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Gelungene Revanche: Ceylin del Carmen Alvarado gewinnt Radcross-WM vor Worst und Brand
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01.02.2020

Gelungene Revanche: Ceylin del Carmen Alvarado gewinnt Radcross-WM vor Worst und Brand

Info: RADCROSS-WELTMEISTERSCHAFT 2020 IN DÜBENDORF
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Dübendorf, 01.02.2020 – Niederländerinnen haben das Podium bei der Radcross-Weltmeisterschaft der Frauen Elite unter sich ausgemacht. Im schweizerischen Dübendorf nahe Zürich holte sich Ceylin del Carmen Alvarado Gold im Sprint vor ihrer Landsfrau Annemarie Worst – eine gelungene Revanche für die knappe Niederlage vor einer Woche bei der Entscheidung um den Gesamtweltcup. Platz drei ging an Lucinda Brand. Titelverteidigerin Sanne Cant aus Belgien hatte keine Chance.


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Die WM als niederländische Meisterschaft
Der angekündigte Regen blieb aus und so war auch das Frauenrennen auf dem Dübendorfer Flugplatz ein sehr schnelles. Den grasbedeckten Parcours hatte man im Vorfeld immer wieder als zu flach kritisiert, ein paar Brücken und Erdwälle sorgten aber für Würze. Nicht ganz unerwartet fanden sich sehr schnell jene Niederländerinnen vorne zusammen, die die gesamte Saison dominiert hatten, nämlich Weltcup-Gesamtgewinnerin Annemarie Worst, Landesmeisterin Ceylin del Carmen Alvarado, Europameisterin Yara Kastelijn und Lucinda Brand, die Siegerin von Namur, Zolder und Hoogerheide. Ex-Weltmeisterin Marianne Vos, die sich erst kürzlich einer Leistenoperation unterzogen hat, stand übrigens ebenso wenig auf der Teilnehmerliste wie Denise Betsema, die nach einer 6-monatigen Doping-Sperre zwar wieder startberechtigt ist, vom niederländischen Verband aber nicht aufgestellt worden war. Das Team war auch so stark genug. Spätestens in Runde 2 von 5 hatte man alle anderen Nationen ausgeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt stand auch bereits fest, dass die Belgierin Sanne Cant das Regenbogentrikot nach drei Jahren würde abgeben müssen – sie lag aussichtslos zurück.

Neuauflage des Duells Alvarado vs. Worst
Yara Kastelijn, die ihren Formpeak sicherlich zu Beginn der Saison gehabt hatte, erwies sich als schwächstes Glied der niederländischen Kette und musste relativ früh abreißen lassen. Auch Lucinda Brand hatte nicht unbedingt ihren besten Tag erwischt. Nach einem technischen Problem und einem Radwechsel musste sie einen Rückstand wettmachen. Kurze Zeit später fiel sie erneut zurück, bewies aber ihre Kämpfernatur und holte die beiden Landsfrauen vorne noch einmal ein. Im Finale versuchte sie es gar mit einer Attacke, Worst und Alvarado ließen sich jedoch keineswegs ins Bockhorn jagen. Die 24-Jährige und ihre drei Jahre jüngere Kontrahentin, die noch beim Nachwuchs startberechtigt gewesen wäre, hatten sich in dieser Saison schon so manches Duell geliefert – zuletzt erst vor einer Woche, als Worst der gestürtzen Alvarado den Weltcup-Gesamtsieg vor der Nase wegschnappen konnte. Auch in Dübendorf bewegten sie sich auf Augenhöhe. Allenfalls an den gemeinen kleinen Anstiegen wirkte Annemarie Worst etwas souveräner.

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Orange war die Farbe des Tages
Worst behielt die Situation stets unter Kontrolle, es gelang ihr jedoch auch nicht, Ceylin del Carmen Alvarado abzuschütteln. So kam es zum Sprint, in dem Worst – siehe Nommay – sich durchaus gute Chancen ausrechnen konnte. Doch die Zielgerade erwies sich als zu lang, ihr gingen die Kräfte aus und Alvarado sprintete aus dem Windschatten heraus zum Sieg. Um Luft ringend, aber überglücklich stürzte die gebürtige Dominikanerin zu Boden, während Worst die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand. Brand kam mit 10 Sekunden Rückstand als Dritte herein und machte den niederländischen Podiumssweep perfekt. Dreimal Gold in drei Rennen, dazu zweimal Silber und zweimal Bronze – der erste Tag in Dübendorf hatte nur eine Farbe: Orange. Die 41-jährige US-Amerikanerin Katherine Compton belegte eine Minute zurück den vierten Platz, Kastelijn finishte als Fünfte. Es folgten Evie Richards aus Großbritannien, die Italienerin Eva Lechner und die immerhin auch schon 39-jährige Ellen van Loy, die die Ehre der Belgier retten musste. Die deutsche Meisterin Elisabeth Brandau belegte Rang 21. Die Gastgeber, die auf die schwer verletzte Jolanda Neff verzichten mussten, verzeichneten Rang 23 durch Zina Barhoumi. Für Nadja Heigl aus Österreich wurde es der 26. Platz.

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