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10.03.2006

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Autor: Felix Griep (Werfel)


Liebe Radsportfreunde und Statistik-Fans,

Der März ist zu Ende gegangen, ein Monat der uns mit Paris - Nice, Tirreno - Adriatico und Milano - Sanremo die ersten ganz großen Highlights der Saison brachte. Eine Saison, die aber darüber hinaus, auch schon im Januar und Februar, viele andere spannende und interessante Rennen zu bieten hatte. Ein guter Zeitpunkt, eine erste Bilanz der Saison 2007 zu ziehen.

23 Eintagesrennen sowie 17 Rundfahrten mit insgesamt 92 Etappen (Prologe und Zeitfahren inklusive, nicht aber Mannschaftszeitfahren) der ProTour und der UCI-Kategorien HC und 1 hatte das Jahr bisher zu bieten. In den LiVE-Radsport-Weltranglisten, die wir an dieser Stelle zur Analyse heranziehen wollen, wurden so bis einschließlich dem 1. April schon ganze 12.604 Punkte verteilt, die sich auf 442 Fahrer aufteilen, welche in 74 verschiedenen Mannschaften fahren und 41 Nationen angehören!

Im folgenden finden sie Auswertungen zur Gesamtweltrangliste und zu den drei wichtigsten Teilranglisten für Eintagesrennen, Rundfahrten und Etappen.

Nehmen sie sich Zeit, und kramen Sie ruhig noch tiefer in dem großen Fundus an Ranglisten, den LiVE-Radsport zu bieten hat, schauen sie zum Beispiel, wer der beste Zeitfahrer der Saison ist oder wer bisher am besten bei italienischen Eintagesrennen abschnitt und noch vieles mehr...


Gesamtweltrangliste

Boonen vorn, Voigt und Klöden unter den Top10!

Tom Boonen (Quick Step) ist der Mann der Saison – zumindest bisher. Mit 311 Punkten führt der belgische Klassikerspezialist die Weltrangliste an. Acht Saisonsiege hat er schon zu Buche stehen, will seinem bisher wichtigsten, dem E3 Prijs aber sicher noch größere folgen lassen. Mit 255 Punkten folgt der Sieger von Milano - Sanremo, Oscar Freire Gomez (Rabobank), auf dem zweiten Platz, der ebenso wie der mit 237 Punkten drittplatzierte Alberto Contador Velasco (Discovery Channel), der Sieger von Paris - Nice, auch schon sechs Siege einfuhr.

Noch zwei weitere Fahrer schafften es bisher die 200-Punkte-Grenze zu überschreiten. Auf Platz vier mit 228 Zählern Stuart O’Grady (Team CSC), der zwar in diesem Jahr noch kein Rennen gewinnen konnte, aber konstant auf starkem Niveau fuhr. Zwar 16 Punkte weniger als sein Teamkollege, dafür aber schon drei Siege hat Jens Voigt auf seinem Konto, der zum dritten mal in seiner Karriere das Criterium International gewann.

Die Erfolge dieser beiden tragen hauptsächlich dazu bei, dass das Team CSC mit 843 Punkten an der Spitze der Mannschaftsrangliste steht. Den Dänen dicht auf den Fersen und deutlich vor der weiteren Konkurrenz sind Caisse d’Epargne (795 Punkte), die durch Luis Léon Sánchez Gil und den Weltranglisten-Ersten des Vorjahres Alejandro Valverde Belmonte auf den Plätzen zehn und elf in der Fahrerwertung vertreten sind, und Discovery Channel (789). Das T-Mobile Team belegt einen hervorragenden sechsten Rang. Bestes Professional-Team ist Tinkoff auf Platz acht, auch wenn Barloworld mit Robert Hunter (23.) den besten Fahrer eines Nicht-ProTour-Teams in seinen Reihen hat.

