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Saïd Haddou wiederholt Sieg bei Tro-Bro Léon zum Leidwesen von Yannick Talabardon
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19.04.2009

Saïd Haddou wiederholt Sieg bei Tro-Bro Léon zum Leidwesen von Yannick Talabardon

Info: Tro-Bro Léon (1.1)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Lannilis, 19.04.2009 - Zum zweiten Mal nach 2007 hat sich Saïd Haddou (Bouygues Telecom) den Sieg bei Tro-Bro Léon, dem "kleinen Paris-Roubaix der Bretagne" geholt. Im Sprint von noch etwa 30 im Feld verbliebenen Fahrern siegte er vor Stéphane Bonsergent und Lilian Jégou (beide Bretagne-Schuller). Pech hatte Yannick Talabardon (Besson Chaussures-Sojasun), der erst unmittelbar vor dem Ziel eingeholt wurde.

Die vierte Station des Coupe de France in dieser Woche hatte einen ganz eigenen Charakter. Das Rennen Tro-Bro Léon trägt aufgrund seines teilweisen Verlaufs über unbefestigte Straßen auch den Beinamen "kleines Paris-Roubaix der Bretagne". So kamen die Fahrer auch in diesem Jahr von einer feinen Staubschicht überzogen im Ziel in Lannilis an. Doch bevor es soweit war, mussten im äußersten Nordwesten Frankreichs 202 Kilometer absolviert werden.

Das Rennen war wie viele andere des für die Franzosen sehr wichtigen Coupe de France von zahlreichen Ausreißversuchen geprägt, die selten lange Bestand hatten. Etwa 90 Kilometer mussten zurückgelegt werde, ehe sich eine Gruppe für längere Zeit bilden konnte. Aus zwischenzeitlich 27 Spitzenreitern setzte sich das Qintett Matthieu Ladagnous (Française de Jeux), Lloyd Mondory (Ag2r La Mondiale), Rony Martias (Bouygues Telecom), Yannick Talabardon (Besson Chaussures-Sojasun) und Jean-Luc Delpech (Bretagne-Schuller) ab. Bis 75 Kilometer vor dem Ziel holten sie sich einen Vorsprung von 3:40 Minuten heraus und bedienten sich fleißig an den Zwischenwertungen. Martias sollte am Ende des Tages die Punktewertung, Delpech die Bergwertung gewinnen. Bei noch 30 Kilometern schlossen mit Freddy Bichot (Agritubel) und Jimmy Engoulvent (Besson Chaussures-Sojasun) zwei Verfolger zur Spitze auf, womit Besson Chaussures-Sojasun, die Mannschaft des Coupe de France Leaders Jimmy Casper mit Talabardon und Engoulvent gleich doppelt vorn vertreten war. Der Rückstand des Feldes lag zu diesem Zeitpunkt noch etwas über einer Minute.

Engoulvent wollte nicht lange bei seinen neuen Mitstreitern verweilen und attackierte nur wenige Kilometer nach dem Zusammenschluss. Nur Delpech konnte folgen und gemeinsam brachten sie 15 Sekunden zwischen sich und ihre fünf Verfolger. Zehn Kilometer vor Schluss kamen diese aber wieder an das Duo heran und dreitausend Meter weiter fiel der Vorsprung der Sieben unter eine Minute. Das Finale entwickelte sich zu einem waren Krimi. Wieder war es Besson Chaussures-Sojasun, für das diesmal Talabardon in die Offensive ging. An der Drei-Kilometer-Marke hatte er sich sechs Sekunden vom Rest der Gruppe abgesetzt mit dem nicht mehr allzu viele Fahrer umfassenden Feld bei einer halben Minute Abstand. Während seine Fluchtgefährten noch vor der Flamme Rouge gestellt wurden, stemmte sich Talabardon mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage.

Lediglich hundert Meter fehlten Yannick Talabardon zu seinem zweiten Saisonsieg. Der Erfolg bei Paris-Troyes vor einem Monat sollte vorerst sein einziger bleiben, bis auf Platz 22 wurde er von den Sprintern noch durchgereicht. Der Spurtsieg ging an den 26-jährigen Saïd Haddou, für den es der erste Sieg seit dem Jahr 2007 war, wo er eben hier bei Tro-Bro Léon schon einmal gewann. Für sein Team Bouygues Telecom war dies auch endlich der erste Sieg im diesjährigen Coupe de France. Gestern bei der Tour du Finistère hatte Pierrick Fédrigo den noch um sechs Sekunden verpasst. Sieger war da Dimitri Champion von Bretagne-Schuller, das dafür heute das Nachsehen hatte. Denn mit Stéphane Bonsergent und Lilian Jégou mussten sich diesmal zwei Fahrer des Teams mit den Plätzen hinter Haddou abfinden.

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Jimmy Casper sammelt noch ein paar Pünktchen
Nachdem sein Teamkollege Talabardon den Sieg heute knapp verpasste, sprintete Jimmy Casper (Besson Chaussures-Sojasun) immerhin als Bester des Teams noch auf Platz zehn. Zwar brachte ihm das für den Coupe de France nur acht Punkte ein, aber bei seinem eh schon großen Vorsprung zur Konkurrenz wird diese jeder Punktgewinn des Leaders ärgern. Casper kommt nun auf 143 Punkte, während der Zweitplatzierte Romain Feillu (Agritubel), der heute zur fast 50%igen Ausfallquote unter den 106 Starten beitrug, bei 62 Zählern bleibt. Stéphane Bonsergent, der vor drei Tagen beim GP de Denain Fünfter und heute Zweiter war, verbesserte sich mit 53 Punkten auf die dritte Position. In der Teamwertung verkürzte Bretagne-Schuller den Rückstand zu Agritubel von sechs auf nur noch einen Punkt.
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