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Evans mit bester Ausgangsposition für die letzte Woche der Tour - aber Voeckler immer noch in Gelb
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18.07.2011

Evans mit bester Ausgangsposition für die letzte Woche der Tour - aber Voeckler immer noch in Gelb

Info: TOUR DE FRANCE 2011
Autor: Felix Griep (Werfel)
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18.07.2011 - Im Département de la Drôme verbringt der Tour-Tross heute seinen zweiten Ruhetag. Doch an Ruhe ist nicht zu denken, Körper und Geist müssen fit gemacht werden für die entscheidende letzte Woche der Frankreich-Rundfahrt. In den Alpen müssen die Favoriten endlich Farbe bekennen und ihre abwartende Haltung ablegen. Noch immer fährt Thomas Voeckler im Gelben Trikot, wenn er es aber bis Paris behalten und erster französischer Tour-Sieger seit 26 Jahren würde, wäre das eine absolute Sensation. Mit der besten Ausgangsposition geht Cadel Evans in die letzte Woche.


Weiterer Bericht:
Die Stände und Aussichten in den anderen Klassementen


Voeckler besteht bisher im Kampf gegen übermächtige Gegner
Das Renngeschehen in den Pyrenäen blieb leider etwas hinter den Erwartungen zurück, da die meisten Favoriten nur darauf bedacht waren, keine Zeit zu verlieren. Daran liegt es, dass Thomas Voeckler (Europcar) seinen Traum in Gelb weiter leben kann. Mit seinem Teamkollegen Pierre Rolland beeindruckte er in Luz-Ardiden und auf dem Plateau de Beille. Aber niemand mag wirklich daran glauben, dass der 32-Jährige auch in den Alpen noch mithalten kann, wo die sogenannten Favoriten zur Attacke gezwungen sind. Unter denen ist Fränk Schleck (Leopard Trek) bislang der Beste, hier die Top10 der Gesamtwertung aus seiner Sicht:
1  Thomas Voeckler  EUC -1:49
2  Fränk Schleck    LEO      
3  Cadel Evans      BMC +0:17
4  Andy Schleck     LEO +0:26
5  Ivan Basso       LIQ +1:27
6  Samuel Sanchez   EUS +1:55
7  Alberto Contador SBS +2:11
8  Damiano Cunego   LAM +2:12
9  Thomas Danielson GRM +3:57
10 Kevin De Weert   QST +4:29

Evans zwischen den Schlecks bestens platziert
Zwar ist der ältere Schleck unter den Favoriten der bestplatzierte, die beste Position hat aber wohl der stärkere Zeitfahrer Cadel Evans (BMC Racing Team). Der Australier sollte im Kampf gegen die Uhr auch Andy Schleck (Leopard Trek) im Griff haben und genießt auf die nächsten Fahrer schon einen ordentlichen Vorsprung, der ihm den Luxus bietet, defensiv fahren zu können. In den Pyrenäen tat er dies sehr überzeugend und hinterließ einen hervorragenden Eindruck. Der frühe Sieg auf der 4. Etappe an der Mûr-de-Bretagne hat ihm viel Sicherheit verliehen. Die Schleck-Brüder wollen am liebsten gemeinsam aufs Podium, dürfen dabei aber nichts verschenken, nur weil der eine an einem guten Tag auf den anderen warten muss, weil der einen schlechten hat. Wollen Sie den Tour-Sieg, dann können sie nicht immer aufeinander Rücksicht nehmen und müssen noch mehr Vorsprung in das Zeitfahren am Samstag mitnehmen.


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Sanchez, Basso und Contador in Lauerstellung
Auf den Plätzen fünf bis sieben der Gesamtwertung liegt die Abteilung Attacke. Dieses Trio muss nicht nur angreifen, es sollte auch dazu in der Lage sein. Der Sechste Samuel Sanchez (Euskaltel) hat es bereits bewiesen, gewann in Luz-Ardiden und wurde bei der zweiten Bergankunft Zweiter. Da profitierte er natürlich von der Zurückhaltung der Konkurrenz, die ihn nun sicher nicht mehr so einfach fahren lassen wird. Das Kämpferherz hat der Olympiasieger aber zweifelsohne. Ivan Basso (Liquigas) hat sich eine gute Ausgangsposition erarbeitet und macht den Anschein, als hätte er noch nicht ans Limit gehen müssen. Der Italiener könnte durchaus für eine Überraschung sorgen und die vor ihm liegenden Fahrer in Bedrängnis bringen. 2:11 Minuten Rückstand hat Alberto Contador auf Fränk Schleck, 1:54 Minute auf Evans. Der dreifache Tour-Sieger kann als heimlicher Gewinner der ersten Gebirgsetappen angesehen werden. Er war offensichtlich nicht in allerbester Verfassung und hätte bei konsequenterer Fahrweise seiner Gegner mehr Zeit verlieren können, als das bei der ersten Bergankunft der Fall war. Auf dem Plateau de Beille zeigte er sich schon stärker und könnte gut erholt in den Alpen das Favoriten-Feld von hinten aufrollen. Abschreiben sollte man den Spanier auf keinen Fall.

Der Club der Enttäuschten
Für den Gesamtsieg kommen wohl nur noch die Fahrer auf den Plätzen zwei bis sechs in Frage. Damiano Cunego (Lampre) liegt als Achter zwar nur eine Sekunde hinter Contador, hatte aber schon in den Pyrenäen nicht ganz mit den Besten mithalten können. Keine Chance mehr auf den Gewinn der Tour hat RadioShack, das nach den Ausfällen von Janez Brajkovic, Chris Horner und Andreas Klöden nun auf Haimar Zubeldia setzen muss, der als 15. aber schon 9:50 Minuten Rückstand aufweist. Der angeschlagene Levi Leipheimer ist noch einmal zehn Ränge schlechter platziert. HTC-Highroad hat zwar die beste Ausbeute an Etappensiegen (vier durch Mark Cavendish), aber in den Pyrenäen ein Debakel erlebt. Peter Velits belegt den Platz hinter Zubeldia, Tony Martin ist als bester Deutscher nur 35. Garmin-Cervélo hat mit Tom Danielson wenigstens noch einen Fahrer in den Top10, während Christian Vande Velde und Ryder Hesjedal nur knapp vor Martin liegen.





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