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Gegen Remco Evenepoel hat selbst Filippo Ganna im Zeitfahren der Vuelta a San Juan keine Chance
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29.01.2020

Gegen Remco Evenepoel hat selbst Filippo Ganna im Zeitfahren der Vuelta a San Juan keine Chance

Info: Vuelta a San Juan Internacional 2020 (2.Pro)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Punta Negra, 28.01.2020 – Remco Evenepoel, der große Senkrechtstarter der letzten Saison, macht auch im neuen Jahr gleich wieder von sich reden. Im Einzelzeitfahren am dritten Tag der Vuelta a San Juan fuhr der Europameister und Vize-Weltmeister in einer eigenen Liga. Selbst Verfolgungs-Weltmeister Filippo Ganna musste sich dem Belgier, der vor wenigen Tagen seinen 20. Geburtstag gefeiert hatte, deutlich geschlagen geben.

Evenepoel tritt Alaphilippes Nachfolge an
Die 15,2 Kilometer lange Strecke des Zeitfahrens der Vuelta a San Juan war größtenteils, aber nicht komplett flach, denn es gab dasselbe Finale wie bei einer von Julian Alaphilippe gewonnen Etappe im vorigen Jahr: drei Kilometer vor dem Ziel begann der 1200 Meter lange und 8% steile Anstieg auf den Staudamm Punta Negra. Alaphilippe, der damals am Folgetag auch noch einen Zeitfahrsieg errungen hatte, konnte allerdings wegen Magenproblemen diesmal nicht mehr antreten. Ein Rückschlag für Deceuninck-Quick Step – doch die belgische Mannschaft hatte ja noch ein zweites heißes Eisen im Feuer! Remco Evenepoel, 2019 bereits Dritter des Zeitfahrens und Neunter der Gesamtwertung, fuhr mit einem Schnitt von 47,3 km/h in einer Zeit von 19:16 Minuten einen überlegenen Sieg ein, der ihn automatisch zum Topfavoriten auf den Gewinn der Rundfahrt macht.

Nur Ganna mit weniger als einer Minute Rückstand
Gavin Mannion (Rally Cycling) war mit einer Zeit von 20:59 Minuten der erste Finisher gewesen, der bis zum Schluss unter den Top10 der Tageswertung blieb. Er wurde sehr schnell wieder vom 16 Sekunden schnelleren Maciej Bodnar (Bora-Hansgrohe) entthront, der eine halbe Stunde später seinerseits um eine Sekunde von Nelson Oliveira (Movistar) unterboten wurde. Der nächste Führungswechsel kam noch etwas überraschender, denn kein Geringerer als Oscar Sevilla (Medellin), der 43-jährige Gesamtdritte von 2019, setzte mit 20:24 Minuten einen neuen Maßstab. Doch dann kam Evenepoel – und war um Welten schneller als alle Fahrer zuvor. Mit 1:08 Minute Abstand zu Sevilla schob er sich an die Spitze und war auch von Filippo Ganna (Ineos) nicht mehr zu gefährden. Der Italiener, der in Argentinien für seine Nationalmannschaft fährt, schaffte es zwar auf Platz zwei, blieb mit 32 Sekunden aber ebenfalls weit hinter der Siegerzeit zurück.

Die Karenzzeit kommt wegen Regen nicht zur Anwendung
Die Gesamtwertung stimmt zumindest auf den ersten zehn Positionen mit dem Etappenresultat überein: Evenepoel ist neuer Leader vor Ganna (+0:32), Sevilla (+1:08) und Oliveira (+1:25). Dahinter folgen in kleinen Abständen Brandon McNulty (UAE Emirates/+1:26), Bodnar (+1:27) und Alexander Evtushenko (Russland/+1:28), dann Colin Joyce (Rally Cycling/+1:40), Matteo Fabbro (Bora-Hansgrohe/+1:41) und Gavin Mannion (Rally Cycling/+1:43). Um innerhalb der mit 30% veranschlagten Karenzzeit zu bleiben, hätte man sich einen maximalen Rückstand von 5:46 Minuten erlauben dürfen, was aber vor allem für die späten Starter kein leichtes Unterfangen war, die nach einem Wetterumschwung im strömenden Regen fahren musste. Während beispielsweise Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) oder Fernando Gaviria (UAE Emirates) gerade noch im Rahmen blieben, wäre die Rundfahrt an dieser Stelle unter anderem für Rudy Barbier (Israel Start-Up Nation), Manuel Belletti (Androni Giocattoli-Sidermec:34) und Marco Benfatto (Bardiani CSF Faizanè), die alle schon zu Top3-Etappenergebnissen gesprintet waren, zu Ende gewesen, hätte die Jury nicht wegen der miesen Bedingungen ein Auge zugedrückt.

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