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Tro-Bro Léon: Vincent Jérôme gewinnt das "kleine Paris-Roubaix"
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18.04.2011

Tro-Bro Léon: Vincent Jérôme gewinnt das "kleine Paris-Roubaix"

Info: Tro-Bro Léon (1.1)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Lannilis, 18.04.2011 - Vom Amstel Gold Race in den Schatten gestellt fand am Sonntag rund um die bretonische Stadt Lannilis das zur Coupe de France gehörende Eintagesrennen Tro-Bro Léon statt, das wegen seiner vielen unbefestigten Straßen und Kopfsteinpflaster-Passagen als "kleines Paris-Roubaix" bezeichnet wird. Stolzer Sieger war Vincent Jérôme (Europcar), der den kanadischen Meister Will Routley (Spidertech) schlug, nachdem er sich gegen ein FDJ-Duo hatte durchsetzen können.

Ehemalige Sieger Roy und Haddou in Ausreißergruppe
In Sachen Schwierigkeitsgrad steht Tro-Bro Léon dem Monument Paris-Roubaix wohl nur in einem nach, der Länge. Auf den vergleichsweise kurzen 206,4 Kilometern gab es 25 sogenannte "ribins", teils bretonisches Kopfsteinpflaster, teils unbefestigte Straßen, die eher als Wald- und Feldwege zu bezeichnen sind. Im ersten dieser Abschnitte, die ab und an auch ruppige Steigungen beinhalten, bildete sich eine 13-köpfige Ausreißergruppe mit zwei ehemaligen Siegern. Jérémy Roy (FDJ) war der Vorjahressieger, Saïd Haddou (Europcar) hatte in den Jahren 2007 und 2009 gewonnen. Solche Männer werden bei solchen Rennen natürlich nicht weit weggelassen, so bekam die Gruppe lediglich eineinhalb Minuten Vorsprung. Der Arbeit von Roubaix Lille Métropole war es zu verdanken, dass sie 90 Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt wurden. Kurz zuvor hatten aus der Spitze allerdings Johan Le Bon und Stéphane Bonsergent, beide vom Team Bretagne-Schuller, attackiert und hielten es noch etwa 20 Kilometer länger aus. Die bretonische Mannschaft, die diese Saison erstmals Professional Team ist, jagt seit Jahren einem Erfolg bei einem der schönsten Rennen in seiner Heimat nach. Diesmal sollte für den Besten des Teams, Laurent Pichon, am Ende nur Platz 17 herausspringen.

FDJ trotz Überzahl geschlagen, Jérôme gewinnt Sprint gegen Routley
Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel hatte sich das Hauptfeld auf ebenso viele Fahrer verkleinert. Arnold Jeannesson (FDJ) griff an und setzte sich mit Tony Hurel (Europcar) bis zu 50 Sekunden ab. Der Neo-Profi Hurel hatte dann aber Pech, dass ihn ein Platten zurückwarf. Dafür sprang sein Teamkollege Vincent Jérôme nach vorne, als man Solist Jeannesson wieder näher kam, nahm dabei aber Steve Chainel (FDJ) mit. So war FDJ in der Überzahl, als das Trio auf den Rundkurs in Lannilis einfuhr, auf dem drei Mal fünf Kilometer zu fahren waren. Der Kanadier Will Routley (Spidertech) kam noch dazu und wollte den drei Franzosen den Sieg streitig machen. Zu Beginn der letzten Runde griff Jérôme an und nur Routley konnte mitgehen. FDJ musste sich in diesem Moment vom Sieg verabschieden. Den ersten Sieg eines Ausländers seit Mark Renshaw 2006 konnte Jérôme verhindern, im Sprint schlug er Routley. Es war erst der zweite Profi-Sieg nach der Tour du Doubs 2007 des Gewinners der U23-Version von Paris-Tours 2004. Mit 20 Sekunden Rückstand kamen Jeannesson und Chainel ins Ziel, nicht weit hinter den beiden das kleine Hauptfeld, aus dem sich Benoît Daëninck (Roubaix Lille Métropole) und Bruno Langlois (Spidertech) noch leicht absetzen konnten.

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Coupe de France: Feillu Führender nach einer Woche mit vier Rennen
Nach dem Sieg von Sandy Casar (FDJ) bei Paris-Camembert, Jimmy Caspers (Saur-Sojasun) Erfolg beim GP de Denain und der Tour du Finistère, die Romain Feillu (Vacansoleil-DCM) gewann, ging mit Tro-Bro Léon eine spannende Coupe-de-France-Woche zu Ende. Das siebte der insgesamt 15 Rennen dieser Serie hatte keinen großen Einfluss auf die Gesamtwertung, Sieger Vincent Jérôme reiht sich mit 50 Punkten nur auf Platz sechs ein. Die Führung behält Feillu mit 110 Zählern vor Tony Gallopin (Cofidis) mit 85 und Casar mit 75.

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Nächste Station der Coupe de France ist am 1. Mai die Trophée des Grimpeurs Polymultipliée, die bei ihrer letzten Austragung im Jahr 2009 von Thomas Voeckler gewonnen wurde.





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