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Vantornout überrascht als bester Crosser Belgiens - Albert, Pauwels und Nys geschlagen
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13.01.2013

Vantornout überrascht als bester Crosser Belgiens - Albert, Pauwels und Nys geschlagen

Info: Radcross: Nationale Meisterschaften 2012/13
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Mol, 13.01.2013 - Die belgische Radcross-Meisterschaft der Männer Elite hat einen unerwarteten Ausgang genommen. Zum allerersten Mal kürte sich der 30-jährige Klaas Vantornout (Sunweb-Napoleon Games) zum Träger des begehrten Trikolore-Trikots. Er setzte sich in der Schlussrunde aus einer sechsköpfigen Gruppe ab und konnte auch von Sven Nys (Crelan-Euphony) nicht mehr eingeholt werden. Platz zwei war für den Titelverteidiger, der seit Wochen kränkelte, dennoch ein starkes Resultat. Bronze ging an Vantornouts Teamkollegen Kevin Pauwels. Weltmeister Niels Abert (BKCP-Powerplus), vermutlich der Top-Favorit schlechthin, konnte mit Rang vier alles andere als zufrieden sein.


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Kränkelnder Nys schiebt Favoritenrolle Albert und Pauwels zu
Nicht dass man Klaas Vantornout den Titelgewinn in Belgien nicht zugetraut hätte - schließlich triumphierte der 30-Jährige beim Superprestige Gieten, war Zweiter in Plzen und Gavere und belegt derzeit im Weltcup Rang vier. Doch da ihm immer noch das Image eines Edelhelfers von Kevin Pauwels anhaftet, zählte ihn niemand zu den Favoriten. Allenfalls war "Außenseiter Nummer 1" (Zitat belgischer TV-Kommentar) die Rolle, die man ihm zudachte. Ohnehin beschäftigte sich ganz Belgien - oder zumindest Flandern - tagelang mit einer anderen Frage. "Startet er oder startet er nicht?" lautete die bange Ungewissenheit in Bezug auf Titelverteidiger Sven Nys. Der achtfache belgische Meister fühlte sich schon seit dem Weltcup Heusden-Zolder nicht wohl, schien in Loenhout total von der Rolle, musste aufgrund einer Bronchitis seinen Heim-Grand Prix in Baal sausen lassen und war auch beim Weltcup Rom noch nicht wieder auf dem Damm. Am Donnerstag dann die frohe Botschaft: Nys fühle sich nach einem Trainingsaufenhalt auf Mallorca so weit gestärkt, die Landesmeisterschaft in Mol anzugehen. Allerdings sah der 36-Jährige sich selbst in diesem Jahr eher als "Underdog" (sic!); in die Favoritenrolle müssten andere schlüpfen, so Nys. Niels Albert, sein 10 Jahre jüngere Dauer-Konkurrent, ließ sich auch nicht lange bitten und stellte sich den hohen Erwartungen, die ihn eigener Aussage zufolge nicht nervös machten. Der abwechslungsreiche Parcours mit seinen Sand- und Laufpassagen komme ihm sehr entgegen. Kevin Pauwels hingegen haderte mit seinem Ruf als Titelaspirant und bemängelte das Terrain, das ihm so gar nicht liege.

Mit Klaas Vantornout gewinnt der "Außenseiter Nummer 1"
Tatsächlich war es Klaas Vantornout, der am Zilvermeer bei Sonnenschein und auf hart gefrorenem Untergrund den besten Start ins Meisterschaftsrennen erwischte und von Anfang an ein hohes Tempo anschlug. Später, als man ihn wieder eingeholt hatte, war nur er in der Lage, einen Angriff von Niels Albert zu parieren. Vantornout bewies auch auf Sand fahrerische und läuferische Qualitäten, die denen des Weltmeisters ebenbürtig, ja letztlich sogar überlegen waren. Das zeigte sich deutlich in der letzten Runde. Zu diesem Zeitpunkt lag eine Sechsergruppe an der Spitze, zu der neben Albert und dem späteren Sieger auch dessen Teamkollege Pauwels und Rob Peeters (Telenet-Fidea) gehörten. Außerdem war Sven Nys mit von der Partie, der trotz Rekonvaleszenz bis jetzt standgehalten hatte. Mit einem einzigen Antritt zog Vantornout allen den Zahn. Im Nu erzielte der Zwei-Meter-Mann aus Roeselaere einen beträchtlichen Vorsprung. Nys, der auf einmal verblüffende Kräfte mobilisierte, ging zwar mit Macht hinterher, doch er kam um sechs Sekunden zu spät. Pauwels bemächtigte sich der Bronzemedaille (+0:11) und sorgte für zwei Sunweb-Trikots auf dem Podium. Albert winkte ab ("Silber und Bronze bedeuten mir nichts") und rollte als Vierter über die Linie (+0:13). Peeters wurde Fünfter (0:18), vor seinem Teamkollegen, dem ehemaligen Titelträger Bart Wellens (+0:32). Bart Aernouts (AA Drink), Jim Aernouts (Sunweb), Wietse Bosmans (BKCP) und Tom Meeusen (Telenet) komplettierten die Top10.

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