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Adventskalender am 3. Dezember: Groenewegen jubelte zweimal mehr als Roglic, Ackermann und Bennett
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03.12.2019

Adventskalender am 3. Dezember: Groenewegen jubelte zweimal mehr als Roglic, Ackermann und Bennett

Autor: Felix Griep (Werfel)



  03.12.  
Am Ende des Jahres zählen in der abschließenden Saisonbilanz vor allem die Siege. 11 Fahrer aus 10 verschiedenen Nationen ist es 2019 gelungen, davon eine zweistellige Anzahl zu erreichen. Neben vielen großen Stars gehören auch zwei Fahrer aus Continental Teams zu diesem illustren Kreis. Wir fassen die Erfolge aller dieser Fahrer noch einmal zusammen.


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Der Mann des Jahres mit den meisten Saisonsiegen

Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma / 26 Jahre)

15 Siege! Dass Dylan Groenewegen einmal der erfolgreichste Fahrer der Saison werden könnte, hatte sich in den letzten Jahren durchaus schon abgezeichnet. 11 Siegen 2016 und 8 Siegen 2017 folgten sogar 14 Siege 2018, womit er damals schon Zweitbester hinter Elia Viviani war.

Groenewegens Saison hatte im Februar mit den Rundfahrten in Andalusien und der Algarve begonnen, bei denen er jeweils einmal erfolgreich war. Einem vierten Platz bei Kuurne-Bruxelles-Kuurne ließ er im März Siege auf den ersten beiden Etappen von Paris-Nizza folgen. Gut zwei Wochen später triumphierte der Niederländer bei Driedaagse Brugge-De Panne und verabschiedet sich in eine eineinhalbmonatige Rennpause, aus welcher er fulminant zurückkehrte: nämlich mit einer Siegesserie auf den ersten drei Etappen der 4 Jours de Dunkerque. Im Mai verlief Groenewegens TDF-Generalprobe bei der ZLM Tour ebenfalls sehr gut und bescherte ihm zwei weitere Siege.

Die Frankreich-Rundfahrt begann für Groenewegen mit einem Sturz am ersten Tag und dem Sieg im Mannschaftszeitfahren am zweiten Tag. Dieser Erfolg taucht in seiner persönlichen Statistik gar nicht auf, er konnte sie aber wenige Tage später mit dem Gewinn der 7. Etappe erweitern. In den folgenden zwei Wochen kam er über zwei zweite Plätze, u.a. auf den Champs-Élysées, und einen dritten nicht mehr hinaus. Nach der TDF ging Groenewegen bei der BinckBank Tour leer aus, räumte danach aber bei der Tour of Britain gleich drei Etappen ab. Seinen letzten Saisoneinsatz bestritt er Mitte Oktober in seinem Heimatland beim Tacx Pro Classic, wo er keinen Geringeren als seinen „Vorgänger“ Viviani auf Platz zwei verwies.

Übersicht aller Groenewegen-Siege im Jahr 2019

Datum   Rennen                                 Zweiter     
10.02.  5. Etappe Volta Valenciana (2.1)       Kristoff    
23.02.  4. Etappe Volta ao Algarve (2.HC)      Démare      
10.03.  1. Etappe Paris - Nice (2.UWT)         Ewan        
11.03.  2. Etappe Paris - Nice (2.UWT)         Garcia      
27.03.  Driedaagse Brugge-De Panne (1.UWT)     Gaviria     
14.05.  1. Etappe 4 Jours de Dunkerque (2.HC)  Sarreau     
15.05.  2. Etappe 4 Jours de Dunkerque (2.HC)  Dupont      
16.05.  3. Etappe 4 Jours de Dunkerque (2.HC)  Sarreau     
20.06.  1. Etappe ZLM Tour (2.1)               Liepins     
21.06.  2. Etappe ZLM Tour (2.1)               Ewan        
12.07.  7. Etappe Tour de France (2.UWT)       Ewan        
07.09.  1. Etappe Tour of Britain (2.HC)       Cimolai     
09.09.  3. Etappe Tour of Britain (2.HC)       Van der Poel
11.09.  5. Etappe Tour of Britain (2.HC)       Walls       
12.10.  Tacx Pro Classic (1.1)                 Viviani     


10 weitere Fahrer mit mindestens 10 Siegen

Primoz Roglic (Jumbo-Visma / 30 Jahre)

13 Siege! Auch Groenewegens Teamkollege Primoz Roglic erlebte ein starkes Jahr, das bisher zweifellos beste seiner Karriere. Vier von fünf Rundfahrten, an denen der Slowene teilnahm, konnte er gewinnen. Zuerst die UAE Tour inklusive Bergankunft, dann Tirreno-Adriatico in einem packenden Zeitfahrfinale eine Sekunde vor Adam Yates und die Tour de Romandie, bei der ihm sogar drei Etappensiege gelangen. Beim Giro d'Italia landete Roglic nach zwei Zeitfahrerfolgen dann zwar „nur“ auf dem dritten Gesamtrang, holte sich aber später bei der Vuelta a España, wo er auch wieder ein Zeitfahren gewann, den ersehnten ersten Grand-Tour-Titel, bevor er bei den italienischen Eintagesrennen Giro dell'Emilia und Tre Valli Varesine die Saison mit zwei weiteren Erfolgen ausklingen ließ.

Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe / 25 Jahre)

13 Siege! Zum zweiten Mal in Folge beendete Pascal Ackermann die Saison als erfolgreichster Deutscher und verbesserte seine Ausbeute im Vergleich zu 2018 noch einmal um vier Siege. Im Frühjahr gewann er die Eintagesrennen Clasica de Almeria und Bredene Koksijde Classic, ehe er im Mai mit Eschborn-Frankfurt und zwei Etappen des Giro d'Italia, seiner ersten Grand Tour, die größten Erfolge des Jahres einfuhr. Bei Tour de Slovénie, Tour de Pologne und auch der Deutschland Tour trug Ackermann das Leadertrikot, nachdem er jeweils die 1. Etappe für sich entschieden hatte; in Polen gelang ihm sogar noch ein weiterer Etappensieg. Die Schlussphase der Saison brachte ihm dann noch Siege bei GP de Fourmies, Gooikse Pijl und zwei Etappenerfolge bei der Tour of Guangxi.

Sam Bennett (Bora-Hansgrohe / 29 Jahre)

13 Siege! Wie Jumbo-Visma hatte auch Bora-Hansgrohe neben Ackermann noch einen zweiten überaus erfolgreichen Fahrer in seinen Reihen. Sam Bennett, der im Juni erstmals irischer Meister wurde, gewann mit Ausnahme der Tour de Romandie, bei der er frühzeitig ausgeschieden war, bei jeder Rundfahrt, zu welcher er antrat, mindestens eine Etappe. Dazu gehörte neben Vuelta a San Juan (1 Sieg), UAE Tour (1), Paris-Nizza (2), Tour of Turkey (2), Dauphiné (1) und BinckBank Tour (3) auch die Vuelta a España. Bei seiner einzigen Grand Tour konnte Bennett neben vier zweiten Plätzen auch zwei Siege einfahren.

Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step / 27 Jahre)

12 Siege! Julian Alaphilippes Saison begann in Südamerika mit zwei Etappensiegen bei der Vuelta a San Juan und einem weiteren bei der Tour Colombia. Zurück in Europa, präsentierte er sich das ganze Frühjahr über in einer Wahnsinnsform. Der Franzose triumphierte bei Strade Bianche und Mailand-Sanremo und gewann zwischen diesen beiden Rennen auch noch zwei Etappen von Tirreno-Adriatico. Anschließend gewann er ein Teilstück der Baskenland-Rundfahrt und feierte bei Flèche Wallonne einen weiteren Klassikererfolg. Im Sommer folgten starke Auftritte in seiner Heimat, wo Alaphilippe noch ein Etappensieg bei der Dauphiné und sogar zwei bei der Tour de France gelangen, die er nach 14 Tagen im Gelben Trikot auf dem nicht für möglich gehaltenen fünften Gesamtrang beenden konnte.

Onur Balkan (Salcano-Sakarya-BB / 23 Jahre)

12 Siege! Onur Balkan ist der erste weniger bekannte Fahrer auf dieser Liste. Der Türke war auf Continental-Ebene der erfolgreichste Fahrer in seiner Heimat. Er gewann die Rundfahrten Tour of Black Sea und Tour of Kayseri und kam bei diesen beiden sowie Tour of Mesopotamia und Tour of Central Anatolia zu insgesamt fünf Etappensiegen. Überdies konnte er die Einragesrennen Grand Prix Justiniano Hotels, Bursa Orhangazi Race, Grand Prix Velo Erciyes und Fatih Sultan Mehmet Edirne Race für sich entscheiden. Einmal war er auch außerhalb der Türkei erfolgreich, als er das ukrainische Eintagesrennen Tour de Ribas gewann. Ausgerechnet die Landesmeistertitel blieben Balkan allerdings verwehrt; im Zeitfahren und Straßenrennen wurde er jeweils Zweiter hinter seinem Teamkollegen Ahmet Örken.

