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Evans schlägt Contador auf der Mûr-de-Bretagne, aber Hushovd bleibt in Gelb
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05.07.2011

Evans schlägt Contador auf der Mûr-de-Bretagne, aber Hushovd bleibt in Gelb

Info: TOUR DE FRANCE 2011
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Mûr-de-Bretagne, 05.07.2011 - Die 4. Etappe der Tour de France endete in einem zwei Kilometer langen Sprint die Mûr-de-Bretagne hinauf. Alberto Contador (Saxo Bank) konnte sich erstmals in Szene setzen, unterlag in einem Foto-Finish Cadel Evans (BMC Racing Team), der seinen ersten richtigen Tour-Etappensieg feiern konnte. Das Gelbe Trikot bekam der Australier aber nicht, weil Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) ohne Rückstand blieb. José Joaquin Rojas (Movistar) konnte sein Grünes Trikot ebenfalls verteidigen.

Hoogerland, Izagirre und Roy die auffälligsten von fünf Ausreißern
Die 4. Etappe der Frankreich-Rundfahrt war - ein wenig widersprüchlich - als Flachetappe eingestuft (zu merken an der Punktevergabe für das Grüne Trikot) aber auch zugleich als Bergankunft (was durch den Wegfall der Drei-Kilometer-Sturz-Regel deutlich wurde). Die 172,5 Kilometer lange Etappe durch die Bretagne im Nordwesten Frankreichs endete an der Mûr-de-Bretagne, einem kurzen, aber dem bisher schwersten Anstieg dieser Tour. Nach neun Kilometer machte sich ein Quintett von Ausreißern davon, kam bis auf vier Minuten Vorsprung und wurde dann vom Feld, in dem Omega Pharma-Lotto und das BMC Racing Team arbeiteten, kontrolliert. Nur wenige Kilometer vor dem Ziel endete die Flucht. Kämpferischster Fahrer wurde Jérémy Roy (FDJ), der schon auf der 1. Etappe ausgerissen war und wohl daher bei der Jury einen Stein im Brett hatte. Denn Johnny Hoogerland (Vacansoleil-DCM), der die Gruppe initiiert hatte und unterwegs sowohl eine Bergwertung der 4. Kategorie als auch den Zwischensprint gewann, oder Gorka Izagirre (Euskaltel), der im Finale noch zwei Mal stark attackierte, hätten sich die Auszeichnung ebenfalls verdient. Imanol Erviti (Movistar) und Blel Kadri (Ag2r) waren die weiteren Ausreißer, konnten sich aber nicht so nachhaltig ins Rampenlicht fahren. Kurz vor dem Beginn des Schlussanstieges war dieses Kapitel beendet und ein spannendes neues wurde aufgeschlagen.

Contador greift am Schlussberg an, doch Evans siegt im Sprint
Die Mûr-de-Bretagne war schwerer als der Mont des Alouettes auf der 1. Etappe. Die erste Hälfte der Zwei-Kilometer-Steigung auf einer fast schnurgeraden Straße stieg bei rund 10% an, danach wurde es etwas weniger steil. Durch sehr hohes Tempo wurden im Vorfeld schon viele Fahrer abgehängt, etwa 70 bis 80 nahmen den Berg noch gemeinsam in Angriff. Angriff - das Stichwort für Alberto Contador (Saxo Bank). Nach einem missratenen Tour-Beginn wollte sich der Spanier Selbstvertrauen holen und trat 1300 Meter vor dem Ziel als Erster an. Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto), der an diesem Tag seinen 29. Geburtstag feierte, schnappte sich sofort das Hinterrad Contadors und weitere Fahrer folgten, während dahinter das Restfeld auseinanderflog. Gelb-Träger Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) schien in Schwierigkeiten zu geraten, weshalb Cadel Evans (BMC Racing Team) unter der Flamme Rouge Tempo machte. Doch der Norweger kam wieder vorne heran und wurde Teil einer Gruppe von zehn Fahrern an der Spitze. Gilberts Teamkollege Jurgen Van Den Broeck lag kurzzeitig ein paar Meter vorne, aber es war wieder Contador, der den Endspurt einläutete. Evans zog an ihm vorbei und sprintete im Wind. Aus seinem Schatten griff Contador an und die beiden lieferten sich ein enges Duell um den Etappensieg - mit dem knapp besseren Ende für Evans.


BMC Racing Team: Sieg für Evans auf 4. Etappe der Tour de France

Hushovd und Rojas könnten ihre Trikots in gelb und grün verteidigen
Es war Evans' erster wirklicher Tour-Etappensieg, der Sieg auf der 13. Etappe 2007 wurde ihm erst nachträglich zugesprochen, als man Alexandre Vinokourov (Astana) des Dopings überführt. Der Kasache belegte heute den dritten Platz vor Rigoberto Uran (Movistar), Gilbert und Hushovd. Desweiteren blieben Fränk Schleck (Leopard Trek), Samuel Sanchez (Euskaltel), Van den Broeck und Andreas Klöden (RadioShack) ohne Zeitverlust, die nachfolgenden Fahrer verloren bereits einige Sekunden. Die starke Leistung des Weltmeisters bedeutet, dass Hushovd das Gelbe Trikot behält, Evans rückt auf Platz zwei vor und liegt weiterhin eine Sekunde hinter dem Norweger. Fränk Schleck ist mit vier Sekunden Rückstand Dritter. Als Etappensieger gewann Evans auch eine Bergwertung der 3. Kategorie und schlüpft damit ins Bergtrikot. In Grün fährt weiterhin José Joaquin Rojas (Movistar), der als Zwölfter gerade noch genug Punkte sammelte, um sich eine Führung von zwei Zählern vor Evans zu bewahren. Mit fünf Punkten Rückstand folgt Gilbert. Den Erhalt seines Sondertrikots hat Rojas auch dem Einsatz beim Zwischensprint zu verdanken, wo er hinter Tyler Farrar (Garmin-Cervélo) aus dem Feld heraus Platz sieben einfuhr. Die letzten Fahrer erreichten nach gut acht Minuten das Ziel, einer aber war vorher schon ausgestiegen. Jurgen Van De Walle (Omega Pharma-Lotto) plagten seit seinem Sturz auf der 1. Etappe Leistenbeschwerden, die ihn heute zur Aufgabe zwangen.

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Die 164,5 Kilometer lange 5. Etappe führt über einige kleine Hügel und in der zweiten Hälfte immer der Küste entlang. Rein vom Profil her ist ein Massensprint das wahrscheinlichste Szenario.





Cadel Evans gewinnt die 4. Etappe der Tour de France knapp vor Alberto Contador (Foto: www.letour.fr)
Cadel Evans gewinnt die 4. Etappe der Tour de France knapp vor Alberto Contador (Foto: www.letour.fr)

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