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Schurter holt in Val d´Isère den XC-Gesamtweltcup 2012 - Schweizer überaus erfolgreich
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28.07.2012

Schurter holt in Val d´Isère den XC-Gesamtweltcup 2012 - Schweizer überaus erfolgreich

Info: MTB: Weltcup Val d´Isère
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Val d'Isère, 28.07.2012 - Ein bisschen im Schatten der Olympischen Spiele stehend, finden in Val d'Isère in der ostfranzösischen Region Rhônes-Alpes an diesem Wochenende die letzte Runde des CrossCountry- und die vorletzte Runde des Downhill-Weltcups statt. Einmal mehr bewiesen die Schweizer, dass sie eine Macht im Geländefahren sind. Jolanda Neff (U23) und Andrea Waldis (U19) holten ebenso Gold wie Nino Schurter, der zugleich den Gesamtweltcupsieg unter Dach und Fach brachte. Gunn-Rita Dahle-Flesjaa gewann das letzte Rennen der Frauen Elite; bei den Männern U23 feierte Gerhard Kerschbaumer kurz vor Saisonende doch noch einen Weltcupsieg.

Val d'Isère, das als Wintersport-Ort und Austragungsstätte der Olympischen Winterspiele 1992 bekannt ist, feierte seine Premiere im CrossCountry- und auch im Downhill-Weltcup. Für die XC-Fahrer stand sogar das Finale auf dem Plan - ungewöhnlich früh im Übrigen, was sich jedoch mit Blick auf die Olympischen Spiele erklärt, wo die MTB-Wettbewerbe heute in zwei Wochen stattfinden. Doch Val d'Isères Ruhm scheint nur kurz zu währen: Im Kalender 2013, den die UCI Mitte Juli veröffentlichte, ist es nicht mehr vorgesehen.

Nino Schurter holt zweiten Gesamtsieg - Olympia kann kommen
Nach sechs von sieben Stationen war das Rennen um den XC-Gesamtweltcup zwischen Nino Schurter (Scott-Swisspower) und dem Südafrikaner Burry Stander (Specialized) noch weitgehend offen. Gerade einmal 12 Punkte trennten die beiden, da Schurter zwar mehr Siege verbucht, den Weltcup in Windham aber, den Stander gewann, ausgelassen hatte. Auf dem nagelneuen Parcours, der aus zwei Schleifen von 3 bzw. 1,9km Länge bestand und als wenig selektiv zu gelten hat, entschied sich heute dann alles zu des Schweizers Gunsten. Schurter ging zunächst als Solist in Führung, bevor in der zweiten Runde sein Landsmann und Teamkollege Florian Vogel sowie Italiens kürzlich im Amt bestätigter Landesmeister Marco Aurelio Fontana (Cannondale Factory Racing) aufschlossen. Vogel musste später abreißen lassen und fiel bis auf Rang sechs zurück. Dafür kämpfte sich Lukas Flückiger (Trek World Racing), ein weiterer Eidgenosse, heran und kam Schurter noch am nächsten, als dieser sich erneut abgesetzt hatte. Mit 13 Sekunden Vorsprung holte der 26-Jährige seinen vierten Weltcup-Sieg in dieser Saison und damit zum zweiten Mal nach 2010 den Titel des Gesamtsiegers. In der Endabrechnung hat er 142 Punkte Vorsprung vor Stander (1200 zu 1058), der einmal unfreiwillig vom Rad musste und über Platz sieben nicht hinauskam (+2:16). Fontana wurde Dritter (+0:33) vor seinem deutschen Teamkollegen Manuel Fumic, der sich die ganze Zeit in der Verfolgung befunden hatte. Ralph Näf (Multivan Merida Biking Team) rundete das Resultat aus Schweizer Sicht mit Platz acht ab (+2:28).

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Dahle-Flesjaa mit Sieg in Val d'Isère noch auf Gesamtrang zwei geklettert
Bei den Elite-Frauen erwies sich die Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan Merida Biking Team) als Stärkste und konnte ihre unglaubliche Anzahl an Weltcupsiegen auf 28 erhöhen. Sie liegt nun gleichauf mit der bisherigen alleinigen Rekordhalterin Julie Furtado. Zuletzt war die immerhin schon 39-Jährige in La Bresse, also ebenfalls auf französischem Geläuf, erfolgreich gewesen. Dahle-Flesjaa setzte sich bereits in der zweiten Runde ab und fuhr 46 Sekunden Vorsprung auf die Silbermedaillengewinnerin, Lokalmatadorin Julie Bresset (BH - SR Suntour - Peisey Vallandry), heraus. Die Britin Annie Last (Milka Brentjens MTB Racing Team) wurde Dritte (+1:09). Beste deutschsprachige Fahrerin war Sabine Spitz (Sabine Spitz Haibike) auf Rang sechs, mit allerdings 3:13 Minuten Rückstand. Unmittelbar dahinter folgten die Österreicherin Elisabeth Osl (Ghost Factory) und die Schweizerin Esther Süss (Wheeler iXS Team). Als Gewinnerin des Gesamtweltcups hatte Weltmeisterin Catharine Pendrel (Luna Pro Team) zuvor schon festgestanden. Die Kanadierin ließ es heute ruhig angehen und gab sich mit Platz neun zufrieden (+4:48). Die Endabrechnung sieht sie mit 1290 Punkten an der Spitze, Gesamtzweite wird Dahle-Flesjaa mit 1048 Punkten.

