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Spannung bis zum letzten Sprint beim Six Day Final in Brisbane
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15.04.2019

Spannung bis zum letzten Sprint beim Six Day Final in Brisbane

Info: Sixdays: Six Day Final Brisbane 2019
Autor: Felix Griep (Werfel)



Brisbane, 14.04.2019 – Nach den Siegen von De Ketele/De Pauw 2017 und Torres/Mora 2018 in Mallorca behielten beim diesjährigen Finale der Six Day Series in Brisbane die Australier Leigh Howard/Kelland O'Brien die Oberhand in einem bis zum Schluss spannenden Kampf gegen ihre Landsleute Cameron Scott/Sam Welsford und vor allem die Niederländer Yoeri Havik/Wim Stroetinga. Im Anna Meares Velodrome fiel die Entscheidung um den Sieg erst im Schlusssprint der Final-Jagd.


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Nur 7 Punkte zwischen Platz 1 und 3 vor der Final-Jagd
Vor der Final-Jagd hatte es am Sonntag in Brisbane noch drei weitere Rennen gegeben, die allerdings nicht viel an dem äußerst engen Gesamtstand änderten. Cameron Scott/Sam Welsford verbesserten sich von 163 auf 225 Punkte und übernahmen die Führung von Leigh Howard/Kelland O‘Brien, die von 166 auf 221 Punkte geklettert waren. Yoeri Havik/Wim Stroetinga machten aus ihren 162 Punkten der ersten beiden Nächte 218 und waren damit ebenfalls noch mittendrin im Kampf um den Gesamtsieg. Die Niederländer hatten sogar die Mannschaftsausscheidung gewonnen, weil sich Havik im endscheidenden Sprintduell gegen Howard durchsetzen konnte. Im 250 Meter Zeitfahren waren sie dann aber nur Vierte geworden, während Scott/Welsford und Howard/O’Brien dort die Plätze eins und zwei belegten. Im Punkterennen nahmen sich alle drei Topteams eine Auszeit und ließen die anderen Paare um den Sieg kämpfen, der letztlich an die Australier Stephen Hall /Joshua Harrison ging, die am Samstag schon eine Jagd für sich entschieden hatten.

Entscheidung im Sprint zwischen O’Brien und Havik
Kurz vor Halbzeit der einstündigen Final-Jagd hatten Havik/Stroetinga einmal mit einer Doublette, zwei direkt hintereinander herausgefahrenen Rundengewinnen, für leichte Panik bei ihren australischen Konkurrenten gesorgt, welche die Rundengleichheit aber doch zügig wieder herstellen konnten. An den ersten beiden Sprintwertungen der letzten 50 Runden hielten sich Scott/Welsford auffällig zurück – und starteten dann tatsächlich eine letzte große Attacke. Mehr als eine halbe Runde Vorsprung konnten sie aber nicht herausholen und mussten ihren Versuch nach einer Weile abbrechen. Unterdessen hatten sich Havik/Stroetinga einen Zwei-Punkte-Vorsprung gegenüber Howard/O'Brien erarbeitet, die jedoch mit dem Gewinn der vorletzten Wertung wieder an die Spitze des Klassements zogen. Im Zielsprint trat dann nicht wie in der Mannschaftsausscheidung Howard, sondern O’Brien gegen Havik an – und der 20-Jährige machte den Heimsieg perfekt. Howard/O’Brien, die im Februar auch schon das Six Day Melburne im allerletzten Sprint für sich entschieden hatten, gewannen schlussendlich mit 255 Punkten vor Havik/Stroetinga (249) und Scott/Welsford (240).

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Sprinter: Zeitfahren entscheidet den Zweikampf
Sprintsieger in Brisbane wurde der dreimalige Teamsprint-Weltmeister Ethan Mitchell aus Neuseeland, der sich um 9 Punkte gegen den jungen Australier Patrick Constable durchsetzte. Ausschlaggebend war das Ergebnis des 200 Meter Zeitfahrens in der Final-Nacht: Constable, der in den Nächten davor einmal Erster und einmal Zweiter gewesen war, wurde diesmal nur Vierter. Mitchell konnte mit dem Sieg seinen Vorsprung von 2 auf 12 Punkte ausbauen und hatte den zusätzlichen Vorteil, dass ihm nach diesen Ergebnissen auch in den Sprint-Finals mehr Punkte als seinem Gegner garantiert waren. So konnte Constable auch mit einem Sieg im Keirin den Gesamtsieg nicht mehr erreichen.

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Frauen: Gleichstand zwischen Archibald und Cure
Drei Wochen nach ihrem Sieg in Manchester hat Katie Archibald in Brisbane einen weiteren Erfolg bei der Six Day Series gefeiert. Die Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin gewann am Freitag das Omnium vor der Australierin Amy Cure, die bis zum Schluss ihre härteste Gegnerin blieb. Am Samstag konnte Archibald zusammen mit der Dänin Trine Schmidt durch Platz zwei im ersten Madison-Rennen und einen Sieg in der Mannschaftsausscheidung ihren Vorsprung gegenüber Cure auf 22 Punkte ausbauen. Am Sonntag wurden daraus zunächst sogar 28 Punkte, als Archibald/Schmidt vor Cure und Alexandra Manly das zweite Madison gewannen. Unerwartete Spannung brachte dann aber das abschließende Scratch-Rennen, welches Cure gewinnen konnte, wofür sie 50 Punkte bekam. Archibald belegte hingegen nur Platz acht, der 22 Punkte wert war. Es gab also einen Gleichstand, doch Archibald hatte in den drei Tagen insgesamt mehr Siege eingefahren, so dass sie sich am Ende als Gewinnerin feiern lassen durfte.

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Video der Zielankunft der Final-Jagd






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