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Formel Van Aert: Überflieger entscheidet auch Superprestige Spa-Francorchamps für sich
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13.12.2015

Formel Van Aert: Überflieger entscheidet auch Superprestige Spa-Francorchamps für sich

Info: Radcross: Hansgrohe Superprestige - Spa-Francorchamps 2015
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Spa, 13.12.2015 - Wout van Aert (Vastgoedservice-Golden Palace) hat die Schlammschlacht auf dem Motorsportparcours Spa-Francorchamps, die fünfte Runde des hansgroohe Superprestige, für sich entschieden. Der 21-jährige Seriensieger setzte sich frühzeitig als Solist ab und duldete wie so häufig keinerlei Widerstand. "Best of the rest" war der 18 Jahre ältere Sven Nys (Crelan-AA Drink), der mit einer Minute Rückstand das Ziel erreichte. Kevin Pauwels (Sunweb-Napoleon Games) wurde vor seinem überraschend starken Teamkollegen Klaas Vantornout Dritter. Überflüssig zu sagen dass Van Aert seine Superprestige-Führung ein weiteres Mal ausbauen konnte. Weltmeister Mathieu van der Poel (BKCP-Corendon) erlebte den ersten Rückschlag nach seinem Comeback und kam nicht unter die besten 10.


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Rutschpartie auf Formel 1-Gelände
Spa-Francorchamps, das erst seit dem vergangenen Jahr zu den Schauplätzen des Superprestige gehört und noch in die Kategorie C2 eingeordnet ist, war die bislang größte Schlammschlacht der Saison. Es gab kein einziges Fleckchen auf dem Parcours, vom asphaltierten Zielbereich mit dem gefürchteten Raidillon-Anstieg mal abgesehen, das nicht völlig aufgeweicht gewesen wäre und zu Schlitterpartien Anlass geboten hätte. Entsprechend chaotisch gestaltete sich schon die Startphase, aus der Thijs van Amerongen (Telenet-Fidea) als Führender hervorging. Es dauerte jedoch nicht lange, bis Van Aert den Niederländer überholte und den Grundstein für seinen späteren Solo-Sieg legte. Weltmeister Van der Poel war alarmiert und ging hinterher, ebenso wie Sven Nys und der belgische Meister Klaas Vantornout, den man seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr so stark gesehen hatte wie am heutigen Tag. Auch Europameister Lars van der Haar (Giant-Alpecin), Tom Meeusen (Telenet), Kevin Pauwels (Sunweb) und einige weitere Fahrer schlossen sich der Verfolgergruppe an - wo Van der Poel alsbald fehlte. Der 20-jährige Niederländer geriet an der 17-prozentigen Raidillon in ernste Schwierigkeiten - was sicherlich seinem Trainingsrückstand aufgrund der Verletzungspause anzulasten war - und fiel immer weiter zurück. Ein Sturz, schon sein zweiter im Rennen, trug dann ein Übrigens zu Van der Poels schlechtem Abschneiden bei.

Wout van Aerts 12. Saisonsieg
Obwohl die von Nys angeführte Verfolgergruppe auch ohne den Weltmeister hochkarätig besetzt war, wuchs Wout van Aerts Vorsprung auf eine Minute an. Zwar standen noch vier Runden aus und der 21-jährige Belgier machte den einen oder anderen Fehler, aber mit einem Einbruch rechnete keiner mehr. Im Kampf um den zweiten Platz setzten Klaas Vantornout und Corné van Kessel (Telenet) die ersten Akzente. Sven Nys holte sie jedoch im Alleingang ein und versuchte sich abzusetzen. Vantornout, seit jeher ein Läufer vor dem Herrn, kam in einer Tragepassage noch einmal an seinen Landsmann heran, während der Niederländer Van Kessel die Segel streichen musste. Auf der letzten Runde war Nys dann wieder am Drücker, sodass er mit 64 Minuten Rückstand auf Überflieger Van Aert als Zweiter finishte. Pauwels schnappte, wahrscheinlich im Hinblick auf die Superprestige-Wertung, Teamkollege Vantornout den dritten Platz vor der Nase weg (+0:13). Van Kessel wurde Fünfter (1:29) vor seinen Mannschaftskameraden Toon Aerts und Van Amerongen. Van der Haar, Meeusen und Tim Merlier (Vastgoedservice) komplettierten die Top10. "13. Saisonsieg für Wout van Aert innerhalb von 13 Wochen und das am 13. Dezember", so jubelten sporza.be und andere Berichterstatter. Leider geht dieses Zahlenspiel aber nur auf, wenn man den bei einem nationalen Event errungenen Sieg in Kruibeke mitrechnet. Wie auch immer, fürs Superprestige-Klassement, hat der Vizeweltmeister mittlerweile 74 Punkte gesammelt, neun mehr als Nys und 11 mehr als Pauwels.

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Frauen: Wyman siegt, Verschueren übernimmt Gesamtführung
In Abwesenheit der Weltranglistenersten Sanne Cant gewann die britische Meisterin Helen Wyman (Kona Factory) das Damenrennen. Zwar lag deren Landsfrau Nikki Harris (VZW Telenet-Fidea) lange Zeit in Führung, aber Wyman und auch die Niederländerin Sanne van Paassen (Boels-Dolmans Cycling Team) kamen in der Schlussphase wieder heran. Harris wurde noch Zweite, acht Sekunden hinter der Siegerin, Van Paassen belegte wie gestern in Mol Platz drei (+0:24). Die Belgierin Jolien Verschueren, Tagesfünfte hinter der Luxemburgerin Christine Majerus (Boels-Dolmans), ist neue Gesamtführende der Ladies Trophy. Mit 64 Punkten liegt sie vier Zähler vor Cant, die an einer muskulären Verletzungen im Zwischenrippenbereich laboriert.

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U23: Iserbyt noch knapp vor Hermans, Cleppes 1. Saisonsieg
Seine Spitzenreiterposition verteidigen konnte Nachwuchsfahrer Eli Iserbyt (VZW Young Telenet-Fidea), obwohl er hinter Sieger Nicolas Cleppe (Telenet-Fidea) nur Vierter wurde und an Boden gegenüber dem Tagesdritten Quinten Hermans (ebenfalls Telenet) verlor. Nur ein Punkt trennt den belgischen Juniorenmeister noch vom U23-Europameister (70 zu 69). Cleppe feierte seinen ersten Saisonerfolg, indem er den in Führung gegangenen Yannick Peeters (Vastgoedservice-Golden Palace) auf der Schlussrunde einholte und kurz darauf abhängen konnte.

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Junioren: Rombouts hängt Jaspers ab, Dekker rettet Gesamtführung
Das Juniorenrennen ging an Seppe Rombouts, der zuvor auch in Oudenaarde und in Overijse gesiegt hatte. Der 17-jährige Belgier entledigte sich in der dritten Runde seines einzig verbliebenen Konkurrenten Jappe Jaspers und erreichte das Ziel acht Sekunden vor Jarne Driesen, welcher gestern beim Zilvermeercross vorne lag. Gesamtführender des Ridley Cup ist weiterhin Jens Dekker, welcher hinter Thymen Arensman Platz vier belegte. Dadurch dass er vor dem Tagesfünften Jaspers blieb, verteidigte er einen Punkt Vorsprung.

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Einen Superprestige haben wir dieses Jahr noch: den Nachtcross in Diegem am 27.12.





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