holte, während im Medaillenspiegel am Ende die Niederlande und Frankreich mit jeweils fünf Titeln ganz oben stehen.

500 Meter Zeitfahren: Voinova holt vor Teamsprint-Partnerin Shmeleva Gold
Nach Siegen im Teamsprint und Sprint hatte Anastasiia Voinova am Samstag im Keirin nur den sechsten Platz erreicht – doch der 26-jährigen Russin blieb noch eine weitere Chance auf eine dritte Goldmedaille wie 2014 auf Guadeloupe: Das 500 Meter Zeitfahren, das ihr in der Vergangenheit bereits zwei EM-Titel (2014, 2015) und auch zwei WM-Titel (2015, 2016) gebracht hatte. In der Qualifikation sicherte sich Voinova ein bzw. zwei Zehntel vor Olena Starikova und Daria Shmeleva bereits den ersten Platz und konnte die beiden härtesten Gegnerinnen auch im Final-Durchgang hinter sich lassen. Dort sorgte Shmeleva, die Europameisterin vom Vorjahr, mit 0,052 Sekunden Rückstand gar noch für einen russischen Doppelsieg, während Starikova mit gut drei Zehnteln Rückstand auf Rang drei zurückfiel. Für Deutschland hatte sich Lea Sophie Friedrich auf Quali-Platz fünf ihre Teilnahme am Finale der Top8 gesichert, wo sie es dann sogar noch auf Rang vier schaffte. Zu einer vierten Medaille nach Teamsprint- und Keirin-Silber sowie Sprint-Bronze fehten letztlich aber noch gut sieben Zehntelsekunden.

-> Zum Resultat 500 Meter Zeitfahren Frauen

1000 Meter Zeitfahren: Weltmeister Lafargue zum zweiten Mal Europameister
Im Zeitfahren der Männer veredeltete Quentin Lafargue sein Jahr 2019, das ihm bereits seinen ersten WM-Titel eingebracht hatte, mit seinem zweiten EM-Sieg nach Saint-Quentin-en-Yvelines 2016. Der Franzose dämpfte die Vorfreude der heimischen Niederländer, deren Starter Sam Ligtlee und Theo Bos in der Qualifikation knapp hinter ihm die Plätze zwei und drei belegten. Auch im Finale behauptete sich Lafargue an der Spitze und hatte am Ende 0,12 Sekunden Vorsprung gegenüber Bos, der sich noch auf den Silberplatz verbesserte, während Ligtlee auf Position vier abrutschte. Statt zwei Medaillen für die Niederlande gab es zweimal Edelmetall für Frankreich, denn Michaël D'Almeida sprang nach nur Platz sieben in der Qualifikation noch auf Rang drei hinauf. Für den Deutschen Marc Jurczyk blieb nach Quali-Platz vier im Finale Platz fünf.

-> Zum Resultat 1000 Meter Zeitfahren Männer

Madison Frauen: Dänemark verteidigt Titel um 2 Puhnkte gegen Großbritannien
Mit dem EM-Titel 2018 und dem dritten Platz bei der WM 2019 haben sich Amalie Dideriksen und Julie Leth als eines der aktuell stärksten Madison-Paare bei den Frauen etabliert und zeigten auf dem Weg zur Titelverteidigung bei der Europameisterschaft Geduld und Stärke in den richtigen Momenten. Die Anfangsphase gehörte zunächst den Britinnen Katie Archibald/Laura Kenny, die sich mit dem Gewinn der ersten beiden Wertungen einen kleinen Vorsprung verschafften. Danach drehte das niederländische Gespann Amy Pieters/Kirsten Wild auf, das bis zur Mitte des 120 Runden langen Rennens die alleinige Führung übernahm. Gerade zu diesem Zeitpunkt kamen aber auch die Däninnen in Schwung: Dideriksen/Leth gewann die Wertungen Nummer sechs, sieben und neun und standen in Windeseile fünf bzw. sechs Punkte vor Pieters/Wild und Archibald/Kenny. Mit dem Gewinn von Wertung zehn rückte Großbritannien wieder auf einen Punkt heran, ehe Dänemark an Wertung elf erneut auf sechs Zähler davonzog. So reichte Dideriksen/Leth im zwölften und letzten Sprint Platz zwei hinter Archibald/Kenny, um mit 33 zu 31 Punkten die Oberhand zu behalten. Pieters/Wild, die in der Schlussphase wieder etwas nachließen, belegen am Ende mit 23 Punkte Rang drei.

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Madison Männer: Hansen/Mørkøv unangefochten, Rundengewinn bringt Deutschland Bronze
Im Madison der Frauen hatte es keinen einzigen Rundengewinn gegeben – und bei den Männern gelang ein solcher nur Maximilian Beyer und Theo Reinhardt. Die 20 Bonuspunkte brachten den in den Sprints weniger starken Deutschen eine frühe Führung mit einem Vorsprung, von dem sie noch lange zehrten. Erst an der 15. von insgesamt 20 Wertungen konnten die Dänen Lasse Norman Hansen/Michael Mørkøv gleichziehen und verschafften sich mit einem starken Lauf – 23 von 25 möglichen Punkten von Wertung 14 bis 18 – schnell einen komfortablen Vorsprung, der ihren Sieg bereits vor der Schlusswertung festehen ließ und am Ende des Rennens stolze 15 Punkte betrug. Besagte Schlusswertung wurde durch Yoeri Havik/Jan van Schip gewonnen, die sich im letzten Moment von Rang vier auf zwei verbessern konnten. Beyer/Reinhardt blieb am Ende punktgleich hinter den Niederländern und noch drei Zähler vor den Franzosen Morgan Kneisky/Albert Torres Bronze.

-> Zum Resultat Madison Frauen

Medaillenspiegel: Niederlande und Frankreich mit jeweils 5x Gold
Für Deutschland stehen somit am Ende der Europameisterschaft insgesamt neun Medaillen zu Buche: eine goldene durch Franziska Brauße in der Einzelverfolgung sowie fünf silberene und drei bronzene. Damit liegt der BDR deutlich hinter der Bilanz von Glasgow 2018 (3/4/4) und Berlin 2017 (5/4/3), woran das Fehlen von früheren Medaillengaranten wie Kristina Vogel, Miriam Welte oder Stefan Bötticher sicherlich einen Anteil hatte. Größter Lichtblick war die 19-jährige Lea Sophie Friedrich, die drei Medaillen mit nach Hause nimmt. An der Spitze des Medaillenspiegels thronen mit 13 Podien (5/4/4) die Niederlande. Herausragende Akteure bei den Gastgebern waren Jeffrey Hoogland (Teamsprint, Sprint) und Harrie Lavreysen (Teamsprint, Keirin) sowie Kirsten Wild (Ausscheidungsfahren, Omnium) mit jeweils zwei Goldmedaillen. Dagegen verteilen sich die ebenfalls fünf Goldmedaillen Frankreichs (5/1/2) tatsächlich auf fünf völlig verschiedene Akteure. Drei Goldmedaillen konnte wie bereits erwähnt einzig die Russin Anstasiia Voinova (Teamsprint, Sprint, 500 Meter Zeitfahren) erringen.

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