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Bahn-Weltcup Cambridge: Vier Rundengewinne im Madison für Gate/Stewart, Rudyk feiert seinen ersten Sprint-Sieg
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08.12.2019

Bahn-Weltcup Cambridge: Vier Rundengewinne im Madison für Gate/Stewart, Rudyk feiert seinen ersten Sprint-Sieg

Info: Bahnradsport: WELTCUP CAMBRIDGE 2019/20
Autor: Felix Griep (Werfel)



Cambridge, 08.12.2019 – Der Dezember ist im Bahnradsport bisher der Monat der Neuseeländer. Ihre starke Bilanz der vorigen Woche aus Hongkong (3/3/1) konnten sie bei ihrem Heim-Weltcup in Cambridge sogar noch toppen (5/0/2). Für den fünften Sieg sorgten am Sonntag Aaron Gate und Campbell Stewart mit einem fulminanten Auftritt im Madison. Zu den weiteren Gewinnern des Schlusstages gehörte unter anderem der Pole Mateusz Rudyk, der die Abwesenheit der niederländischen Top-Sprinter für sich nutzen konnte.


Berichte vom Weltcup in Cambridge: Freitag | Samstag | Sonntag


Der letzte Tag des Bahnradsport-Weltcups in Cambridge war aus neuseeländischer Sicht nicht mehr so überaus erfolgreich, denn es gab nur noch eine einzige Medaille für die Gastgeber. Diese war dafür im Madison der Männer aber eine goldene. Campbell Stewart, der vor einer Woche in Hongkong mit Tom Sexton Platz zwei hinter den Weltmeistern Kluge/Reinhardt eingefahren hatte, ließ diesmal gemeinsam mit Aaron Gate der angetretenen Gegnerschaft nicht den Hauch einer Chance. In einem extrem offensiven Rennen fuhren sie vier(!) Rundengewinne und insgesamt 129 Punkte ein. Die Australier Kelland O'Brien/Cameron Meyer kamen als zweitbestes Team auf drei Rundengewinne und 87 Punkte; mit zwei Rundengewinnen und 57 Punkten belegten Michele Scartezzini/Francesco Lamon aus Italien Rang drei. Neben den Top3 konnten nur eine Handvoll andere Mannschaften überhaupt einen einzigen Rundengewinn einfahren, darunter die Österreicher Andreas Graf/Andreas Müller, die Siebte wurden, und die Schweizer Lukas Rüegg/Robin Froidevaux, die das Rennen nicht zu Ende fuhren.

Ähnlich überlegen war im Omnium der Frauen die Japanerin Yumi Kajihara, die in Hongkong punktgleich vor der Portugiesin Maria Martins gesiegt hatte. Diesmal ging die Asienmeisterin nach einem Sieg im Scratch und zweiten Plätzen in Temporunden und Ausscheidungsfahren bereits als Führende ins abschließende Punkterennen, wo sie ihren Vorsprung noch einmal vergrößern konnte. Am Ende des Wettkampfes lag sie 11 bzw. 18 Punkte vor der US-Amerikanerin Jennifer Valente und der Kanadierin Allison Beveridge. Martins folgte mit 27 Punkten Rückstand zur Siegerin auf dem vierten Platz.

Eine Wiederholung ihres Sieges aus Hongkong gelang im Keirin der Frauen auch Hyejin Lee. Die Südkoreanerin, die die 1. und 2. Runde als Zweit- bzw. Drittplatzierte jeweils auf dem letzten Platz belegt hatte, der für ein Weiterkommen ausreichte, verwies im Finale die Kanadierin Lauriane Genest um 0,112 Sekunden auf Platz zwei. Den letzten Podiumsplatz schnappte sich die Australierin Stephanie Morton. Die Russin Anastasiia Voinova erreichte einen Tag nach ihrem Sprint-Sieg zwar das Finale, landete dort allerdings auf dem letzten, also dem sechsten Platz.

Im Sprint der Männer fehlten die quasi unbezwingbaren Niederländer: Weltmeister Harrie Lavreysen hatte die ersten drei Weltcups der Saison jeweils vor seinem Landsmann Europameister Jeffrey Hoogland gewonnen. So waren der Japaner Tomohiro Fukaya und der Pole Mateusz Rudyk – zuletzt in Glasgow und Hongkong jeweils Dritter und Vierter – die Favoriten in Cambridge. Rudyk gewann die Qualifikation mit 0,082 Sekunden Vorsprung auf Fukaya und beide marschierten unaufhaltsam ins Finale vor. Anders als bei den Duellen um Bronze an den letzten beiden Weltcups, behielt diesmal aber Rudyk die Oberhand und erfüllte sich den Traum vom ersten Weltcup-Triumph, nachdem er in den vorherigen drei Saisons insgesamt schon vier zweite Plätze angesammelt hatte. Komplettiert wurde das Podium durch Fukayas Landsmann Yudai Nitta, der im Halbfinale ebenfalls gegen Rudyk verloren hatte.

Den Abschluss des vierten Weltcups der Saison 2019/20 bildete das Scratch der Männer, in welchem keinem Fahrer ein Rundengewinn gelang, so dass die Entscheidung im Endspurt fallen musste. Schnellster war am Ende der Ukrainer Roman Gladysh, Europameister von 2018. Zweiter und Dritter wurden der Niederländer Roy Eefting und der Grieche Christos Volikakis, die zuletzt in Hongkong Erster und Zweiter geworden waren. An vierter Position folgte mit dem Weißrussen Yauheni Karaliok der Scratch-Sieger von Minsk.

-> Zur Übersicht mit allen Resultaten und Medaillenspiegel

Nächste Woche beim Weltcup in Brisbane (13.-15.12.) nimmt Deutschland wieder mit mehr als nur einem einzigen Fahrer teil. Neben Roger Kluge, der erneut im Omnium antreten wird, sind sowohl für die Mannschaftsverfolgung als auch das Madison Männer- und Frauen-Teams gemeldet (zur vollständigen Meldeliste).







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