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Nachwuchscrosser Vanthourenhout und L. Sweeck holen WM-Gold und -Silber für Belgien
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01.02.2015

Nachwuchscrosser Vanthourenhout und L. Sweeck holen WM-Gold und -Silber für Belgien

Info: RADCROSS-WELTMEISTERSCHAFT 2015 IN TABOR
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Tábor, 01.02.2015 - Nach zwei zweiten Plätzen am Vortag konnten sich die Belgier bei der Radcross-WM im tschechischen Tábor heute endlich über Gold freuen. Der 21-jährige Michael Vanthourenhout gewann das U23-Rennen mit 10 Sekunden Vorsprung. Aber auch eine belgische Silbermedaille war wieder dabei: Teamkollege Laurens Sweeck kam als Zweiter ins Ziel und überflügelte dabei den Niederländer Stan Godrie, den ein Sturz auf den dritten Platz zurückgeworfen hatte.


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Die Favoriten ganz vorne
Das Nachwuchsrennen von Tábor war das erste, dessen Ausgang niemanden überraschen konnte. Da Wout van Aert und Mathieu van der Poel bei der Elite starten, hatte wohl jeder im Vorfeld getippt, dass Michael Vanthourenhout und Laurens Sweeck - in welcher Reihenfolge auch immer - ganz oben auf dem Treppchen stehen würden. Sweeck, der sich wegen angeblicher Kontakte zu einem umstrittenen Sportmediziner das Startrecht erst erkämpfen musste, hatte seit Dezember eine fantastische Siegesserie hingelegt und u.a. die Weltcups Zolder und Hoogerheide für sich entschieden. Vanthourenhout, Europameister von 2013 und Vizeweltmeister von 2014, hatte vor allem in der ersten Saisonhälfte dominiert, konnte kurz vor der WM aber bereits den Weltcup-Gesamtsieg sicherstellen und schien seine Top-Form rechtzeitig zu den Titelkämpfen wiederzufinden.

Tschechen hochmotiviert
Als der Start freigegeben wurde, sah man zunächst die tschechischen Fahrer ganz vorne. Die Gastgeber hatten einiges gutzumachen, da sie gestern im Juniorenrennen nicht einmal in die Top30 gekommen waren und man sich von Katerina Nash bei den Damen auch mehr erhofft hätte als Rang fünf. Die Niederländer, Belgier und Franzosen - denen freilich Pauline Ferrand-Prévot schon einem Goldmedaille geschenkt hatte - zeigten sich ebenfalls hoch motiviert und so fand sich noch in der ersten von sechs Runden eine Spitzengruppe zusammen, die aus Vanthourenhout, Sweeck, Toon Aerts (Belgien), Joris Nieuwenhuis, Stan Godrie (Niederlande), Clément Venturini (Frankreich) und Vojtec Nipl (Tschechien) bestand. Obwohl der Parcours in sanftes Sonnenlicht getaucht war, musste er mit extremer Vorsicht genossen werden, wie etliche Stürze und Ausrutscher bewiesen.

Vanthourenhout setzt sich ab
Die Gruppe war schon nicht mehr ganz kompakt, als Michael Vanhourenhout nach drei Runden den Gashahn aufdrehte. Stan Godrie und Laurens Sweeck etablierten sich als die nächsten Verfolger. Bei zwei noch ausstehenden Runden lagen sie 5 und 8 Sekunden hinter dem führenden Belgier zurück. Zu diesem Zeitpunkt sorgte ein technischer Defekt bei Nipl dafür, dass die Tschechen sich vom Medaillentraum erneut verabschieden mussten. An seiner Statt lag jetzt Venturini auf Position vier, über die er freilich nicht mehr hinauskommen sollte. Eine Weile sah es aus, als könnte Laurens Sweeck seinen Landsmann Vanthourenhout wieder einholen, aber dann verlor er immer mehr an Boden und kam auch noch ein zweites Mal zu Fall.

Sweeck ergreift seine Chance
Eingangs der Schlussrunde schloss Stan Godrie zu Sweeck auf, der daraufhin - vielleicht eine Solidaritätsreaktion zugunsten seines führenden Teamkollegen - die Arbeit komplett einstellte. 16 Sekunden lagen sie in diesem Augenblick hinter Vanthourenhout zurück. Sweeck beschränkte sich jetzt darauf, am Niederländer dranzubleiben, ergriff aber seine Chance, als Godrie auf den letzten 2000 Metern wegrutschte. Kurz darauf sah man Michael Vanthourenhout solo in Ziel fahren - mit dem Jubel begann der 21-Jährige bereits ein gutes Stück davor, sodass sein Vorsprung auf 10 Sekunden zusammenschrumpfte.

Lienhard auf Platz 13
Bester Tscheche wurde am Ende TOI TOI Cup-Gewinner Jakub Skala, der hinter Nieuwenhuis und Aerts Platz sieben belegte. Laurens' Zwillingsbruder Diether Sweeck, ihr Landsmann Quinten Hermans und der Italiener Gioele Bertolini kamen auch noch in die Top10. Von den deutschsprachigen Fahrern schnitten Schweizermeister Fabian Lienhard und dessen Landsmann Andri Frischknecht mit Rang 13 und 16 am besten ab. Der deutsche Meister Felix Drumm kam als 27ter von 49 Teilnehmern an. Der Österreicher Christoph Mick wurde 39ter.

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