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De Ketele/De Pauw triumphieren beim Six Day Finale auf Mallorca im letzten Moment über Torres/Mora
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18.03.2017

De Ketele/De Pauw triumphieren beim Six Day Finale auf Mallorca im letzten Moment über Torres/Mora

Info: Sixdays: Six Day Finale Mallorca 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Mallorca, 17.03.2017 – Die Zeit der Sechstagerennen ist eigentlich seit Ende Januar vorüber, doch eineinhalb Monate später trafen sich noch einmal die besten Teams und Fahrerinnen der Saison 2016/17 zum Finale der „Six Day Series“ in der Palma Arena auf Mallorca. Lange sah es stark nach einem Heimsieg für die Spanier Albert Torres und Sebastian Mora aus, die sich schlussendlich aber den Belgiern Kenny De Ketele und Moreno De Pauw geschlagen geben mussten. Ein spannendes britisches Duell im Omnium der Frauen entschied Elinor Barker gegen Katie Archibald knapp für sich. Bei den Sprintern schlug der Tscheche Tomas Babek den Spanier Juan Peralta ebenfalls nur um einen Punkt.


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Torres/Mora führen nach drei von vier Rennen
Die 2016/17 neu eingeführte „Six Day Series“ umfasste die Sechstagerennen in London, Amsterdam, Berlin und Kopenhagen und lud ihre zwölf punktbesten Teams, die auch dort starten wollten und konnten, zur Finalnacht nach Mallorca ein, wo vier Wettbewerbe auf dem Programm standen. Den Auftakt machte die Kleine Jagd über 20 Minuten, bei der fünf Mannschaften einen Rundengewinn herausfahren und damit bereits eine Art erste Vorentscheidung erzwingen konnten. Im Endspurt des Quintetts setzten sich vor heimischer Kulisse die Spanier Albert Torres/Sebastian Mora durch, die damit die meisten Punkte auf ihr Konto buchten. Kenny De Ketele/Moreno De Pauw, Yoeri Havik/Wim Stroetinga, Morgan Kneisky/Benjamin Thomas und Andrew Tennant/Christopher Latham folgten auf den nächsten Plätzen. Torres/Mora verteidigten anschließend ihre Führung durch einen dritten Platz im Punkterennen hinter dem Schweizer Paar Tristan Marguet/Claudio Imhof und Kneisky/Thomas und einen zweiten Platz in der Mannschaftsausscheidung hinter Havik/Stroetinga. Neun bzw. zehn Punkte Vorsprung gegenüber Havik/Stroetinga und De Ketele/De Pauw nahmen die Lokalmatadoren daraufhin mit in die Final-Jagd, wo diese beiden Paare aus den Niederlanden und Belgien sich als ihre härtesten Widersacher herausstellten.

De Ketele/De Pauw mit dem letzten Sprint zum Sieg
In der Final-Jagd konnte sich während der ersten 40 von 60 Minuten niemand vom Feld absetzen, sämtliche Angriffsversuche verpufften ob des allgemein hohen Tempos. Während Torres/Mora immerhin einige Tempoverschärfungen zu verantworten hatten, hielten sich De Ketele/De Pauw dezent zurück. Ihr Auftritt kam erst 51 Runden vor dem Ende, als sie einen Angriff lancierten, der 38 Runden vor Schluss zum ersten Rundengewinn dieses Rennens führte. Torres/Mora und Havik/Stroetinga hatten sich gemeinsam auf die Verfolgung gemacht und zogen nur wenige Momente später nach, so dass statt vorher fünf nun nur noch drei Teams in der Nullrunde lagen. Nach Punkten lagen neu die Belgier vorne, weil sie die ersten beiden Sprintwertungen gewonnen hatten. Bei der dritten gingen sie hingegen leer aus und Torres/Mora konnten mit einem Sieg wieder die Führung zurückerobern. An der vorletzten Wertung schrumpfte ihr Vorsprung dann von vier auf zwei Punkte, so dass alles auf den Zielspurt ankam. Während De Pauw auf der letzten Runde, perfekt getimt von De Ketele per Schleudergriff ins Rennen geschickt, noch sechs Punkte einfuhr, waren die Spanier nicht mehr in der Lage, um die ersten Plätze mitzufahren, so dass sie sich schlussendlich um vier Punkte geschlagen geben mussten. Havik/Stroetinga waren am Ende gar 17 Punkte von Rang eins entfernt und wurden Dritte.

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Frauen: Rundengewinn im Punkterennen bringt Barker den Sieg
Auch die besten Frauen der Omniums-Wettkämpfe bei den vier zur Six Day Series gehöhrenden Sechstagerennen durften auf Mallorca ihre Gesamtsiegerin ermitteln, 14 Starterinnen gab es insgesamt. Das Scratch-Rennen, die erste von drei Disziplinen, gewann zwar die Deutsche Tatjana Paller, letztendlich kämpften aber zwei Britinnen um den Titel: Elinor Barker und Katie Archibald, die zum Auftakt die Plätze zwei und vier belegten. Im Ausscheidungsfahren eroberte Archibald mit einem überaus souverän herausgefahrenen Erfolg die Führung, denn Barker wurde diesmal Vierte und Paller war sogar schon als zweite Fahrerin eliminiert worden. Im 40 Runden langen Punkterennen fiel die Entscheidung durch einen Rundengewinn, den sich Barker zwischen Runde 26 und 12 vor Schluss gemeinsam mit der Dänin Amalie Dideriksen erkämpfte. Auch wenn Dideriksen letztlich an den Sprintwertungen mehr Punkte und somit den Sieg in dieser Disziplin holte, kam Baker als Zweite in der Gesamtwertung auf eine Platzierungs-Summe von acht – wohingegen für Archibald nach ihrem vierten Platz im Punkterennen als Endergebnis neun Rangpunkte zu Buche stehen.

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Sprinter: Babek setzt sich gegen den Spanier Peralta durch
Anders als bei den Profi-Teams und Frauen war die Teilnahme am Sprinterwettbewerb auf Mallorca nicht an die Ergebnisse von Rennen der vergangenen Winter-Saison geknüpft – sonst hätten mit Juan Peralta, José Moreno und Alejandro Martinez auch nicht drei Spanier antreten dürfen. Ihre internationalen Konkurrenten Tomas Babek, Nate Koch und Matthew Rotherham kamen aus Tschechien den USA und Großbritannien. Das 200 Meter Zeitfahren zum Auftakt war gleich ein deutlicher Fingerzeig, welche Fahrer um den Gesamtsieg kämpfen würden: Babek (10,333 Sekunden) und Peralta (10,375) waren klar schneller als die Konkurrenz. Nachdem Peralta das direkte Sprintduell dieser beiden Fahrer für sich entschied, herrschte vor dem letzten Rennen Punktegleichstand. Bei der Entscheidung im Keirin hatte wieder Babek die Nase vorne, verwies Peralta auf Platz zwei und sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung auch Rang eins im Endstand des Sprinter-Turniers.

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