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Adventskalender am 14. Dezember: Ein Dutzend Ranglisten der Straßenradsport-Saison 2019
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14.12.2019

Adventskalender am 14. Dezember: Ein Dutzend Ranglisten der Straßenradsport-Saison 2019

Autor: Felix Griep (Werfel)



  14.12.  
Im Radsport gibt es nicht nur Siege und gute Platzierungen zu holen, sondern stets auch Punkte für manchmal sogar mehr als nur eine Rangliste pro Rennen. Im heutigen Adventskalender-Beitrag werfen wir einen Blick auf die offiziellen Rankings des Weltverbandes UCI, aber auch auf die Endstände in den nationalen Rennserien Frankreichs, Italiens, Belgiens und Spaniens.


Der LiVE-Radsport.com Adventskalender 2019
Bis Weihnachten präsentieren wir euch täglich einen besonderen Beitrag, um in der an Radrennen ärmeren Adventszeit keine Langeweile aufkommen zu lassen.


UCI Rankings

Die UCI führt eine Vielzahl an Ranglisten, die wöchentlich aktualisiert werden und sämtliche Straßenrennen der zurückliegenden zwölf Monate umfassen. Die hier aufgeführte Stände sind vom 8. Dezember.

World Ranking Männer
1 Primoz Roglic 4705,28
2 Julian Alaphilippe 3569,95
3 Jakob Fuglsang 3472,5
4 Egan Bernal 3346,75
5 Alejandro Valverde 3297
6 Greg Van Avermaet 2947,33
7 Pascal Ackermann 2538
8 Alexander Kristoff 2484,5
9 Elia Viviani 2392,12
10 Peter Sagan 2232
11 Bauke Mollema 2220
12 Mathieu van der Poel 2205
13 Diego Ulissi 2084
14 Oliver Naesen 2072
15 Tadej Pogacar 2065,33
16 Emanuel Buchmann 2043
17 Tim Wellens 1936,18
18 Adam Yates 1927,57
19 Matteo Trentin 1920
20 Caleb Ewan 1845
Der mit weitem Abstand erfolgreichste Fahrer der Saison 2019 war dem UCI World Ranking zufolge Primoz Roglic. Der Slowene von Jumbo-Visma hat allein durch seine Gesamtsiege bei UAE Tour, Tirreno-Adriatico, Tour de Romandie und Vuelta a España sowie den dritten Rang beim Giro d'Italia 2725 Punkte gesammelt. Mit insgesamt 4705 Punkten übertrifft er zudem deutlich die Ausbeute der Weltranglisten-Ersten der beiden vorherigen Saisons, Greg Van Avermaet (4148 Punkte in 2017) und Alejandro Valverde (4168 Punkte in 2018), die auch in diesem Jahr wieder zu den Top6 gehören.
Auffällig: In den Top10 befinden sich Fahrer aus 10 verschiedenen Nationen! Das erste Land mit zwei Fahrern in der Rangliste sind die Niederlande mit dem Elften Bauke Mollema und dem Zwölften Mathieu van der Poel.
Bora-Hansgrohe stellt mit Pascal Ackermann (7.), Emanuel Buchmann (16.) und Maximilian Schachmann (25.) nicht nur die drei besten Deutschen der Rangliste, sondern auch den besten Österreicher: Felix Großschartner belegt mit 1046,93 Punkten den 57. Platz. Knapp vor ihm befindet sich auf Platz 50 mit 1138 Punkten der beste Schweizer Stefan Küng (Groupama-FDJ).

World Ranking Nationen
1 Belgien 13491,09
2 Italien 11747,48
3 Niederlande 11388,14
4 Frankreich 10909,95
5 Kolumbien 10710,71
6 Spanien 10039,62
7 Slowenien 9521,4
8 Deutschland 9371,33
9 Australien 8732,45
10 Dänemark 8138,19
Im Nationen-Ranking der Männer, für das die Punkte der acht besten Fahrer addiert werden, hat das dritte Jahr in Folge Belgien die Nase vorn, zu dessen Punktelieferanten auch Senkrechtstarter Remco Evenepoel (1272,23) gehört. Einen großen Absturz erlebte Großbritannien (6158,32), das am Ende der Saison 2018 noch an sechster Position lag, jetzt aber nur noch auf Rang elf zu finden ist.
Deutschland, zu dessen acht besten Fahrern sogar Marcel Kittel (293) gehört, obwohl er vor seinem Rücktritt lediglich 16 Renntage hatte, verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von Platz 10 auf 8 und auch die Schweiz (3881,44) verbesserte sich um zwei Plätze und ist jetzt 13; Österreich (3662,88) ist deswegen von Platz 13 auf 14 abgerutscht.