Orluis Aular (Matrix Powertag / 23 Jahre)

12 Siege! Neben Balkan ist Orluis Aular der einzige Fahrer eines Continental Teams, der 2019 auf eine zweistellige Anzahl Siege kommt. Die Hälfte seiner zwölf Erfolge errang der nationale Zeitfahrmeister im Juli bei seiner Heimatrundfahrt Vuelta a Venezuela, bei der er fünf der acht Etappen und die Gesamtwertung gewinnen konnte. Weitere Etappensiege sammelte er bei Vuelta al Tachira (1), Vuelta a Miranda (2) und in Japan bei der Tour de Kumano (1), wo ihm ebenfalls der Gesamtsieg gelang. Darüber hinaus bringt es Aular auf elf zweite Plätze – mehr hat in dieser Saison nur Alejandro Valverde vorzuweisen (13), für den jedoch deutlich weniger Siege zu Buche stehen (5).

Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step / 30 Jahre)

11 Siege! 2018 war Elia Viviani mit insgesamt 18 Saisonsiegen der erfolgreichste Fahrer gewesen, hatte allein bei den Grand Tours sieben Sprinterfolge gefeiert. An diese Bilanz kam der Italiener 2019 nicht annähernd heran, es gelang ihm nur ein einziger Sieg bei den großen Landesrundfahrten, aber dieser war immerhin sein erster überhaupt bei der Tour de France. Mit dem Gewinn der 1. Etappe der Tour Down Under, des Great Ocean Road Race und jeweils einer Etappe bei UAE Tour und Tirreno-Adriatico war Viviani ein starker Start in das Jahr gelungen. Vor der Tour de France gewann er außerdem zwei Etappen der Tour de Suisse. Nach der Frankreich-Rundfahrt siegte Viviani dann bei den WorldTour-Eintagesrennen RideLondon und Cyclassics Hamburg und wurde dazwischen auch noch Europameister. Seinen letzten Saisonerfolg fuhr er später auf der Schlussetappe der Tour de Slovaquie ein.

Mathieu van der Poel (Corendon-Circus / 24 Jahre)

11 Siege! Der vielseitig talentierte Mathieu van der Poel erlebte 2019 seinen großen Durchbruch im Straßenradsport, feierte im April aufsehenerregende Siege bei den Klassikern Dwars door Vlaanderen, Brabantse Pijl und Amstel Gold Race, wurde zudem jeweils Vierter bei Gent-Wevelgem und Ronde van Vlaanderen. Sein Sieg beim Grand Prix de Denain und Etappenerfolge bei Tour of Antalya sowie Circuit Sarthe rundeten ein herausragendes Frühjahr ab. Erst Mitte August kehrte Van der Poel auf die Straße zurück – und machte da weiter, wo er vier Monate zuvor aufgehört hatte. Es folgten ein Etappensieg beim Arctic Race und gleich drei bei der Tour of Britain, deren Gesamtwertung er ebenfalls für sich entscheiden konnte. Insgesamt benötigte er für seine elf Saisonsiege lediglich 31 Renntage.

In seiner „Sommerpause“ war Van der Poel alles andere als untätig, sammelte nämlich als Mountainbiker insgesamt 14 Siege. Dazu zählen acht Erfolge im Rahmen von Weltcups und der Gewinn der Cross-Country-Europameisterschaft. Zählt man dann noch alle seine Radcross-Erfolge hinzu (12 von Anfang des Jahres und 9 weitere seit Anfang November), kommt man auf die stolze Summe von 46 „MvdP“-Siegen im Jahr 2019!

Alexey Lutsenko (Astana / 25 Jahre)

10 Siege! Einen besseren Start in die Saison als Alexey Lutsenko konnte man kaum haben, denn bei seinem ersten Rennen, der Tour of Oman, holte der Kasache gleich drei Etappen und die Gesamtwertung. Seine angriffslustige Fahrweise bescherte ihm wenig später auch einen Etappenerfolg bei Tirreno-Adriatico. Nachdem er sich im Juni beide nationale Meistertitel gesichert und anschließend die Tour de France bestritten hatte, feierte er beim Arctic Race of Norway noch einen weiteren Rundfahrtsieg. Im September beeindruckte er dann nochmals mit stark herausgefahrenen Erfolgen bei Coppa Sabatini und Memoria Pantani.

Caleb Ewan (Lotto Soudal / 27 Jahre)

10 Siege! Obwohl er insgesamt ein paar Siege weniger eingefahren hat als seine Konkurrenten Groenewegen, Ackermann, Bennett und Viviani, ist Caleb Ewan 2019 der erfolgreichste Sprinter bei den Grand Tours gewesen. Insgesamt fünf Etappensiege feierte er, zwei beim Giro d'Italia und drei bei der Tour de France – nur einen weniger als die anderen vier Genannten zusammen! Nach dem ungewohnt erfolglosen Saisonauftakt in seiner australischen Heimat fand Ewan mit einem Etappensieg bei der UAE Tour schnell wieder in die Erfolgsspur zurück und gewann später überdies zwei Etappen der Tour of Turkey und eine bei der ZLM Tour. Die Zahl von zehn Saisonsiegen erreichte er mit dem Gewinn des Brussels Cycling Classic bei seinem letzten Einsatz vor der Winterpause.





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