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Bahn-Weltcup Glasgow: Hinze im Keirin nur von Marchant geschlagen, Lavreysen gewinnt Sprint gegen Hoogland
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10.11.2019

Bahn-Weltcup Glasgow: Hinze im Keirin nur von Marchant geschlagen, Lavreysen gewinnt Sprint gegen Hoogland

Info: Bahnradsport: WELTCUP GLASGOW 2019/20
Autor: Felix Griep (Werfel)



Glasgow, 09.11.2019 – Auch die dritte deutsche Medaille beim Bahnradsport-Weltcup in Glasgow ging am Samstagabend wieder auf das Konto der Frauen. Emma Hinze wurde Zweite im Keirin, verpasste die Wiederholung ihres Sieges von Minsk um gerade einmal 0,002 Sekunden. Stattdessen jubelte die Britin Katy Marchant über einen Heimerfolg. Die niederländischen Fans durften sich einmal mehr an ihren Sprintern und Kirsten Wild berauschen, während im Madison die Franzosen den Sieg davontrugen.


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Bei der Europameisterschaft war Emma Hinze im Teamsprint mit Lea Sophie Friedrich zu Silber gefahren, doch im Weltcup startet sie nur als Einzekämpferin. Im Keirin der Frauen gelang ihr das wieder hervorragend, mit einem Sieg in der 1. Runde und Platz zwei in der 2. Runde zog sie souverän ins Finale ein, wo es zu einem wahren Fotofinish mit der Britin Katy Marchant kam. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin im Sprint bei den letzten Olympischen Spielen setzte sich um den Hauch von zwei Tausendstelsekunden gegen Hinze durch. Die amtierende Europameisterin Mathilde Gros aus Frankreich, Zweite in Minsk, wurde diesmal Dritte. Die zweite deutsche Starterin Friedrich, immerhin Keirin-Vize-Europameisterin, verpasste wie in Minsk den Einzug ins Finale und wurde letztlich Neunte.

Für das zweite britische Podiumsergebnis am Samstag sorgten Ethan Hayter und Oliver Wood im Madison der Männer – allerdings fehlten ihnen zum Sieg zehn Punkte gegenüber den Franzosen Benjamin Thomas/Donavan Grondin. Hayter/Wood lieferten sich an der finalen Sprintwertung noch ein packendes Duell mit Sam Welsford/Leigh Howard; obwohl die Australier sich dabei knapp durchsetzen konnten, reichte den Briten der Platz zwei, um sich zwei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenten zu bewahren. Im Mittelteil des 50 Kilometer langen Rennens hatte es zahlreiche Rundengewinne gegeben. Jeweils dreimal schlugen neben Franzosen, Briten und Australiern auch die Belgier Kenny De Ketele/Robbe Ghys zu, die am Ende dann auch Vierte wurden. Für Deutschland feierte Roger Kluge sein Saisondebüt, doch das mit ihm und Theo Reinhardt wiedervereinigte Weltmeister-Gespann kam mit nur einem einzigen Rundengewinn nicht über Platz sieben hinaus.

Der Samstag wurde in Glasgow vor allem auch durch den Sprint der Männer geprägt. Nach ihrem Dreifachsieg in Minsk belegten die Niederländer Harrie Lavreysen, Jeffrey Hoogland und Matthijs Büchli in der Qualifikation die Plätze eins, drei und zehn. Während Büchli überraschend früh bereits im Achtelfinale aussschied, stürmten seine beiden Landsleute unaufhaltsam ins Finale vor. Nachdem bei der Europameisterschaft noch Hoogland im Final-Duell die Oberhand behalten und Lavreysen in Minsk einen Drei-Lauf-Krimi für sich entschieden hatte, siegte Lavreysen diesmal glatt in zwei Durchgängen. Für die Überraschung des Tages sorgte der Japaner Tomohiro Fukaya, der dem Polen Mateusz Rudyk Rang drei wegschnappte. Aus deutscher Sicht gibt es keine großen Erfolge zu vermelden: Maximilian Levy (Quali-8.) und Maximilian Dörnbach (Quali-26.) schieden sofort im Sechzehntelfinale aus, Stefan Bötticher (Quali-5.) nur eine Runde später.

Zum Doppelsieg der Sprinter kam für die Niederlande im Omnium der Frauen noch eine weitere Medaille hinzu – dank Kirsten Wild natürlich eine goldene. Nachdem sie in Minsk gerade einmal Siebte geworden war, dominierte die Welt- und Europameisterin in Glasgow wieder wie gewohnt. Nach Platz drei im Scratch, Platz fünf in den Temporunden und einem Sieg im Ausscheidungsfahren ging Wild als Führende ins Punkterennen, wo überraschenderweise Olga Zabelinskaya ihre härteste Gegnerin wurde. Die Russin hatte eigentlich niemand mehr auf der Rechnung gehabt, doch mit zwei Rundengewinnen katapultierte sie sich von Rang neun auf zwei und lag zwischenzeitlich gerade einmal drei Zähler hinter Wild. Am Ende weist Zabelinskaya sechs Punkte Rückstand gegenüber Wild auf, und nur vier bis sechs Punkte Vorsprung gegenüber vier weiteren Fahrerinnen, die wie die Siegerin keinen einzigen Rundengewinn verbuchten. Die Australierin Annette Edmondson sicherte sich im Endspurt knapp den dritten Platz.

Am Scratch der Frauen nahm die in Minsk siegreiche Wild diesmal nicht teil, weil sie sich ganz auf das Omnium konzentrieren wollte; in Weißrussland hatten diese Disziplinen noch an unterschiedlichen Tagen stattgefunden. Der Sieg ging stattdessen an die Polin Karolina Karasiewicz vor den beiden Russinnen Anastasia Chulkova udn Diana Klimova. Ein starkes Rennen fuhr auch die Schweizerin Lena Mettraux, die sich am Ende mit einem guten fünften Platz belohnen konnte.

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