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Adventskalender am 7. Dezember: Dübendorf 2020 – die erste Radquer-WM in der Schweiz seit 25 Jahren
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07.12.2019

Adventskalender am 7. Dezember: Dübendorf 2020 – die erste Radquer-WM in der Schweiz seit 25 Jahren

Info: Radcross: RADCROSS-WELTMEISTERSCHAFT 2020 IN DÜBENDORF 2020
Autor: Felix Griep (Werfel)



  07.12.  
In der St. Jakobshalle Basel findet an diesem Wochenende die letzte Weltmeisterschaft des Radsport-Jahres 2019 statt. Die ersten Regenbogentrikots des Jahres 2020 werden ebenfalls wieder in der Schweiz vergeben: Anfang Februar ist Dübendorf im Kanton Zürich Ausrichter der Cross-Weltmeisterschaft.

Es wird die achte Radquer-WM auf Schweizer Boden sein – und bis auf eine einzige Ausnahme hat es bisher immer mindestens eine Medaille für die Gasgeber gegeben. Wir werfen einen Blick zurück in die Vergangenheit auf die Erfolge von Schweizer Crossern bei den Titelkämpfen in ihrem Heimatland.



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Bis Weihnachten präsentieren wir euch täglich einen besonderen Beitrag, um in der an Radrennen ärmeren Adventszeit keine Langeweile aufkommen zu lassen.


Geschichte der Radquer-Weltmeisterschaften in der Schweiz


Die Radcross-Weltmeisterschaften wurden 1950 ins Leben gerufen, werden 2020 also ihr 70-jähriges Jubiläum feiern. In der Anfangszeit gab es nur ein einziges Rennen für die Männer. Erster Weltmeister wurde in Paris der Franzose Jean Robic, der drei Jahre zuvor die Tour de France gewonnen hatte.

Genf 1952

Bei der dritten Weltmeisterschaft verteidigte ein anderer Franzose, Roger Rondeaux, seinen 1951 in Luxemburg eingefahrenen Titel mit über zwei Minutne Vorsprung auf Landsmann André Dufraisse. 1953 sollte er in Spanien gar noch einen dritten folgen lassen. Als bester Eidgenosse erreichte Albert Meier 23 Sekunden vor den nächsten Fahrern als Dritter das Ziel und sorgte somit für die erste Schweizer Medaille bei einer Cross-WM überhaupt.

Genf 1959

Sieben Jahre später kehrte die Weltmeisterschaft nach Genf zurück, doch diesmal blieben die Medaillenrägen für die Schweizer außer Reichweite; es gelang den heimischen Fahrern nicht einmal der Sprung in die Top10. André Dufraisse, der von 1954 bis 1958 fünfmal in Folge Weltmeister geworden war, erlebte das Ende seiner Siegesserie, blieb als Vierter sogar ganz ohne Medaille. Es war das erste Mal überhaupt, dass kein Franzose den Sieg davontrug, stattdessen wurde der Italiener Renato Longo neuer Titelräger. 14 Sekunden hinter ihm fuhr der Deutsche Rolf Wolfshohl Silber ein, dessen beste Jahre erst noch kommen sollten: 1960, 1961 und 1963 gewann er Gold.

Zürich 1967

Longo vor Wolfshohl – so ging auch das WM-Rennen acht Jahre später in Zürich aus. Der Italiener wurde mit einem Vorsprung von fast vier Minuten zum fünften und zugleich letzten Mal Weltmeister. Gut neun Minuten nach dem Sieger finishten zwei Schweizer, die sich einen Sprint um Bronze lieferten: Hermann Gretener, im Jahr davor Zweiter, setzte sich gegen Emmanuel Plattner durch. Überdies gab es im Jahr 1967 erstmals ein WM-Rennen für Amateure, das vom Franzosen Michel Pelchat gewonnen wurde. Auch hier ging Platz drei an einen Schweizer, Peter Frischknecht.

Melchnau 1975

Zwei Schweizer auf dem WM-Podium gab es zum ersten Mal überhaupt 1975 und Frischknecht war einer von ihnen. Im Elite-Rennen belegte er Platz drei hinter seinem Landsmann Albert Zweifel und dem Belgier Roger De Vlaeminck, dessen Bruder Eric in den neun Jahren davor sieben Titel eingefahren hatte, was bis heute unangefochtener Rekord ist. Der Eidgenosse Zweifel begründete in den Folgejahren seine eigene kleine Ära, wurde von 1976 bis 1979 viermal in Folge und 1986 noch ein fünftes Mal Weltmeister. Das Amateur-Rennen in Melchnau gewann übrigens der Belgier Robert Vermeire vor dem Deutschen Klaus-Peter Thaler.