Europe Tour Ranking
1 Primoz Roglic 4705,28
2 Julian Alaphilippe 3569,95
3 Jakob Fuglsang 3472,5
4 Alejandro Valverde 3297
5 Greg Van Avermaet 2947,33
Die Ranglisten der Continental Circuits ergeben sich ganz simpel aus dem World Ranking, wobei nur die Fahrer des jeweiligen Kontinents berücksichtigt werden. Der Saisonsieger der Europe Tour ist daher logischerweise ebenfalls Primoz Roglic. Im World Ranking aller Fahrer befinden sich mit Egan Bernal (4.) und Caleb Ewan (20.) überhaupt nur zwei Fahrer unter den Top20, die nicht aus Europa stammen.

America Tour Ranking
1 Egan Bernal 3346,75
2 Nairo Quintana 1830
3 Michael Woods 1684
4 Richard Carapaz 1607
5 Miguel Angel Lopez 1450,5
Der kolumbianische Tour-de-France-Sieger Egan Bernal (Ineos) war also mit Abstand der beste Nicht-Europäer der Saison. Im Ranking der America Tour dominieren Fahrer aus WorldTeams. Der erste Fahrer einer Mannschaft aus einer niedrigeren Klasse ist der Kanadier James Piccoli (Elevate-KHS), der mit 471 Punkten Platz 14 innehat.

Oceania Tour Ranking
1 Caleb Ewan 1845
2 Michael Matthews 1330,88
3 Jack Haig 1177
4 Rohan Dennis 1150,86
5 Simon Clarke 968
Ozeaniens erfolgreichster Fahrer des Jahres, Caleb Ewan (Lotto Soudal), hat es im WorldRanking gerade noch unter die Top20 geschafft. Als bester Fahrer einer Nicht-WT-Mannschaft belegt der Australier Benjamin Dyball (Sapura Cycling) mit 791,71 Punkten Platz sieben. Hinter insgesamt acht Australiern ist George Bennett (569 Punkte) der beste Neuseeländer.

Asia Tour Ranking
1 Alexey Lutsenko 1688
2 Xianjing Lyu 403
3 Yevgeniy Gidich 362,67
4 Nariyuki Masuda 334,17
5 Chun Kai Feng 258
Asien hatte 2019 mit Alexey Lutsenko (Astana) nur einen einzigen WorldTour-Fahrer, der auf höchstem Niveau stark performt hat. Der zweitbeste Fahrer des Kontinent, der Chinese Xianjing Lyu, fährt für das Continental Team Hengxiang und holte seine Punkte hauptsächlich als Asienmeister (200) und Gewinner der Tour of China II (125).

Africa Tour Ranking
1 Daryl Impey 1399
2 Youcef Reguigui 921
3 Ryan Gibbons 812
4 Merhawi Kudus 636
5 Azzedine Lagab 332
Afrika ist der Kontinent, dessen bester Fahrer in dieser Saison die wenigsten Punkte sammeln konnte. Hinter dem Südafrikaner Daryl Impey (Mitchelton-Scott) steht mit dem Algerier Youcef Reguigui (Terengganu) wie in Asien ein Continental-Fahrer auf dem zweiten Platz. Die Eritreer Mekseb Debesay und Sirak Tesfom vom deutschen Team Bike Aid sind Siebter und Neunter.

World Ranking Frauen
1 Lorena Wiebes 2259,33
2 Marianne Vos 2208
3 Annemiek van Vleuten 1946,67
4 Marta Bastianelli 1819
5 Anna van der Breggen 1411
6 Amy Pieters 1403
7 Katarzyna Niewiadoma 1268,17
8 Amanda Spratt 1220,67
9 Christine Majerus 1198,67
10 Lisa Klein 1077,33
Im Gegensatz zu den Männern gibt es im World Ranking der Frauen eine Nation, die klar dominiert: unter den Top6 gibt es nicht weniger als fünf Niederländerinnen! Annemiek van Vleuten (Mitchelton-Scott), die am Ende der Saisons 2017 und 2018 jeweils an der Spitze gethront hatte, ist diesmal aber nur Dritte. Lorena Wiebes (Parkhotel Valkenburg) ist mit gerade einmal 20 Jahren die neue Jahresbeste.
Nicht weit hinter der Zehnten Lisa Klein belegt mit Lisa Brennauer (982,33) eine weitere Deutsche Rang 15. Die beste Scheizerin Marlen Reusser (630,33) und die beste Österreicherin Kathrin Schweinberger (275) findet man auf den Plätzen 26 und 70.


Nationale Pokalserien

Der Historie und den Regeln der vier bedeutendsten nationalen Pokalserien hatten wir im Februar in einem speziellen Beitrag gewidmet: Spanien macht es mit neuer Copa de España Frankreich, Italien und Belgien nach.