Beste Nation ist Italien, das 2464 Punkte abräumen konnte - fast 20% der überhaupt vergebenen. Doch die Spanier zeigen sich als ebenbürtiger Gegner, liegen – für diese Wertung knappe – 219 Punkte im Rückstand. Die Deutschen, die neben Voigt auch noch Andreas Klöden (8./Astana) und Stefan Schumacher (17./Gerolsteiner) unter den Top20 der Welt haben, liegen auf Platz fünf. Die Schweiz rangiert derzeit auf Platz 14 und hat die meisten Punkte dem Tour Down Under-Sieger Martin Elmiger (27./Ag2r Prevoyance) zu verdanken. Österreich findet sich auf Platz 19 wieder und hat mit Bernhard Eisel (T-Mobile) den besten Mann zurzeit nur auf Rang 62.
Fahrerwertung                                 Mannschaftswertung         
1  T. Boonen (BEL/QSI)                 311    1  Team CSC           843 
2  O. Freire Gómez (ESP/RAB)           255    2  Caisse d'Epargne   795 
3  A. Contador Velasco (ESP/DSC)       237    3  Discovery Channel  789 
4  S. O'Grady (AUS/CSC)                228    4  Liquigas           609 
5  J. Voigt (GER/CSC)                  212    5  Rabobank           580 
6  A. Petacchi (ITA/MRM)               198    6  T-Mobile Team      544 
7  K. Kirchen (LUX/TMO)                189    ... 
8  A. Klöden (GER/AST)                 180    8  Tinkoff            517 
9  D. Rebellin (ITA/GST)               164    12 Astana             418 
10 L.L. Sánchez Gil (ESP/GCE)          152    14 Gerolsteiner       383 
11 A. Valverde Belmonte (ESP/GCE)      150    
12 D. Bennati (ITA/LAM)                142    Nationenwertung            
13 R. Ricco (ITA/SDV)                  134    1  Italien           2464 
14 F.J. Ventoso Alberdi (ESP/SDV)      127    2  Spanien           2245 
15 T. Valjavec (SLO/LAM)               126    3  Australien        1236 
...                                           4  Belgien           1101 
17 S. Schumacher (GER/GST)             123    5  Deutschland        927 
23 R. Hunter (RSA/BAR)                 105    ... 
27 M. Elmiger (SUI/A2R)                 97    14 Schweiz            173 
62 B. Eisel (AUT/TMO)                   58    19 Österreich         116
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Rangliste Eintagesrennen

Boonen schon wieder der beste Klassikerspezialist!

In der Rangliste der Eintagesrennen führt bereits nach den ersten Klassikern und Halbklassikern der Saison Tom Boonen (Quick Step), der schon 2006 der beste Mann in dieser Kategorie war. "Tornado-Tom" verdankt seine stattlichen 216 Punkte gerade einmal fünf Topresultaten – ein Zeichen für die Qualität des Weltmeisters von 2005. Drei Siege feierte er, den wichtigsten am vergangenen Wochenende beim E3 Prijs und die weiteren bei Dwars door Vlaanderen und Kuurne - Brüssel - Kuurne. Seine dritten Plätze bei Milano - Sanremo und Omloop Het Volk brachten ihn dann endgültig an die Spitze.

Das aktuelle Podium vervollständigen zwei Fahrer, die im letzten Jahr knapp die Top20 der Eintagesspezialisten verpassten. Oscar Freire Gomez (Rabobank) feierte bereits drei Siege, den wichtigsten bei Milano - Sanremo, weitere bei der Trofeo Mallorca und De Brabantse Pijl. Dritter der Rangliste ist Stuart O’Grady (Team CSC), der zwar noch keinen Eintagessieg einfahren konnte, aber u.a. Top5-Resultate bei Milano - Sanremo, Omloop Het Volk und Milano - Torino erreichte.