Wetzikon 1980

Ein weiterer sehr erfolgreicher Cross-Fahrer, der Belgier Roland Liboton, feierte in der Schweiz den ersten seiner vier Weltmeistertitel. Auf seine ersten beiden Verfolger, den Deutschen Klaus-Peter Thaler und den Niederländer Hennie Stamsnijder, hatte er 19 Sekunden Vorsprung. Nur weitere drei Sekunden dahinter folgte Zweifel, der also nicht nur den erhofften fünften Sieg in Serie, sondern sehr knapp das Podium verpasste. Für Jubel beim Heimpublikum sorgte dafür Fritz Saladin, der als erster Schweizer überhaupt Amateur-Weltmeister wurde. Die im Vorjahr eingeführte Junioren-Kategorie brachte den Schweizern beim Sieg des Tschechen Radomir Simonek überdies eine Bronzemedaille durch Bernard Woodtli.

Hägendorf 1988

Die erfolgreichste Heim-WM für die Schweiz gab es 1988 in Hägendorf mit vier Medaillen in drei Rennen. Pascal Richard gewann den Titel in der Elite-Kategorie mit mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung auf den Niederländer Adrie van der Poel und seinen eigenen Landsmann Beat Breu. Thomas Frischknecht, der Sohn von Peter Frischknecht, siegte bei den Junioren 23 Sekunden vor dem Deutschen Maik Müller. Im Amateur-Rennen, das der Tscheche Karel Camrda für sich entschieden, fehlten Roger Honegger nur 25 Sekunden, um für einen Schweizer Titel-Sweep zu sorgen.

Eschenbach 1995

Die für zweieinhalb Jahrzehnte letze Weltmeisterschaft in der Schweiz war für die Gastgeber mit drei Medaillen in zwei Rennen (die Amateure gehörten letztmals 1993 zum Programm) ebenfalls sehr erfolgreich. Dieter Runkel sorgte nach den fünf Erfolgen von Albert Zweifel und dem Sieg Pascal Richards für den siebten und bis heute letzten Elite-Weltmeistertitel eines Schweizers. Er gewann 37 Sekunden vor dem Niederländer Richard Groenendaal und 57 Sekunden vor einem weiteren Schweizer, Beat Wabel. Ebenfalls Bronze holte Junior Stefan Bünter im vom Tschechen Zdenek Mlynar gewonnen Nachwuchsrennen.


Radcross-Links zur Saison 2019/20:
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Seit der letzten WM in der Schweiz hat sich das Programm der Cross-Weltmeisterschaften stetig erweitert. 1996 kam zunächst ein Rennen für U23-Männer hinzu. Die Frauen durften ab dem Jahr 2000 mitmischen und bekamen ab 2016 zu ihrem Elite- ebenfalls ein U23-Rennen. 2020 wird es zudem erstmals ein WM-Rennen für Juniorinnen geben. Titelgewinne für die Schweiz gab es seit Runkels Erfolg von Eschenbach lediglich bei den Junioren, aber auch diese sind schon lange her: Roman Peter, David Rusch und Michael Baumgartner gewannen in den Jahren 1996, 1997 und 1998.

Dübendorf 2020

Die Weltmeisterschaft in Dübendorf am 1. und 2. Februar 2020 wird also die erste in der Geschichte sein, bei der gleich sechs Regenbogentrikots zu vergeben sind. Ein großer Medaillenregen für die Gastgeber ist aber trotzdem nicht zu erwarten, dafür sind Nationen wie Belgien und die Niederlande oder auch Großbritannien zu dominant. Die größten Hoffnungen ruhen auf den Schultern des 21-jährigen Kevin Kuhn, der nach drei Rennen den U23-Weltcup anführt und besonders mit seinem Sieg in Bern begeistern konnte, wo zudem sein Landsmann Lorsi Rouiller Dritter wurde.



Übersicht aller Schweizer Cross-Weltmeister


7x Männer Elite
Albert Zweifel (1976, 1977, 1978, 1979, 1986)
Pascal Richard (1988)
Dieter Runkel (1995)

3x Männer Amateure
Fritz Saladin (1980)
Andreas Büsser (1990)
Thomas Frischknecht (1991)

0x Männer U23

6x Junioren
Beat Schumacher (1982)
Beat Wabel (1985)
Thomas Frischknecht (1988)
Roman Peter (1996)
David Rusch (1997)
Michael Baumgartner (1998)

0x Frauen Elite

0x Frauen U23





Dübendorf 2020 - die erste Radquer-WM in der Schweiz seit 25 Jahren
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