Coupe de France
1 Marc Sarreau 211
2 Benoît Cosnefroy 170
3 Andrea Vendrame 102
4 Julien Simon 94
5 Baptiste Planckaert 80
6 Kévin Le Cunff 78
7 Bryan Coquard 77
8 Quentin Jauregui 69
9 Lionel Taminiaux 64
10 Christophe Laporte 60
Mit Siegen in zwei von 15 Saisonrennen hat Marc Sarreau Groupama-FDJ den ersten Gesamtsieg in der Coupe de France seit Sébastien Chavanel 2007(!) beschert. Ab seinem Sieg bei der Route Adélie de Vitré, dem dritten CdF-Rennen des Jahres, führte Sarreau ununterbrochen das Klassement an und machte den Erfolg mit seinem Sieg im letzten Rennen, der Tour de Vendée, perfekt. Ohne die 50 Punkte für diesen Erfolg hätte ihn sonst Benoît Cosnefroy noch von Rang eins verdrängen können. Der verhalf aber immerhin AG2R La Mondiale zum klaren Gesamtsieg in der Mannschaftswertung.

Ciclismo Cup
1 Giovanni Visconti 281
2 Fausto Masnada 197
3 Sonny Colbrelli 193
4 Andrea Vendrame 182
5 Mattia Cattaneo 173
6 Simone Velasco 158
7 Davide Formolo 102
8 Kristian Sbaragli 95
9 Diego Ulissi 88
10 Alberto Bettiol 86
In den 19 wichtigsten Rennen Italiens unterhalb der WorldTour sammelte in diesem Jahr Giovanni Visconti (Neri Sottoli-Selle Italia-KTM) eindeutig die meisten Punkte. 90 davon brachten ihm der Sieg beim Giro della Toscana und der zweite Platz bei Tre Valli Varesine ein. Androni Giocattoli-Sidermec stellt mit Fausto Masnada, Andrea Vendrame und Mattia Cattaneo drei der fünf besten Fahrer und gewinnt damit zum dritten Mal in Folge die Mannschaftswertung des Ciclismo Cup. Anders als in früheren Jahren geht damit allerdings nicht automatisch eine Wildcard-Einladung zum nächsten Giro d'Italia einher, da dessen Veranstalter RCS Sport sein Abkommen mit dem italienischen Verband nicht verlängern wollte.

Bingoal Cycling Cup
1 Baptiste Planckaert 46
2 Piotr Havik 43
3 Dries De Bondt 38
4 Oscar Riesebeek 34
5 Niki Terpstra 33
6 Michael Van Staeyen 26
7 Adrien Petit 24
8 Hugo Hofstetter 22
9 Thomas Boudat 21
10 Tim Merlier 21
Nach der Absage des GP Jean-Pierre Monseré, der einem heftigen März-Sturm zum Opfer gefallen war, bestand der Bingoal Cycling Cup (bis 2018 Napoleon Games Cycling Cup) nur noch aus sieben Rennen. Zwar konnte Baptiste Planckaert (Wallonie Bruxelles) kein einziges davon gewinnen und verbuchte lediglich bei GP Marcel Kint (4.) und Circuit de Wallonie (2.) Top5-Platzierungen, doch die Plätze 10 und 8 bei Kampioenschap van Vlaanderen und Memorial Rik Van Steenbergen reichten ihm letztlich zum knappen Gesamtsieg. Piotr Havik (BEAT Cycling Club) gelang mit dem Gewinn aller drei Zwischensprints und Endplatzierung drei im letzten Saisonrennen noch ein gewaltiger Ranglisten-Sprung von Position sieben auf zwei.

Copa de España
1 Alejandro Valverde 454
2 Ion Izagirre 407
3 Nairo Quintana 279
4 Jonathan Lastra 259
5 Alexander Aranburu 239
6 Oscar Rodriguez 222
7 Eduard Prades 197
8 Enric Mas 189
9 Richard Carapaz 184
10 Jesús Herrada 178
Die Copa de España feierte in dieser Saison ihre Premiere und umfasste mit wenigen Ausnahmen alle spanischen Profi-Rennen inklusive der Vuelta a España und aller anderen WorldTour-Events. Obwohl es für Rennen verschiedener Kategorien stets die gleichen Punktzahlen gab, steht am Ende des Jahres mit Landesmeister Alejandro Valverde (Movistar) einer der Topfahrer der WorldTour auf Platz eins. Als Gesamtzweiter der Vuelta a España konnte er Ion Izagirre (Astana) spät von der Spitze der Rangliste verdrängen. Caja Rural-Seguros RGA war das erfolgreichste Nicht-WT-Team und stellt mit Jonathan Lastra sowie Alexander Aranburu den Vierten und Fünften.





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