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Bahn-Weltcup Hongkong: Nach 15 Jahren wieder ein Sieg für den deutschen Vierer – auch Teamsprinterinnen erfolgreich
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29.11.2019

Bahn-Weltcup Hongkong: Nach 15 Jahren wieder ein Sieg für den deutschen Vierer – auch Teamsprinterinnen erfolgreich

Info: Bahnradsport: WELTCUP HONGKONG 2019/20
Autor: Felix Griep (Werfel)



Hongkong, 29.11.2019 – Am Freitag haben Felix Groß, Theo Reinhardt, Leon Rohde und Domenic Weinstein in Hongkong ein kleines Stück deutsche Radsportgeschichte geschrieben und einer lange Durststrecke ein Ende gesetzt: Nach eineinhalb Jahrzehnten konnte der deutsche Vierer endlich wieder einen Weltcup-Sieg feiern, was zuletzt Robert Bartko, Robert Bengsch, Henning Bommel und Leif Lampater im Dezember 2004 in Los Angeles gelungen war. Dank eines weiteren Sieges der Teamsprinterinnen und dem zweiten Platz der Teamsprinter steht Deutschland nach dem ersten der drei Entscheidungstage an der Spitze des Medaillenspiegels.


Berichte vom Weltcup in Hongkong: Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag


Mit dem Gewinn der Qualifikation am Donnerstag hatten Felix Groß, Theo Reinhardt, Leon Rohde und Domenic Weinstein sich zu den Favoriten in der Mannschaftsverfolgung der Männer aufgeschwungen und konnte diese Leistung einen Tag später nicht nur übertreffen, sondern sogar noch toppen. In der 1. Runde gegen chancenlose Italiener verbesserte sich der BDR-Vierer im Vergleich zur Quali um ganze drei Sekunden und markierte in 3:51,298 Minuten einen deutlichen neuen Landesrekord – die alte Bestmarke von 3:52,685 hatten Groß, Reinhardt und Weinstein zusammen mit Nils Schomber vor genau vier Wochen in Minsk aufgestellt. Im Finale lag dann Neuseeland lange Zeit knapp in Führung, doch auf den letzten 500 Metern drehten die Deutschen auf und holten sich den ersehnten Sieg in 3:51,984 mit fast sieben Zehnteln Vorsprung. Die Schweizer Théry Schir, Valère Thiébaud, Cyrille Thièry und Alex Vogel entschieden nach Quali-Platz fünf ihr Duell mit dem ohne seine Topstars angetretenen Dänemark überlegen für sich und erkämpften sich anschließend in einem deutlich engeren Zweikampf gegen Italien den dritten Platz.

Während der BDR bei den Männer sein bestes Aufgebot nach Hongkong geschickt hat, trat er in der Mannschaftsverfolgung der Frauen mit weitaus weniger prominenter Besetzung an, die sich aber dennoch achtlich schlug. Laura Süßemilch und Lea Lin Teutenberg sowie Katharina Hechler und Lena Charlotte Reißner, die jeweils ihr Weltcup-Debüt gaben, schafften es nach Platz fünf in der Qualifikation doch noch ins kleine Finale und verpassten den Sprung auf Platz drei gegen Südkorea dann lediglich um 0,358 Sekunden. Der Sieg ging im Finale an das bei den Männern unterlegene Neuseeland. Michaela Drummond, Emily Shearman, Nicole Shields und Ally Wollaston konnten die in der 1. Runde fast drei Sekunden schnelleren Belgierinnen wie zuvor in der Quali wieder klar hinter sich lassen.

Dass Neuseeland mit je einem Sieg und zweiten Platz nicht an der Spitze des Medaillenspiegels steht, ist Pauline Grabosch und Emma Hinze zu verdanken, die im Teamsprint der Frauen gegen starke chinesische Konkurrenz einen zweiten Sieg für Deutschland einfuhren. Im Finale ließen sie Junhong Lin und die frühere Teamsprint-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Tianshi Zhong um 0,22 Sekunden hinter sich. Zhong hatte in der Qualifikation mit Feifei Chen noch knapp die Bestzeit abgeliefert, bevor in der Zwischenrunde Grabosch/Hinze zum ersten Mal die Schnellsten waren. Platz drei ging an ein anderes chinesisches Paar, Linyin Zhang und Wei Zhuang.

Den Weg ins Finale fanden auch Timo Bichler, Stefan Bötticher und Eric Engler im Teamsprint der Männer, die nach Platz vier in der Qualifikation im ersten K.o.-Duell hauchdünn um 17 Tausendstel gegen Polen die Oberhand behielten. Dass dann im Rennen um Platz eins die Welt- und Europameister Jeffrey Hoogland, Harrie Lavreysen und Roy van den Berg nicht zu bezwingen waren, ist sicherlich keine Schande. Die Niederländer hatten auch schon die Weltcups in Minsk und Glasgow gewonnen, als anstelle Van den Bergs jeweils Nils van 't Hoenderdaal zum Team gehört hatte. Für Deutschland war noch das Team Erdgas.2012 mit Maximilian Dörnbach, Maximilian Levy und Nik Schröter am Start, die in der Quali auf Platz acht und in der 1. Runde die siebtschnellste Zeit fuhren.

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