Interessante Fahrer liegen derzeit auch auf den Positionen vier und elf. Filippo Pozzato (Liquigas) gewann bereits Omloop Het Volk und die Tour du Haut Var und dürfte im April einer der härtesten Gegner Boonens werden. Beeindrucken konnte auch der gerade mal 22 Jahre junge Mikhail Ignatiev (Tinkoff) der mit dem Sieg bei der Trofeo Laigueglia und einem zweiten Platz beim GP d'Ouverture gleich in den ersten Wochen seiner Premierensaison bei den Profis auf sich aufmerksam machen konnte.
Fahrerwertung                                 Mannschaftswertung         
1  T. Boonen (BEL/QSI)                 216    1  Rabobank           326 
2  O. Freire Gómez (ESP/RAB)           170    2  Liquigas           318 
3  S. O'Grady (AUS/CSC)                136    3  Quick Step         298 
4  F. Pozzato (ITA/LIQ)                112    4  Team CSC           214 
5  V. Reynes Mimo (ESP/GCE)            100    5  T-Mobile Team      212 
6  A. Davis (AUS/DSC)                   86    
7  R. McEwen (AUS/PRL)                  78    Nationenwertung            
8  K. Kirchen (LUX/TMO)                 76    1  Italien            896 
9  A. Petacchi (ITA/MRM)                72    2  Spanien            680 
10 G. Balducci (ITA/ASA)                68    3  Belgien            638 
11 M. Ignatiev (RUS/TCS)                64    4  Australien         406 
12 P. Gilbert (BEL/FDJ)                 60    5  Deutschland        262
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Rangliste Rundfahrten

Voigt bester Rundfahrer – noch vor Contador!

Wer hätte das gedacht, Jens Voigt (Team CSC) ist der bester Rundfahrer im Profiradsport! Zumindest im bisherigen Saisonverlauf. Mit Platz zwei bei der Tour of California begann er die Saison äußerst erfolgreich, zeigte sich auch bei Tirreno - Adriatico mit Platz sechs von seiner besten Seite und brillierte zuletzt mit dem Gewinn des Criterium International.

Auf Platz zwei liegt aber ein Mann nur knapp zurück, der Voigt – bei allem Respekt für dessen Leistungsvermögen – in den nächsten Monaten wohl noch überflügeln dürfte. Alberto Contador Velasco (Discovery Channel) ist gerade 24 Jahre alt, lässt aber großes von sich erhoffen. Im März triumphierte er nach zwei Etappensiegen bei Paris - Nice und feierte den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere und unterstrich kurz darauf mit dem Sieg der Vuelta a Castilla y Leon noch einmal deutlich seine Stärke. Auf Platz drei liegt mit Andreas Klöden (Astana) der nächste Deutsche, der sich den Gesamtsieg bei Tirreno - Adriatico, der anderen ProTour-Rundfahrt im März, holte und seine gute Form noch für Platz fünf beim Criterium International nutzte.

Zu erwähnen ist auch das bisherige Abschneiden des Fünftklassierten Tadej Valjavec (Lampre). Nach Platz drei bei der Vuelta a Andalucia und einem zweiten Rang bei der Volta Valenciana kämpfte er auch bei Paris - Nice ganz vorne mit und wurde am Ende Vierter. Ob er trotz seines guten Saisonstarts aber ein Kandidat für den Sieg einer größeren Rundfahrt ist, darf doch bezweifelt werden. Dies dürfte man eher Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne), dem besten Rundfahrer 2006, zutrauen. Zwar nahm er bisher an keiner ProTour-Rundfahrt teil, belegt aber momentan dennoch einen beachtlichen sechsten Ranglistenplatz. Gesamtsiege holte sich Valverde bei der Volta Valenciana und der Vuelta a Murcia. Auch beim Criterium International kam er als Dritter aufs Podium.
Fahrerwertung                                 Mannschaftswertung         
1  J. Voigt (GER/CSC)                  164    1  Caisse d'Epargne   423 
2  A. Contador Velasco (ESP/DSC)       147    2  Team CSC           422 
3  A. Klöden (GER/AST)                 133    3  Discovery Channel  371 
4  D. Rebellin (ITA/GST)               108    4  Astana             245 
5  T. Valjavec (SLO/LAM)               104    5  Tinkoff            243 
6  A. Valverde Belmonte (ESP/GCE)      103    
7  K. Kirchen (LUX/TMO)                 96    Nationenwertung            
8  L.L. Sánchez Gil (ESP/GCE)           90    1  Spanien           1014 
9  F. Pellizotti (ITA/LIQ)              85    2  Italien            682 
10 A. Vinokourov (KAZ/AST)              80    3  Deutschland        403 
11 M. Scarponi (ITA/ASA)                80    4  Frankreich         392 
12 V. Kiryienka (BLR/TCS)               76    5  Australien         305
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Rangliste Etappen

Bennati kam am besten aus den Startlöchern!