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Van der Heijden feiert fulminantes Debüt bei U23
Zuvor hatte der Italiener Gerhard Kerschbaumer (Tx Active Bianchi) den Wettkampf der Männer U23 für sich entschieden - sein erster Saisonsieg überhaupt. Sein Nachfolger als Weltcupgesamtsieger wird daher der Niederländer Michiel van der Heijden (Rabobank Giant Offroad Team), dem ein fünfter Platz in Val d'Isère genügte (+1:53). Der Franzose Jordan Sarrou (Lapierre International) wurde mit 30 Sekunden Rückstand auf Kerschbaumer überraschender Zweiter; die Plätze drei und vier gingen an das Brüderpaar Daniele und Luca Braidot aus Italien (+1:01/03). Der Österreicher Alexander Gehbauer stieg nach zweimaligem Defektpech vorzeitig vom Rad und fiel dadurch aus den Top3 der Gesamtwertung. Deutschlands Landesmeister Markus Schulte-Lünzum (Focus MIG), vor dem Rennen Gesamtzweiter, quälte sich von einer Erkältung geschwächt auf Platz 30 ins Ziel. Seine Landsleute Marcel Fleschhut und Julian Schelb belegten immerhin Rang acht und neun. Der 20-jährige Michiel van der Heijden, den wir auch aus dem Radcross-Zirkus kennen, wo er Anfang des Jahres WM-Bronze errang, fährt erst seit dieser Saison auf U23-Ebene mit. Sein fulminantes Debüt brachte ihm insgesamt 395 Punkte ein, 23 mehr als Kerschbaumer auf dem Konto hat.

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Yana Belomoyna sichert Gesamtsieg beim weiblichen Nachwuchs
Am Abend dann konnten sich die Schweizer über zwei weitere Goldmedaillen freuen. Zunächst feierte Joland Neff (Wheeler-iXS Team) ihren dritten Weltcup-Sieg in dieser Saison, indem sie Yana Belomoyna (Bi&esse-Infotre Protek) mit einer guten Minute Vorsprung auf Platz zwei verwies. Neff, die auch in Nove Mesto und in Windham triumphierte, setzte sich in der zweiten Runde von ihrer Konkurrentin ab. Die Ukrainerin, die vor Kurzem Meisterin ihres Landes, und zwar bei der Elite, wurde, reklamiert dennoch den Gesamtsieg für sich. Die 19-Jährige weist mit 460 Punkten einen deutlichen Vorsprung vor der Australierin Rebecca Henderson mit 371 Punkten auf. Neff verpasst den zweiten Gesamtrang nur um einen einzigen Punkt. Henderson belegte in Val d'Isère Platz drei (+2:13), vor der Deutschen Helen Grobert (+3:02), welche durch einen Sturz ihre Aussichten aufs Podest verspielte.

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Erster Weltcuperfolg für Andrea Waldis
Später schlug auch noch Andrea Waldis im Rennen der Juniorinnen zu und machte den Tag aus eidgenössischer Sicht perfekt. Die Landesmeisterin nahm der Deutschen Lena Putz bei ihrer Solo-Fahrt 38 Sekunden ab. Die zweifache Weltcupsiegerin Margot Moschetti (Scott Les Saisies), die vor heimischem Publikum unterwegs war, kam auf Platz drei (+1,28). Ramona Forchini (MTB Kader Zentralschweiz) wurde Zehnte (+5:05). Eine Weltcup-Gesamtwertung gibt es für die U19-Frauen nicht.

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Atherton und Cole führen nach Quali den Downhill-Wettkampf an
Parallel zum CrossCountry-Weltcup findet in Val d'Isère auch ein Downhill-Weltcup statt - allerdings handelt es sich dabei erst um die vorletzte Runde. Am Freitag wurden die Seeding Runs abgehalten, die wegen Gewittern mit sturzbachartigen Regenfällen mehr als einmal unterbrochen werden mussten. Ein Leidtragender der widrigen Umstände war Top-Favorit Aaron Gwin (Trek World Racing). Der Weltcupführende aus den USA kam zu Fall und wurde nur 57ter. Die Bestzeit fuhr überraschend der Neuseeländer Cameron Cole (Lapierre International), der eine Zehntelsekunde schneller war als der Brite Josh Bryceland (Santa Cruz Syndicate). Mit Brook MacDonald (MS Mondraker) kam ein Landsmann von Cole auf Platz drei. Der Schweizer Nick Beer (Devinci Global) wurde guter Fünfter. Bei den Frauen fiel das Resultat weniger unerwartet aus. Die Britin Rachel Atherton (GT Factory) bewies ihre anhaltend gute Form, indem sie Weltmeisterin Emmeline Ragot (MS Mondraker) und Emilie Siegenthaler (Scott11) aus der Schweiz auf die Plätze verwies.

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In Sachen CrossCountry steht morgen nur noch das Rennen der Junioren auf dem Programm. Darüber hinaus finden natürlich die Downhill-Finalläufe statt, bei denen der Gesamtweltcup vorzeitig entschieden werden könnte.





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