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Grabosch/Hinze holen in Berlin WM-Gold – Weltrekorde in Teamsprint und Mannschaftsverfolgung der Männer
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26.02.2020

Grabosch/Hinze holen in Berlin WM-Gold – Weltrekorde in Teamsprint und Mannschaftsverfolgung der Männer

Info: BAHNRADSPORT-WELTMEISTERSCHAFT 2020 IN BERLIN
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 26.02.02020 – Der erste Tag der Bahnradsport-Weltmeisterschaft in Berlin war voller großer Highlights, doch aus Sicht des Gastgebers begeisterte natürlich der Sieg von Pauline Grabosch und Emma Hinze im Teamsprint am meisten. Für die Niederlande gab es am Mittwoch gleich zweimal Gold, durch Kirsten Wild im Scratch und die Männer im Teamsprint. Die brachen sogar den über sechs Jahre alten Weltrekord der Deutschen. In der Mannschaftsverfolgung sprengte „Danish Dynamite“ die bisherige Bestmarke.


Zeitplan | Ergebnis-Übersicht | Medaillenspiegel


Scratch Frauen

Wild Valente Martins

Wild mit viel Routine zum dritten Scratch-Titel

Die erste WM-Entscheidung im Berliner Velodrom fiel im Scratch der Frauen. Es war ein Rennen ohne große Überraschungen. Während der 40 Runden versuchte keine einzige Fahrerin, mit einem Angriff einen vorentscheidenden Rundengewinn zu erzwingen, die Entscheidung wurde im Sprint ausgefochten. Kirsten Wild, die bereits 2015 in Saint-Quentin-en-Yvelines und 2018 in Apeldoorn Gold in dieser Massenstart-Disziplin gewonnen hatte, setzt sich zwei Runden vor Schluss an die Spitze des Feldes, von wo sie sich nicht mehr verdrängen ließ. Insgesamt war es der siebte Bahn-WM-Titel für die 37-jährige Niederländerin. Die Britin Laura Kenny hielt sich lange am Hinterrad der Siegerin, bevor sie auf der Zielgeraden in einem Fotofinish zwischen drei Fahrerinnen noch auf Platz vier durchgereicht wurde. Silber ging an die US-Amerikanerin Jennifer Valente und Bronze an die Portugiesin Maria Martins.

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Teamsprint Frauen

Deutschland Australien China

Grabosch/Hinze treten das Erbe von Welte/Vogel an

In den Jahren 2012 bis 2014 und noch einmal 2018 hatten Miriam Welte und Kristina Vogel Teamsprint-Gold für Deutschland geholt. Diese Ära ist vorbei – doch könnte in Berlin eine neue begonnen haben: Pauline Grabosch und Emma Hinze, beide 22 Jahre jung, haben vor heimischem Publikum ihren ersten gemeinsamen WM-Titel errungen. In der Qualifikation, als Grabosch noch mit Lea Friedrich angetreten war, hatte es zwar nur zu Platz fünf gereicht, doch als dann Hinze mit ins Geschehen eingriff, fuhr das deutsche Paar in der 1. Runde Bestzeit. Diese konnte im Finale, nochmals unterboten werden. Die Siegerzeit lag mit 32,163 Sekunden nur 0,235 Sekunden über
dem seit Olympia 2016 bestehenden Weltrekord und 0,010 Sekunden über dem deutschen Rekord, den Welte/Vogel 2013 in Aguascalientes aufgestellt hatten. Die australischen Vorjahressiegerinnen Kaarle McCulloch und Stephanie Morton mussten sich Grabosch/Hinze im Finale um gut zwei Zehntel geschlagen geben; Bronze holten sich die Chinesinnen Feifei Chen und Tianshi Zhong. Die Russinnen Daria Shmeleva und Anastasiia Voinova verpassten nach fünf Jahren in Folge mit Medaillen als Vierte knapp das Podium.

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Teamsprint Männer

Niederlande Großbritannien Australien

Niederländer sprinten mit zwei Weltrekorden zum Titel-Hattrick

Im Teamsprint hat sich die Dominanz der Niederländer nach den Titelgewinnen von 2018 und 2019 erwartungsgemäß fortgesetzt – und dennoch war die Art und Weise absolut verblüffend. Zweimal verbesserten sie
den seit Dezember 2013 von Deutschland gehaltenen Weltrekord! In der 1. Runde pulverisierten Jeffrey Hoogland, Harrie Lavreysen und Roy van den Berg den alten Rekord (41,871) geradezu (41,275) und verbesserten sich im Finale nochmals um ein halbes Zehntel (41,225). Das zweitschnellste Team des Tages waren die Briten Jack Carlin, Jason Kenny und Ryan Owens, doch 42,294 und 42,400 Sekunden reichten nur für Silber. Bronze holten sich die Australier Thomas Cornish, Nathan Hart und Matthew Richardson im kleinen Finale gegen Frankreich. Das deutsche Trio Eric Engler, Stefan Bötticher und Maximilian Levy konnte nicht mit den Besten mithalten. Nach Platz sieben in der Qualifikation schafften sie in der 1. Runde die sechstbeste Zeit, verpassten das Weiterkommen im direkten Duell mit den Briten aber deutlich um fast eine Sekunde.

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Mannschaftsverfolgung Männer

Dänen fahren zweimal Weltrekord – neue Bestmarken für Deutsche und Schweizer

In der Mannschaftsverfolgung werden die Medaillen erst am zweiten WM-Tag vergeben, doch bei den Männern kann es keinen anderen Weltmeister als Dänemark geben.
Den alten 4000-Meter-Weltrekord (3:48,012), mit dem Australien im vorigen Jahr den Titel eingefahren hatte, unterboten Lasse Norman Hansen, Julius Johansen, Frederik Rodenberg Madsen und Rasmus Pedersen in der Qualifikation um beinahe eineinhalb Sekunden (3:46,579)! In der 1. Runde verbesserten sie sich dann nochmals um mehr als drei Zehntel (3:46,203), wodurch eine nicht viel weniger sensationelle Leistung der Italiener fast unterging. Angeführt von Filippo Ganna fuhren die nämlich eine Zeit (3:46,513), die ebenfalls unter der dänischen Quali-Marke lag. Dennoch darf Italien sich nur mit Titelverteidiger Australien um Bronze duellieren, während Dänemarks Finalgegner Neuseeland heißt. Der deutsche Vierer fuhr in der Formation Felix Groß, Theo Reinhardt, Leon Rohde und Domenic Weinstein auf Platz sieben. In der Qualifikation, als statt Rohde noch Nils Schomber mitgefahren war, konnte der deutsche Rekord von 3:51,165 auf 3:50,304 verbessert werden. Die Schweizer Stefan Bissegger, Robin Froidevaux, Claudio Imhof, Lukas Rüegg (nur 1. Runde) und Cyrille Thièry (nur Quali) verbesserten ihren Landesrekord von 3:54,858 über 3:52,888 auf 3:51,665 und schafften mit Platz sechs die angestrebte Olympia-Qualifikation.

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Mannschaftsverfolgung Frauen

Die USA drängen zurück an die Spitze – Deutschland auf Platz 7

Für die Frauen stand am Mittwoch in der Mannschaftsverfolgung nur die Qualifikation auf dem Programm, ihre 1. Runde findet wie das Finale am Donnerstag statt. Die Bestzeit im ersten Kräftemessen lieferten Jennifer Valente, Chloé Dygert, Emma White und Lily Williams ab (4:11,229), die nach der Siegesserie von 2016 bis 2018 den Titel in die USA zurückholen wollen, nachdem es 2019 lediglich zu Platz sieben gereicht hatte. Großbritannien war als zweitbestes Team nur gut sechs Zehntel langsamer, während Titelverteidiger Australien mit deutlichem Rückstand von 3,7 Sekunden nur Platz fünf belegte. Die Deutschen Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Gudrun Stock belegten zum Auftakt in 4:15,477 Minuten den siebten Platz. Der Landesrekord vom Weltcup in Glasgow vom letzten November (4:14,522) hätte für Platz fünf gereicht.

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