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Cyclistmas bei LiVE-Radsport: Adventskalender, 12. Dezember - Rückblick der U23-Saison 2009
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12.12.2009

Cyclistmas bei LiVE-Radsport: Adventskalender, 12. Dezember - Rückblick der U23-Saison 2009

Info: Alle Türchen des Adventskalenders | Resultate U23
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Ähnlich wie den Frauenrennen wird den Rennen, die sich speziell an Fahrer der Kategorie U23 richten, bisweilen zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Grund genug, uns hinter unserem heutigen Adventskalendertürchen einmal die Resultate der Wettbewerbe in diesem Bereich anzuschauen. Dabei kann kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Ihr werdet aber alle Fahrer wiedertreffen, die auch für unseren Cycle Award (Kategorie „U23 außerhalb der ProTour“) nominiert sind, für den ihr nur noch bis morgen um Mitternacht abstimmen könnt (und solltet!)

Jahresrückblick in der Kategorie U23

Frühjahr: Guldhammer mit herausragenden Leistungen
Schon beim ersten Event, dem dreitägigen Grand Prix du Portugal Ende März, der vom Kolumbianer Sergio Henao gewonnen wurde, zeigte sich als Gesamt-Dritter und Doppeletappensieger ein junger Däne mit vorne: Rasmus Guldhammer. Eben dieser erkämpfte sich wenig später am 11. April bei der prestigeträchtigen Flandernrundfahrt für U23 den zweiten Platz und musste sich dabei nur dem Belgier Jan Ghyselinck geschlagen geben, der allerdings mit fast einer Minute Vorsprung ins Ziel kam. Der Deutsche John Degenkolb landete zeitgleich mit Guldhammer auf einem hervorragenden dritten Platz und wurde im selben Monat bei der ZLM Tour (Sieger: Luke Rowe) ebenfalls Dritter. Der große Durchbruch gelang dem damals gerade erst 20 Jahre alt gewordenen Guldhammer bei der Nachwuchsausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich, die er 5 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Romain Zingle und eine halbe Minute vor dem Niederländer Dennis van Winden beendete. Letztgenannter gewann später auch noch eine Etappe der Tour de l´Avenir.

Kittel, Kritskiy und Sicard mit ersten Erfolgen
Ebenfalls noch im Frühjahr landete der Italiener Sacha Modolo auf heimischem Boden einen Doppelsieg, indem er sowohl den Giro del Belvedere di Villa di Cordignano als auch den Gran Premio Liberazione für sich entschied. Im weiteren Verlauf des Jahres sollte er außerdem noch EM-Bronzemedaillengewinner werden. Der spätere EM-Vizemeister im Zeitfahren und spätere Tour de l´Avernir-Etappengewinner, Timofey Kritskiy aus Russland, machte unterdessen mit einem Sieg bei der Côte Picarde erstmals auf sich aufmerksam, wo der Deutsche Marcel Kittel einen ordentlichen sechsten Platz belegte. Kittel gewann auch eine Etappe der Tour du Haut Anjou Espoirs im Mai, die der US-Amerikaner Tejay van Gaderen als Gesamtsieger beendete. Der später so erfolgreiche Romain Sicard landete dort übrigens auf Gesamt-Rang drei und holte sich kurz darauf außerdem eine Etappe der Ronde de l´Isard, wo Alexandre Geniez das Gesamtklassement anführte.

Mai: Ein Australier und ein Amerikaner ganz vorne
Der Monat hatte begonnen mit dem Eschborn-Frankfurt City Loop, wo der spätere Zeitfahr-Weltmeister Jack Bobridge zum ersten Mal zuschlug und die beiden Österreicher Daniel Schorn und Matthias Brändle auf die Plätze zwei und drei verwies – und er endete mit Paris-Roubaix, wo sich der Amerikaner Taylor Phinney, Protegé von Lance Armstrong und seit Langem als Riesentalent gehandelt, im Schlussspurt durchsetzte. Aus deutscher Sicht muss auch an die traditionsreiche, fünftägige Tour de Berlin erinnert werden, die der damals noch 18-jährige Lokalmatador Franz Schiewer, also eigentlich ein „Junior“, für sich entschied.


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Sommer: Thüringenrundfahrt und EM als Höhepunkte
Schiewers Landsmann Nico Keinath durfte sich über Platz zwei in der Gesamtwertung der Coupe des nations Ville Saguenay Anfang Juni freuen, hinter Johan Le Bon (mit 18 Jahren noch ein Juniorenfahrer!) und vor dem bereits einmal erwähnten Sergio Henao – eine Vorausdeutung auf Keinaths Bergtrikotgewinn bei der Tour de l´Avenir. In seinem Heimatland fand im selben Monat die Internationale Thüringenrundfahrt, eines der schwersten Nachwuchs-Mehretappenrennen statt, das Proconti-Fahrer Stefan Denifl vor dem Niederländer Steven Kruijswijk und Doppeletappensieger Jack Bobrige für sich entschied, während Andreas Stauff zwei und Marcel Kittel eine Etappe gewannen. Wenig später setzte sich der Luxemburger Ben Gastauer bei der dreitägigen Tour de Pays Savoie überlegen gegen alle anderen Teilnehmer durch, deren bester noch van Gaderen mit über 2 Minuten Rückstand war. Die Europameisterschaft Anfang Juli, einer der Höhepunkte des Jahres, endete mit dem phänomenalen Gewinn der Goldmedaille im Zeitfahren durch Marcel Kittel und dem Straßenmeistertitel für den Belgier Kris Boeckmans, der im Herbst auch noch Zweiter bei Paris-Tours Espoirs werden sollte.

Sicard mit Spitzenresultaten bei Tour de l´Avenir und WM
Der nächste Wettbewerb war dann auch schon die Tour de l´Avenir vom 5. bis 13. September, die härteste, neun Tage dauernde Rundfahrt für U23. Am Ende stand Romain Sicard ganz oben (Foto s.o., Bildquelle: Christine Kroth), obwohl ihn eine Zeitstrafe fast noch den Sieg gekostet hätte. Nur eine Sekunde trennten den Franzosen, der als einzige Etappe das Zeitfahren gewinnen konnte, vom einmal mehr stark in Erscheinung tretenden Tejay van Gaderen, allerdings über eine Minute vom 22-jährigen Deutschen Sergey Fuchs. Dessen Landsmann Andreas Stauff holte eine Etappe und außerdem das Punktetrikot.
Der 21-jährige Romain Sicard krönte sein starkes Jahr 2009 noch im selben Monat mit dem Weltmeistertitel, den er überlegen vor dem Kolumbianer Carlos Betancour und dem Russen Egor Silin gewann. Letzterer war bereits im April Zweiter beim GP Palio del Recioto gewesen (Sieger dort: Stefano Locatelli). Doch auch die Deutschen und die Österreicher hatten Grund zur Freude in Mendrisio: Brändle wurde auf der Straße Neunter, Patrick Gretsch holte gar die WM-Bronzemedaille im Zeitfahren, wo Kittel auf Rang vier einkam.

Das Jahr ging zu Ende mit der U23-Ausgabe von Paris-Tours, die überraschend der Franzose Mathieu Halleguen für sich entschied. Dessen Heimatnation gewann auch den diesmal aus sechs Stationen bestehenden Nations Cup im U23-Bereich, knapp vor Deutschland und deutlich vor Dänemark.





Cyclistmas bei Live-Radsport: Adventskalender, 12. Dezember (Foto: (c) live-radsport)
Cyclistmas bei Live-Radsport: Adventskalender, 12. Dezember (Foto: (c) live-radsport)

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