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Absa Cape Epic - Österreicher und Schweizer unter den Top Ten der Gesamtwertung
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20.03.2017

Absa Cape Epic - Österreicher und Schweizer unter den Top Ten der Gesamtwertung

Info: MTB: Absa Cape Epic 2017
Autor: Veranstalter Absa Cape Epic



Hermanus/Südadfrika – Heiß, staubig, brutal und gefährlich. Nach dem Sprintauftakt im Prolog zeigte die erste Etappe des Absa Cape Epic bereits dessen wahres Gesicht, weswegen es als härtestes Mountainbikerennen der Welt gilt – sowohl für Profis als auch die teilnehmenden Amateur-Biker. In den Bergen rund um den Küstenort Hermanus, bekannt für sein Whale Watching, bremsten Stürze und Verletzungen die Favoriten. Fast alle Spitzenfahrer kamen nach den 101 Kilometern gezeichnet vom Wind und der Hitze mit über 30 Grad ins Ziel. Kiloweise Eiswürfel, nasse Handtücher und frisches Trinkwasser sind im Zielbereich im Einsatz, um die drohende Überhitzung abzuwenden.

Der deutsche Favorit Manuel Fumic blieb mit seinem brasilianischen Parter Henrique Avancini relativ unbeeindruckt und holte sich etwas überraschend den zweiten Etappensieg. Dabei profierte das Team Cannondale Factory Racing XC vom Pannenpech der Mitfavoriten. Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy (Investec Songo Specialized) hatten kurz vor dem Ziel mit einem abgerissenen Ventil zu kämpfen und mussten einen Schlauch einziehen. Das deutsche Centurion Vaude-Team mit Jochen Käss und Markus Kaufmann zeigten mit einem 3. Etappenplatz, dass auch ohne Rennpraxis mit ihnen zu rechnen ist. Olympiasieger und amtierender Weltmeister Nino Schurter wurde von einem Sturz seines Partners Matthias Stirnemann (Scott Sram MTB Racing) gebremst. Die beiden Schweizer fuhren auf Platz 4 der Etappe vor dem Support-Team Centurion Vaude 2 mit Nicola Rohrbach (SUI) und Daniel Geismayr (AUT). Die Mitfavoriten auf den Gesamtsieg, Alban Lakata/Kristian Hynek (Topeak Ergon) und Karl Platt/Urs Huber (Bulls) hatten auf der bereits relativ langen Etappe mit Zwischentiefs zu kämpfen: Rang 6 und 7, wobei der Rückstand der Vorjahressieger Bulls nun 8.57 Minuten auf die Führenden beträgt.

Die nach dem Prolog im Leadertrikot gestarteten Ascendis Health Frauen, Sabine Spitz und Robyn de Groot, wurden ebenfalls vom Sturzpech getroffen. Die Olympiasiegerin von Peking, Sabine Spitz schlug hart vor dem letzten Anstieg in einem Graben auf, und musste die letzten zwanzig Kilometer mit einer klaffenden Wunde über der linke Augenbraue duchstehen. Im Ziel fehlten den beiden Favoritinnen 8.31 Minuten auf die Etappensiegerinnen vom Team Meerendal, Esther Süss (SUI) und Jennie Stenerhag (SWE). