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Deutschsprachige Teams sehr erfolgreich beim härtesten Radrennen der Welt - Nachbericht zum RAAM 2011
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04.07.2011

Deutschsprachige Teams sehr erfolgreich beim härtesten Radrennen der Welt - Nachbericht zum RAAM 2011

Info: Race Across America (RAAM) 2011
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Das komplette Renngeschehen
Autor: Jörg Schröder (Links 2003)



Annapolis, 04.07.2011 – Nicht nur durch den Solo-Sieg durch den Österreicher Christoph Strasser war das RAAM aus deutschsprachiger Sicht sehr erfolgreich. Sechs Mannschafen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren mit dabei und sorgten dabei in ihren Rennklassen für gute Resultate. Auf ihr Abschneiden wollen wir heute noch einmal zurückblicken.


Vor einer Woche endete das RAAM, einen Bericht zum Ausgang bei den Solisten gab es bereits in der vergangenen Woche


RAAM härter als die Tour de France
Vor knapp einer Woche endete das Race Across America 2011. Bei den Herren feierte der Österreicher Christoph Strasser einen souveränen Sieg. Heute wollen wir jedoch auf die Leistungen der Teams zurückschauen. Um das RAAM zu verstehen, muss das Reglement etwas genauer betrachtet werden. Hierbei handelt es sich nicht um ein Etappenrennen wie etwa bei der Tour de France, das RAAM ist eher mit einem langen Zeitfahren zu vergleichen. Sobald ein Fahrer im Rennen ist, läuft die Zeit ununterbrochen bis zur Zielpassierung. Unterwegs mussten in diesem Jahr 54 Timestations passiert werden, um in der Wertung zu bleiben. Auch darüber hinaus musste einer vorgegebenen Strecke gefolgt werden, um Zeitstrafen zu vermeiden. Die Strecke ist stets etwa 30% länger als bei einer der drei Grand Tours, zudem muss diese in nicht mal der halben Zeit gemeistert sein! Schlafpausen können individuell eingelegt werden und gehören somit zu einem eventuell entscheidenden taktischen Mittel. Auch Nicht-Profis können am RAAM teilnehmen. Dazu gibt es Qualifikationsrennen. Das letztliche Starterfeld ist jedoch überschaubar, da sich die Teilnehmer großen Strapazen aussetzten. Nicht zuletzt treten viele Sportler maximal im Zweijahres-Rhythmus zu diesem Event an, das 1982 zum ersten Mal ausgetragen wurde. Seit 1994 nehmen auch Mannschaften beim RAAM teil, so dass sich die einzelnen Mitglieder die Strecke teilen können.
Folgende Teams setzten sich in diesem Jahr in ihren jeweiligen Klassen durch:
- 2er Teams: Racer Sportif (USA)
- 4er Teams Herren: Allegiant Air Cycling (USA)
- 4er Teams Damen: Raw Milk Cats (USA)
- 4er Teams Mixed: Sparkassen-Racer -the race together- (GER)
- 4er Teams offene Klasse: Team4Gone (USA)
- 8er Teams: Strategic Lions (GBR)

Höchstleistung vom Team Andreas Niedrig bereits vor dem Start:
Eine sehr beeindruckende Leistung hat insbesondere das deutsche Team Andreas Niedrig hingeleg –nicht nur im Rennen sondern auch schon davor. Angetreten war das Team, um Andreas Niedrig als Solisten durch die USA zu begleiten. Vier Tage vor dem Start die Hiobsbotschaft: Patellasehenabriss! Doch aufgeben galt nicht. Während Niedrig in Deutschland bleiben musste, trommelte er acht Freunde aus der Crew und anderweitig zusammen, die ganz kurzfristig als 8er-Team am RAAM teilnahmen! Improvisiert und mit der Ausrüstung, die für einen Solo-Starter ausgelegt war, schaffte sie es gar auf den 9. Rang unter 13 Achter-Teams.

Die deutschsprachigen Teams:
Vier weitere deutschsprachige Mannschaften stellten sich in diesem Jahr der besonderen Herausforderung, die Vereinigten Staaten von Amerika von der West- zur Ostküste auf dem Rad zu durchqueren. Alle schafften es erfreulicherweise in den maximal neun zur Verfügung stehenden Tagen, von Oceanside nach Annpolis zu gelangen und dabei 4809,5 Kilometer zurückzulegen.

