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Bahn-Weltcup Brisbane: Die Verfolger aus der Schweiz und Deutschland schreiben ihre Erfolgsgeschichten fort
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13.12.2019

Bahn-Weltcup Brisbane: Die Verfolger aus der Schweiz und Deutschland schreiben ihre Erfolgsgeschichten fort

Info: Bahnradsport: WELTCUP BRISBANE 2019/20
Autor: Felix Griep (Werfel)



Brisbane, 13.12.2019 – Der fünfte Weltcup der Saison und das letzte große internationale Bahn-Ereignis vor dem Jahreswechsel begann am Freitag im Anna Meares Velodrome in der australischen Stadt Brisbane. Die Gastgeber konnten sich dabei gleich über zwei Siege in den Mannschaftsverfolgungen freuen. Der Schweizer Vierer erreichte einmal mehr das Podest, während die deutschen Männer zum fünften Mal seit der Europameisterschaft ihren Landesrekord brechen konnten. Besondere Regelkunde war im Finale der Teamsprinterinnen gefragt, denn trotz exakter Zeitgleichheit konnte es nur ein Siegerteam geben.


Berichte vom Weltcup in Brisbane: Freitag | Samstag | Sonntag


Nach Platz drei in Honkgong und dem Sieg in Cambridge haben die Schweizer in der Mannschaftsverfolgung der Männer zum dritten Mal innerhalb drei Wochen das Podium erreicht. Robin Froidevaux, Claudio Imhof, Stefan Bissegger und Mauro Schmidt hatten sich in der Qualifikation nur hinter Australien und Neuseeland einreihen müssen, die schließlich auch das Finale unter sich ausmachen sollten: Die Weltmeister Sam Welsford, Leigh Howard, Kelland O'Brien und Alexander Porter fuhren letztlich mit deutlicher Überlegenheit den Heimsieg heraus. Die Schweizer gewannen das Duell um Bronze gegen Deutschland ebenfalls souverän, verbesserten ihre Zeit aus der 1. Runde sogar noch einmal von 3:50,495 auf 3:50,933 – schneller waren sie zuvor nur vor einer Woche in Cambridge gewesen. Im Weltcup-Ranking der Verfolger sind die Schweizer jetzt sogar alleinige Führende vor Italien, Russland und Deutschland. Felix Groß, Theo Reinhardt, Leon Rohde und Domenic Weinstein verpassten zwar das Podium, hatten in der 1. Runde aber mit einer Zeit von 3:51,165 zum fünften Mal in dieser Saison den deutschen Rekord verbessert – wie schon bei der EM in Apeldoorn (3:53,974) sowie bei den Weltcups in Minsk (3:53,183 und 3:52,685) und Hongkong (3:51,298).

In der Mannschaftsverfolgung der Frauen trat Deutschland erneut ohne seine stärksten Fahrerinnen an, die Anfang November in Minsk und Glasgow jeweils Zweite geworden waren. Katharina Hechler, Lena Charlotte Reißner und Laura Süßemilch, die bereits in Hongkong im Einsatz gewesen waren und dort Platz vier erreicht hatten, fuhren in Brisbane gemeinsam mit Charlotte Becker in der Qualifikation und 1. Runde jeweils die siebtbeste Zeit. Der Sieg ging wie bei den Männern an Australien, wobei die drei amtierenden Weltmeisterinnen Georgia Baker, Annette Edmondson, Ashlee Ankudinoff und ihre junge neue Teamkollegin Maeve Plouffe sich nur knapp um etwas mehr als drei Zehntelsekunden gegen Neuseeland behaupten konnten. Eine Woche zuvor in Cambridge war dieses Duell noch umgekehrt ausgegangen.


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Das Ergebnis im Teamsprint der Männer war hingegen auf den ersten drei Plätzen identisch mit dem von Cambridge. Siegreich waren erneut die Japaner, bei denen diesmal Yoshitaku Nagasako statt Kazuki Amagai dritter Mann neben Tomohiro Fukaya und Yudai Nitta war. Doch auch in dieser Konstellation wurden im Finale die Polen Maciej Bielecki, Krzysztof Maksel und Mateusz Rudyk klar besiegt. Die Neuseeländer Samuel Dakin, Ethan Mitchell und Sam Webster setzten sich im kleinen Finale gegen Großbritannien durch, nachdem sie in der Qualifikation noch die Bestzeit gefahren hatten – eine weitere Parallele zu Cambridge.

Im Teamsprint der Frauen konnten Natasha Hansen und Olivia Podmore ihren Heimerfolg von Cambridge nicht wiederholen. Die Neuseeländerinnen verpassten sogar gänzlich die Medaillenränge, weil im Rennen um Bronze die Australierinnen Stephanie Morton und Caitlin Ward schneller waren. Gold holten sich nach Platz zwei in der Vorwoche Marlena Karwacka und Urszula Los in einem Finale, das enger nicht hätte sein können: denn sowohl bei den Polinnen als auch beim russischen Team Ekaterina Rogovaya/Anastasiia Voinova zeigte die Uhr am Ende der 500 Meter exakt 33,029 Sekunden an! In einem solchen Fall kommt Artikel 3.2.147 der UCI-Regeln zum Einsatz, welcher besagt, dass die Zeit der letzten Runde zur Entscheidung herangezogen werden soll – und für die letzten 250 Meter hatten Karwacka/Los mit 13,890 Sekunden sieben Tausendstel weniger benötigt als ihre Gegnerinnen.

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