Bester Etappenjäger der bisherigen Saison war der aufstrebende Daniele Bennati (Lampre). Zwar fuhr er erst drei Rundfahrten in diesem Jahr, aber wo er war, da war er vorne mit dabei. Die Tour Méditerranéen beendete er ein wenig enttäuscht mit nur einem Sieg und drei zweiten Plätzen, bei der Volta Valenciana zeigte er dann aber ganze dreimal allen Konkurrenten sein Hinterrad. Bei Paris - Nice konnte er zwar keinen weiteren Sieg erringen, holte sich aber je einen zweiten, dritten und vierten Platz und bewies, dass er allmählich in die Weltspitze vorstößt.

Auf Platz zwei liegt Alessandro Petacchi (Milram), der mit vier Sprintsiegen ebenso viele Erfolge in dieser Kategorie hat wie Bennati. Dreimal wurde "Ale-Jet" Zweiter bei der Tour of Qatar, dann dominierte er die Volta ao Algarve mit drei Erfolgen. Bei der Bennati-Gala bei der Volta Valenciana hatte er wiederum drei mal als Zweiter das Nachsehen, schaffte es aber immerhin einmal, einen weiteren Etappensieg einzufahren. Auf Platz drei der Rangliste liegt noch – und das mit nachdrücklicher Betonung – Alberto Loddo (Selle Italia), der seine Punkte einzig fünf Etappensiegen und einem dritten Platz bei der Tour de Langkawi verdankt. Eine bemerkenswerte Ausbeute für Loddo, aber am Ende der Saison werden die weltbesten Sprinter ihn weit nach hinten verdrängen.

Auch zwei Fahrer von Saunier Duval gehören bisher zu den besten Etappenfahrern. Riccardo Ricco zeigte sich dabei in den Bergen sehr stark, gewann zwei Etappen bei Tirreno Adriatico und ließ zuletzt einen weiteren Sieg und zwei zweite Plätze bei der hügligen Settimana Internazionale folgen. Sein Teamkollege Francisco José Ventoso legt sein Augenmerk mehr auf die Sprints, drei davon gewann er vor einigen Tagen bei der Vuelta a Castilla y Leon, bei der er sich als Gesamtzehnter aber auch als solider Kletterer zeigte. Zuvor sammelte Ventoso bereits Top5-Platzierungen bei der Tour of Qatar und der Vuelta a Andalucia und wurde einmal Etappenzweiter bei Paris - Nice.
Fahrerwertung                                 Mannschaftswertung         
1  D. Bennati (ITA/LAM)                100    1  Discovery Channel  232 
2  A. Petacchi (ITA/MRM)                85    2  Team CSC           207 
3  A. Loddo (ITA/CLM)                   83    3  Caisse d'Epargne   192 
4  A.M. Richeze (ARG/PAN)               72    4  Lampre - Fondital  191 
5  A. Contador Velasco (ESP/DSC)        72    5  Saunier Duval      183 
6  R. Ricco (ITA/SDV)                   69    
7  T. Boonen (BEL/QSI)                  68    Nationenwertung            
8  F.J. Ventoso Alberdi (ESP/SDV)       67    1  Italien            886 
9  G. Brown (AUS/RAB)                   61    2  Spanien            551 
10 O. Freire Gómez (ESP/RAB)            50    3  Australien         347 
11 L. Leipheimer (USA/DSC)              49    4  Deutschland        262 
12 J. Voigt (GER/CSC)                   48    5  Frankreich         260
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