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Radcross-Weltcup Namur: Sieg für Mathieu van der Poel nach 66 Minuten in Schlamm, Nässe und Kälte
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22.12.2019

Radcross-Weltcup Namur: Sieg für Mathieu van der Poel nach 66 Minuten in Schlamm, Nässe und Kälte

Info: Radcross: WELTCUP NAMUR 2019
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Namur, 22.12.2019 - Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) hat zum insgesamt vierten Mal den Radcross-Weltcup an der Zitadelle von Namur gewonnen. Der amtierende Weltmeister lieferte sich ein heroisches Duell mit dem belgischen Meister Toon Aerts (Telenet Baloise Lions) - bei Bedingungen, für die das Wort "Schlammschlacht" noch beschönigend wäre. Ein Sturz von Aerts in der letzten Runde brachte die Entscheidung zugunsten des Niederländers, der gestern auch beim Waaslandcross in Sint-Niklaas gesiegt hatte.


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Die Neudefinition von "moddercross"
Mensch und Material wurde auf dem neu gestalteten Parcours im wallonischen Namur wirklich alles abverlangt. Kälte, Dreck und Nässe waren überall - tiefe Rillen, riesige Pfützen, Sturzbäche aus Schlamm; am Ende sprach wohl keiner mehr über die neue Kopfsteinpflasterpassage, die im Vorfeld für so viel Kritik gesorgt hatte, u. a. aus dem Munde von Adrie van der Poel. Dessen Sohn Mathieu startete wieder aus der dritten Reihe, setzte sich aber schon in der ersten von neun Runden an die Spitze des Rennens. Der 24-Jährige riss sogar eine kleine Lücke auf, aber Toon Aerts - ausgerechnet der Mann, der Van der Poels Siegesserie neulich in Ronse nach über 400 Tagen beendet hatte - ließ den Weltmeister nicht entkommen. Kurz darauf geriet Van der Poel aufgrund eines Vorderradschadens sogar vorübergehend in Rückstand.

Pidcock verpasst Podium nach starkem Rennen
Das Rennen blieb völlig offen, bis der Niederländer in Runde 6 den Druck auf seinen Gegner erhöhte. Doch kaum hatte er sich abgesetzt, traf ihn erneut das Materialpech - mutmaßlich ein Problem mit der Gangschaltung. Diesmal erholte Van der Poel sich nicht so schnell, er fand seinen Rhythmus zunächst überhaupt nicht wieder und Aerts zog auf über 15 Sekunden davon. Erst kleine Fehler des belgischen Meisters brachten Van der Poel wieder ins Spiel und ein harter, offensichtlich auch schmerzhafter Sturz von Aerts in der Schlussrunde sorgte für die Vorentscheidung. Nach sage und schreibe 66 Minuten (!) Spitzenleistung unter grässlichsten Bedingungen reckte ein schlammverkrusteter Weltmeister die Arme in die Höhe. Es war sein vierter Sieg in Namur nach 2015, 2016 und 2018. Aerts rettete Platz zwei ins Ziel, mit nicht weniger als 55 Sekunden Rückstand. Dritter wurde der Niederländer Corné van Kessel (Telenet), der den sichtlich enttäuschten Briten Thomas Pidcock (Trinity Racing) am Ende noch abfangen konnte.

Meisen Achter - Aerts übernimmt Gesamtführung
Pidcock war ein bärenstarkes Rennen gefahren, aber in der letzten Runde in derselben Abfahrt wie Aerts zu Fall gekommen. Herausragend sind auch die Leistungen des deutschen Meister Marcel Meisen (Corendon-Circus), der Achter wurde, und des Schweizermeisters Timon Rüegg, der Rang 12 belegte. Einer, der mit den Verhältnissen überhaupt nicht zurechtkam, war allerdings Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen-Bingoal). Der eher schmächtige 22-Jährige stieg vorzeitig vom Rad oder besser, er wurde hinuntergehoben, denn durchnässt und durchfroren, wie er war, konnte er nicht einmal auf eigenen Füßen zum rettenden Zelt laufen. Die Weltcup-Gesamtführung musste Iserbyt daher nach 3 Monaten an Landsmann Toon Aerts abtreten. Mit 52 Punkten Rückstand liegt er jetzt auf dem zweiten Gesamtrang. Er hat noch 16 Punkte Vorsprung auf den Gesamtdritten, seinen Teamkollegen Michael Vanthourenhout, der heute Siebter wurde.

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