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Alle Jahre wieder: Moncoutié holt seinen Etappensieg bei der Vuelta - Wiggins 8. Fahrer im Roten Trikot
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31.08.2011

Alle Jahre wieder: Moncoutié holt seinen Etappensieg bei der Vuelta - Wiggins 8. Fahrer im Roten Trikot

Info: VUELTA A ESPAÑA 2011
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Estación de Montaña Manzaneda, 31.08.2011 - Auf der 11. Etappe der Vuelta a España gab es nach dem Ruhetag gleich wieder eine Bergankunft, bei der diesmal aber die Entscheidung unter Ausreißern fiel. Diese Gelegenheit packte David Moncoutié (Cofidis) beim Schopfe und fuhr seinen seit 2008 obligatorischen Etappensieg ein. Auch im Kampf um das Bergtrikot ist er jetzt voll dabei. Unter den Favoriten gab es nur kleinere Abstände, die aber reichten, dass Bradley Wiggins (Sky) von und vor seinem Teamkollegen Christopher Froomes die Führung übernahm.

Große Ausreißergruppe - Montaguti endlich im Bergtrikot
Nach dem Ruhetag erhofften sich viele Fahrer, auf der 167 Kilometer langen 11. Etappe mit einer Flucht erfolgreich zu sein. Da es direkt nach dem Start einen Anstieg der 3. Kategorie hinaufging, gab es sofort zahlreiche Attacken. Erster auf dem Alto de Fumaces war Matteo Montaguti (Ag2r), der wie schon auf der 9. Etappe virtuell ins Bergtrikot fuhr, heute aber wildentschlossen war, es auch wirklich zu holen. Der Italiener war immer auf der Höhe des Geschehens und schaffte es dann auch in eine Fluchtgruppe mit unter anderem Luis Leon Sanchez (Rabobank), David Moncoutié (Cofidis) und Michael Albasini (HTC-Highroad), die 16 Fahrer umfasste. Drei weitere kamen nach einer Konterattacke noch hinzu: Amets Txurruka (Euskaltel), Mathias Frank (BMC Racing Team) und Fabio Duarte (Geox-TMC), der mit nur 7:04 Minuten Rückstand dem Feld einen Grund zur Nachführarbeit gab. Die Siegmöglichkeit gab das Feld gerne auf, aber bei acht Minuten Differenz setzte Sky mit der Arbeit ein, um das Rote Trikot zu verteidigen. An der zweiten Bergwertung (2. Kategorie) siegte Montaguti vor Moncoutié, dem an der nächsten (3. Kategorie) die Revanche gelang. Dennoch hatte Montaguti nun so viel Vorsprung, dass Moncoutié selbst mit einem Etappensieg nur bis auf einen Punkt herankommen konnte, womit die Vergabe des Bergtrikots für diesen Tag schon entschieden war. Aber es ging noch um den Tageserfolg am 19 Kilometer langen Anstieg zum Skigebiet Manzaneda.

Moncoutié, die Verlässlichkeit in Person: 4. Vuelta, 4. Etappensieg
Lange dauerte es nicht, bis Jonas Aaen Jörgensen (Saxo Bank) den ersten Angriff startete. Adrian Palomares (Andalucia-Caja Granada) übernahm rasch die Führungsposition vom Dänen und hielt sie eine Weile. Durch weitere Tempoverschärfungen entstand eine sechsköpfige Gruppe mit Palomares, Moncoutié, Frank, Beñat Intxausti (Movistar), Stuart O’Grady (Leopard Trek) und Sergio Paulinho (RadioShack). Paulinho und Moncoutié wechselten sich mit Antritten ab, bis der Franzose sich ein für allemal absetzte. Da waren noch zwölf Kilometer zu fahren. Moncoutié, mit 36 Jahren schon ein Veteran im Radsport, hatte sechs Kilometer vor dem Ziel bereits über eine Minute Vorsprung und fuhr souverän seinen alljährlichen Vuelta-Etappensieg ein. 2008 bestritt er erstmals die Spanien-Rundfahrt und gewann zuverlässig jedes Jahr eine Etappe - und das Bergtrikot. Dieses zweite große Ziel hat er mit nur einem Punkt Rückstand auf Montaguti fest im Visier. 1:18 Minute nach dem Mann des Tages folgten Intxausti und Sanchez auf Platz zwei und drei, Frank wurde ein Stück dahinter Vierter, Paulinho Fünfter. Montaguti und Txurruka verloren 2:29 Minuten. Mit einem Rückstand von 2:55 Minuten erreichte Aitor Perez (Lampre) als Achter das Ziel; er war der letzte Ausreißer, der sich vor den Favoriten halten konnte, von denen als Erster Joaquin Rodriguez (Katusha) 3:01 Minuten nach Moncoutié in Manzaneda eintraf.

Froome ackert wieder als Helfer und räumt Platz eins für Wiggins
Ab Mitte des Schlussanstieges gab es erste Aktivitäten im Hauptfeld in dem sich Christopher Froome (Sky) trotz des Roten Trikots wieder in der Helferrolle für Bradley Wiggins einfand. Besonders Katusha zeigte sich bemüht, etwas auszurichten, griff zuerst mit Vladimir Karpets und Danielo Moreno an und dann mit Joaquin Rodriguez. Besonders Moreno zeigte sich immer wieder angriffslustig, ob mit Steven Kruijswijk (Rabobank) und Jurgen Van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto) oder mit Chris Anker Sörensen (Saxo Bank) und Mikel Nieve (Euskaltel). Auch der Sieger der 9. Etappe, Daniel Martin (Garmin-Cervélo) attackierte, an der Drei-Kilometer-Marke unter anderem mit Bauke Mollema (Rabobank), als eine Gruppe um Moreno noch einen kleinen Vorsprung hatte. Sie wurden aber restlos durch die gute Arbeit von Froome eingeholt, der zwei Kilometer vor Schluss entkräftet den Kontakt zur Favoritengruppe verlor. Auf diese fuhr nur Rodriguez mit einem explosiven Antritt noch sieben Sekunden Vorsprung heraus. Die Führung blieb im Team Sky, wechselte aber zu Wiggins - der als achter Täger des Leadertrikots einen Rekord einstellt. 27 Sekunden verlor Froome, ebenso wie der Zuvor Gesamtzweite Jakob Fuglsang (Leopard Trek) und ist jetzt sieben Sekunden hinter Wiggins Zweiter. Vincenzo Nibali (Liquigas), Fredrik Kessiakoff (Astan) und Fuglsang folgen mit weniger als 20 Sekunden Rückstand.

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Die morgige 12. Etappe ist die einzige flache in der zweiten Woche der Spanien-Rundfahrt. Die Sprinter dürfen sich diese Möglichkeit nicht nehmen lassen, auch wenn es eingangs des letzten Kilometers eine Steigung gibt.





Alle Jahre wieder: David Moncoutié holt seinen Etappensieg bei der Vuelta
Alle Jahre wieder: David Moncoutié holt seinen Etappensieg bei der Vuelta
Foto: Sabine Jacob, www.eventfoto-jacob.de

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