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Swiss AlpenRide: 4. Etappe, Lenzerheide - S. Antonino, Mittwoch, 11. August 2010
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12.08.2010

Swiss AlpenRide: 4. Etappe, Lenzerheide - S. Antonino, Mittwoch, 11. August 2010

Info: Bildergalerie
Info: GustiZollinger.ch Radreisen Homepage
Autor: Gusti Zollinger



Nach einem phänomenalen, feudalen Frühstücksbuffet (Zitate: das war ja mega/unglaublich/noch nie erlebt... gäll Helmut) fanden sich alle wieder rechtzeitig vor dem Hotel ein, um die Etappe in den Süden der Schweiz in Angriff zu nehmen.


Gusti Zollinger, ehemaliger erfolgreicher Radrennfahrer, und sein Team, berichten regelmässig von den von ihnen organisierten Radsportreisen.

Wetter: Sonne, Regen, Sonne 25-30°

Kilometer: 130 km
Höhenmeter: 1670

Strecke:
Mit der Ehrenrunde rund um den idyllischen, herrlichen Heidsee begann die heutige Etappe, welche ganz unter dem Motto stand: ab in den Süden. Schon bald nach dem Start in Lenzerheide – Valbella (1500 m ü.M.) konnten wir die erste Abfahrt geniessen. Auf direktem Weg fuhren wir via Tiefencastel nach Thusis. Von nun an war der Hinterrhein unser treuer Begleiter. Ab Thusis gönnten wir uns, wenn nicht gerade eine Tunnelpassage kam, immer wieder einen Tiefblick in die Via Mala bzw. nach Andeer in die Roflaschlucht. Mann/Frau liess sich Zeit – wir haben schliesslich Ferien – und etliche Erinnerungsfotos wurden geschossen. Nur noch 30 km bis zum Scheitelpunkt, vorbei an Sufers, Splügen und Hinterrhein und nochmals 450 HM und dann, und dann …. Juhui… hatten wir den 2065 m hohen Passo del Bernardino geschafft…. erfahren. Sonnenstube, Ticino wir kommen.
Das Radlerdessert war die 56 km lange, anfänglich sehr kurvenreiche Abfahrt nach San Bernardino hinunter durch das ganze Mesoccotal. Wir passierten Bellinzona, die Hauptstadt des Kantons Tessin und gelangten bald darauf zum Etappenziel S. Antonino.

San Bernardino Pass:
Der San Bernardino Pass ist ein Alpenpass im Kanton Graubünden mit einer Scheitelhöhe von 2065 m. Er verbindet die Täler Rheinwald auf der nördlichen und Misox auf der südlichen Seite. Auf der Passhöhe verläuft die Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch.
Seinen Namen erhielt der zuvor Vogelberg genannte Pass im 15. Jahrhundert, als zu Ehren des Heiligen Bernhardin von Siena eine Kapelle erbaut wurde. Trotz der Namensähnlichkeit besteht keine Beziehung zu den Pässen grosser und kleiner Sankt Bernhard.

Etappenort:
Bellinzona, die Stadt der drei Burgen ist mit seinen 18000 Einwohnern Hauptstadt des Kantons Tessin. Dem Reisenden früherer Zeiten, erschien Bellinzona vom Süden her wie der Schlüssel zu den Alpen, vom Norden wie das Tor zu Italien.

Während Jahrtausenden bestimmte die naturgegebene Lage die geschichtliche Bedeutung der Stadt. So machte Rom aus ihr ein Bollwerk gegen die Barbaren. Die heutigen Wehranlagen gehen auf die Bautätigkeit der Mailänder Herzoge im 15. Jahrhundert zurück.

Die Altstadt hat ihren lombardischen Charakter bewahrt, dessen Gässchen und Winkel auch schon den englischen Schriftsteller John Ruskin zu begeistern vermochten.

Ereignisse:
In der morgendlichen Frische umrundeten wir alle gemeinsam fahrend den idyllischen, herrlichen Heidsee. Im Talboden angekommen fuhr jede Gruppe wieder mit ihrem Leiter nach Thusis hinunter. Kurz bevor es bei der imposanten Via Mala Schlucht zu steigen begann, konnten wir uns der unnötigen Kleider entledigen. Das Licht/Schattenspiel in der Schlucht verzauberte alle und sorgte für eine spezielle Stimmung. Stetig steigend gelangten wir nach Splügen, wo es für alle Gruppen einen kräftigenden Kaffeehalt gab. Das Wirtepaar hatte, dank dem Telefonanruf von Andrea, am Morgen extra viele Zwetschgen und Apfelkuchen gebacken, welche nun reissenden Absatz fanden. Super organisiert! Bei Hinterrhein begann es in sanften und vielen Kehren zum San Bernardino Pass anzusteigen, so waren die 8 km schnell gemeistert.

Mit einer rassigen Abfahrt auf der gut ausgebauten Strasse erreichten wir die Ortschaft San Bernardino und weiter ging’s hinunter nach Mesocco. Auch der restliche Teil der Etappe verlief wie im Fluge und schon erreichten wir S. Antonino. Einzig Andis Gruppe hatte kurzfristig Pech und erhielt eine unfreiwillige aber heftige Dusche.

Morgen wartet die Königsetappe auf uns, also schnell in die Federn um sich bestmöglich erholen zu können.





Halt bei der Viamala Schlucht
Halt bei der Viamala Schlucht

der Hinterrhein
der Hinterrhein

Photoshooting auf der Hängebrücke
Photoshooting auf der Hängebrücke

Gruppe Andi Richtung Hinterrhein
Gruppe Andi Richtung Hinterrhein


[Weitere Bilder]
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