Zweier-Team: Equipe Hubert Schwarz:
Hubert Schwarz ist ein sehr erfahrender Teilnehmer des RAAM. Bereits mehrmals war der Deutsche in den USA am Start, sowohl als Solist als auch in verschiedenen Teams. Zudem hat er andere Mannschaften bei ihrem RAAM-Abenteuer unterstützt. 2011 ging er zusammen mit Malte Hartwieg ins Rennen. 8d 8h 18m bedeuteten am Ende Rang 5 bei den Zweier-Teams, von denen in diesem Jahr nur 8 an den Start gegangen waren.

Vierer-Team: Sparkassen-Racer -the race together-:
Lange mussten die Sparkassen Racer gegen das britische Team Swift And Bold um Rang eins bei den Mixed-Mannschaften kämpfen. Letztlich waren sie 19 Minuten schneller als ihre Konkurrenten von der Insel. Dabei gab es im Team kurz vor dem Start noch eine Umbesetzung. Während Torsten Bierwisch, Ralf Hagendorff und Kathrin Schlieter planmäßig an den Start gingen, rutschte der Youngster Lasse Ibert (29 Jahre) kurzfristig für den mit Rückenproblemen im Startord Oceanside gebliebenen Winfried Barkschat in die Mannschaft. Geschadet hat dies der Leistung offensichtlich nicht, lediglich 6d 4h 17m waren sie zusammen unterwegs.

Vierer-Team: cycling team nettoSHOP.ch:
Nur eine Mannschaft bestehend aus schweizer Fahrern war in diesem Jahr beim RAAM mit dabei. Simon Wirth, Ronny Dux, Philipp Amhof und Urs Samtleben waren von Anfang an ausgezeichnet unterwegs. Besonders in den Rocky Mountains kamen sie gut voran. Mit ihrer Fahrzeit von 5d 15h 19m mussten sie lediglich zwei anderen Vierer-Teams den Vortritt lassen, sodass am Ende der hervorragende dritte Rang heraussprang!

Vierer-Teams: The 4 Austrian Musketeers:
Die Österreicher nehmen anscheinend lieber als Solisten am RAAM teil, das jedoch sehr erfolgreich. Als einzige österreichische Mannschaft, dafür zum wiederholten Male, gingen die vier Musketiere an den Start. In den vergangenen Jahren waren die Teilnahmen des Teams sehr erfolgreich, das sich entschieden gegen Doping ausspricht. 2009 sprang ein 2. Platz in der Kategorie unter 50 Jahre bei den Vierern heraus, 2010 reichte es gar zum Sieg in der Altersklasse 50-59. Günther Kugler, der bei beiden Teilnahmen bereits mit dabei war, war 2011 der einzige Ü50 im Quartett. In diesem Jahr war er zusammen mit Johann Gillmayr, Bernhard Kornherr und dem erst 25jährigen Michael Sieghartsleitner unterwegs. Ein Podestplatz sprang diesmal nicht dabei heraus, in 5d 23h 16m belegten sie jedoch einen ungefährdeten und hervorragenden vierten Platz.

Vierer-Team: Buchholz goeas America:
Das deutsche Mixed-Team Buchholz goes America ging in der gemischten Klasse der Vierer-Mannschaften an den Start. Gerry Hoffmann, Rolf Nett, Klaus Kaefer und Waltraud Nett waren bereits 2009 gemeinsam am Start, allerdings fungierte Klaus Kaefer damals noch als Betreuer. Nicht nur ihre damalige Zeit wollten sie in diesem Jahr verbessern, sondern zudem auch noch den Streckenrekord der Ü50-Mixed-Teams aus dem Jahr 2006 brechen, der bei 6 Tagen, 19 Stunden und 59 Minuten liegt. Auch sie profitierten in diesem Jahr von den zumeist guten Bedingungen und verbesserten den Rekord auf 6d 13h 57m! Unter allen Quartetten reichte dies zu Platz 16.

-> Alle Endstände des Race Across America 2011





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