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Bahn-Weltcup Hongkong: Hinze muss sich erneut nur Lee geschlagen geben – Medaillen auch für Schweiz und Österreich
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30.11.2019

Bahn-Weltcup Hongkong: Hinze muss sich erneut nur Lee geschlagen geben – Medaillen auch für Schweiz und Österreich

Info: Bahnradsport: WELTCUP HONGKONG 2019/20
Autor: Felix Griep (Werfel)



Hongkong, 30.11.2019 – Sprint-Weltmeisterin Wai Sze Lee ist weiterhin unschlagbar und hat in ihrer Heimat Hongkong am Samstag den saisonübergreifend fünften Weltcup-Sieg in Serie gefeiert. Zum immerhin auch schon dritten Mal in Folge stand dabei die Deutsche Emma Hinze neben ihr auf dem Podium, die wie in Glasgow Zweite wurde. Genau diesen Platz erreichte ihr Landsmann Roger Kluge im Omnium, direkt vor dem Schweizer Théry Schir. Und auch Österreich war dank Verena Eberhardt bei einer Siegerehrung vertreten.


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Vor heimischer Kulisse gab sich Wai Sze Lee im Sprint der Frauen selbstverständlich keine Blöße und setzte ihre beeindruckende Erfolgsserie fort. Auf dem Weg vom Qualifkationssieg bis zum Finale besiegte sie unter anderem ihre Landsfrau Hoi Yan Jessica und die Chinesin Tianshi Zhong. Zum Abschluss traf die 32-jährige auf Emma Hinze und setzte sich gegen die zehn Jahre jüngere Deutsche wie bereits im Halbfinale von Minsk und im Finale von Glasgow in zwei Läufen durch. Hinze hatte im Halbfinale die Kanadierin Kelsey Mitchell geschlagen, die wiederum das Duell um Platz drei gegen die Ukrainerin Olena Starikova für sich entscheiden konnte. Die zweite deusche Starterin Pauline Grabosch war in der Qualifikation einen Platz hinter Hinze Vierte geworden, unterlag dann aber gleich in ihrer ersten K.o.-Runde der Mexikanerin Luz Daniela Gaxiola.

Einen starken Auftritt im BDR-Trikot lieferte auch Roger Kluge ab, für den das Omnium der Männer mit einem ordentlichen siebten Platz im Scratch begann, bevor er im Temporennen dank eines späten Rundengewinns einen klaren sieg herausfuhr. Als Vierter des Ausscheidungsfahrens lag Kluge nach drei von vier Disziplinen nur zwei Punkte hinter dem führenden Neuseeländer Campbell Stewart, an dem im Punkterennen dann allerdings kein Vorbeikommen mehr war. Campbell fuhr vor allen Konkurrenten als Erster einen Rundengewinn heraus, war außerdem der Beste an den Sprintwertungen und gewann letztlich mit neun Zählern Vorsprung auf Kluge. Den dritten Platz schnappte sich der Schweizer Théry Schir, der nach Cambridge im Januar 2019 (Zweiter Scratch) und Cali 2015 (Zweiter Mannschaftsverfolgung) zum dritten Mal ein Weltcup-Podium erklomm. In den ersten drei Disziplinen hatte er die Plätze drei, elf und zwei erreicht und konnte im Finale den Briten Mark Stewart von Rang drei verdrängen.

Dass nicht nur Deutschland und die Schweiz am Samstag in Hongkong Grund zur Freude hatten, lag an Verena Eberhardt, die im Scratch der Frauen ihre erste Weltcup-Medaille überhaupt errang. Zwar war auch Eberhardt nur hilflose Zuschauerin, als die Norwegerin Anita Stenberg einen Rundengewinn herausfuhr und sich damit frühzeitig den Sieg sicherte, doch im Sprint des Feldes um den zweiten Platz ließ die ÖRV-Fahrerin sechs Tage vor ihrem 25. Geburtstag alle Gegnerinnen hinter sich. Für Österreich, das nur sehr wenige Bahnradsporler/innen auf Weltcup-Niveau zu bieten hat, war es nach Andreas Grafs drittem Platz im Punkterennen von Minsk schon das zweite Podiumsergebnis in der aktuellen Saison.

Auf ein weiteres Topergebnis hatte man aus deutscher Sicht im Keirin der Männer hoffen können, zumal Maximilian Levy drei Wochen zuvor mit seinem zweiten Platz in Glasgow bewiesen hatte, dass er in dieser Disziplin noch immer zu den Besten gehören kann. Seinen Lauf in der 1. Runde gewann der Weltmeister von 2009 noch souverän, schied dann aber in der 2. Runde gemeinsam mit seinem Landsmann Stefan Bötticher aus, der zuvor noch einen Hoffnungslauf hatte bestreiten müssen. Levy gewann dann immerhin das Rennen um Platz sieben, während es für Bötticher nur zu Rang zwölf reichte. Das Finale gewann der Neuseeläder Callum Saunders vor dem Briten Jason Kenny sowie den beiden Niederländern Matthijs Büchli und Harrie Lavreysen.

Saunders und Stewart bescherten Neuseeland am zweiten Entscheidungstag dieses Weltcups die Siege zwei und drei, womit die Ozeanier (3x Gold, 2x Silber) Deutschland (2x Gold, 3x Silber) von der Spitze des Medaillenspiegels verdrängt haben. Anteil an der Medaillenausbeute haben auch Nicole Shields und Jessie Hodges mit ihrem zweiten Platz im Madison der Frauen. Sie schoben sich im letzten Moment durch den Gewinn der finalen Sprintwertung noch an den Italienerinnen Vittoria Guazzini und Chiara Consonni vorbei. Nicht zu schlagen waren die Europameisterin Julie Leth und ihre Partnerin Trine Schmidt; das dänische Paar sammelte sieben Punkte mehr als Shields/Hodges und dreizehn mehr als Guazzini/Consonni.

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