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Graf/Hester behaupten sich in Bremen weiter an der Spitze, Deutsche Henkelmann/Richter gewinnen den Elite-Cup
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12.01.2020

Graf/Hester behaupten sich in Bremen weiter an der Spitze, Deutsche Henkelmann/Richter gewinnen den Elite-Cup

Info: Sixdays: Sixdays Bremen 2020
Autor: Felix Griep (Werfel)



Bremen, 12.01.2020 – Von kurz vor Mittag bis weit nach Mitternacht dauerten am langen Samstag die Wettkämpfe der Sixdays Bremen in der ÖVB-Arena an. Andreas Graf und Marc Hester büßten zwischenzeitlich zwar ihre Führung ein, stehen am Ende aber doch erneut auf Rang eins und sogar weiterhin alleine in der Nullrunde, während sich im zweitägigen Elite-Cup die beiden Teenager Milan Henkelmann und Elias Richter als Sieger feiern lassen durften. Zwei Deutsche schafften es zudem hinter der Britin Emily Nelson auf das Podium des Frauen-Omniums.


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Interviews: Erik Weispfennig


Reinhardt/Kneisky führen nach dem Nachmittag
Die erste von drei Jagden über nur 111 Runden stand für die Profis bereits am frühen Nachmittag auf dem Programm und endete mit einem Sieg von Moreno de Pauw/Leon Rohde, die zusammen mit Henning Bommel/Roy Pieters und Oliver Wulff/Moritz Augenstein zwei Rundengewinne herausgefahren hatten, während dem Rest jeweils nur einer gelungen war. Aus diesem Trio hatte aber kein Paar zu jenen Tems gehört, die nach der 2. Nacht nur eine Runde hinter den Spitzenreitern Andreas Graf/Marc Hester gelegen hatten. Der Österreicher und der Däne mussten ihre Spitzenposition erst hergeben, als im Derny-Rennen, dem letzten Wettbewerb vor einer mehrstündigen Pause, Theo Reinhardt/Morgan Kneisky und Kenny De Ketele/Nils Politt durch das Überschreiten der 100-Punkte-Grenze Bonusrunden gutgeschrieben bekamen. Reinhardt/Kneisky hatten einen Zähler mehr als De Ketele/Politt und daher die Führung inne, welche aber nicht lange Bestand haben sollte.

De Ketele/Politt starten fulminant in die Nacht
Als es am Abend weiter ging, fehlte nämlich der an Fieber leidende Reinhardt, so dass Kneisky den Rest des Programms zusammen mit Moritz Malcharek abspulen musste, dessen Partner Melvin van Zijl ebenfalls neutralisiert war. De Ketele/Politt schoben sich mit ihrem bei diesen Sixdays bereits dritten Sieg im Ausscheidungsfahren sowie anschließend dem Gewinn der Großen Jagd schnell mit deutlichem Vorsprung an die Spitze. In dem 45-minütigen Madison gab es insgesamt 51 Rundengewinne, und nur Tristan Marguet/Maximilian Beyer und De Pauw Rohde schafften genau so viele wie De Ketele/Politt, die ihr üppiges Punktekonto danach allerdings kaum noch weiter vergrößern konnten.

Graf/Hester gewinnen die letzte der drei Jagden
Nach einer weiteren Glanzleistung von Wulff/Augenstein, die bisher in jeder einzelnen Nacht den 500-Meter-Rekord verbessert haben – von zuvor 27,375 auf mittlerweile 27,249 Sekunden –, schlugen Graf/Hester in der letzten 30-minütigen Jagd zurück und holten sich mit dem Sieg vor den rundengleichen Wim Stroetinga/Nico Selenati und Kneisky/Malcharek die Führung zurück. In der Endabrechnung glichen sich die drei Jagden nämlich praktisch komplett aus: So werden Graf/Hester (126) wieder eine Runde vor De Ketele/Politt (147), Reinhardt/Kneisky (140) und Marguet/Beyer (122) geführt. Für Stroetinga/Selenati (91) und De Pauw/Rohde (88) stehen zwei Runden Rückstand zu Buche, weil ihnen noch immer ein Bonus fehlt.

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Babek und Förstemann nähern sich dem Bahnrekord an
Die Sprinter hatten über den Nachmittag und Abend hinweg ein volles Rennprogramm mit zwei Keirin-Rennen, zwei Sprint-Durchgängen und einem Rundenrekordfahren. Obwohl Tomas Babek und Robert Förstemann sich von Tag zu Tag verbessern und jetzt schon bei 8,727 bzw. 8,867 Sekunden angekommen sind, bleibt Förstemanns Bestmarke aus dem Jahr 2019 (8,695 Sekunden) weiterhin bestehen. Babek und Förstemann kämpfen immer noch gegeneinander um den Gesamtsieg, wobei der Tschechen mit einem Pünktchen Vorsprung weiterhin knapp die Nase vorn hat. Förstemann ließ den Konkurrenten zwar in beiden Sprintläufen und einmal im Keirin hinter sich, nach dem Gewinn des Zeitfahrens sicherte sich Babek aber spät in der Nacht mit einem Keirin-Sieg den Erhalt seiner Führung.

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Ein verhängnisvoller Sturz ebnet den Weg zu deutschem Sieg
Die Portugiesen João Matias/Rui Oliveira und die Russen Kirill Sveshnikov/Lev Gonov hatten am Freitagabend die 1. Etappe des Nachwuchswettbewerbs „Elite-Cup“ dominiert, doch nach zwei weiteren 45-minütigen Jagden am Samstag ist keines dieser beiden Teams mehr in der Gesamwertung zu finden. Sveshnikov/Gonov wurden disqualifiziert, weil sie im ersten der beiden Rennen vom Samstag gemäß Jury-Urteil die Schuld an einem schweren Sturz von Oliveira tragen, der sich mutmaßlich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hat. Matias fuhr die letzten 20 Minuten alleine zu Ende und konnte die Führung sogar verteidigen, trat ohne Partner zum Finale aber nicht mehr an. Der Gesamtsieg ging letztlich an die beiden 19-jährigen Deutschen Milan Henkelmann/Elias Richter, die ihren am Freitag herausgefahrenen Rundenvorsprung gegenüber Jan Kraus/Nicolas Pietrula trotz mehrerer scharfer Attacken der Tschechen verteidigen konnten. Richter hatte bereits vor einem Jahr (damals mit Max Gehrmann) den U23-Wettkampf gewinnen können.

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Zwei Deutsche sprinten im letzten Moment aufs Podium
Der letzte Tag der Nachwuchsfahrer war zugleich der erste für die Frauen im Bremer Velodrom; es stand ein Omnium auf dem Programm. Die Britin Emily Nelson, die bei der EM 2019 in Apeldoorn Gold im Scratch und Silber im Ausscheidungsfahren gewonnen hatte, dominierte den Wettbewerb nach Belieben und entschied die ersten drei der vier Disziplinen souverän für sich. Vor dem Punkterennen hatte sie zwölf Zähler Vorsprung auf ihre erste Verflgerin, die Russin Diana Klimova. Obwohl sechs andere Fahrerinnen durch einen Rundengewinn jeweils 20 Bonuspunkte einstreichen konnten, geriet Nelsons Gesamtsieg nicht einmal mehr ansatzweise in Gefahr. Spannend blieb es bis zum Schluss aber im Kampf um die weiteren Podiumsplatzierungen: Die allerletzte Sprintwertung gewann Franziska Brauße vor Lea Lin Teutenberg, womit sich die beiden Deutschen die Endplatzierungen zwei und drei sichern konnten.

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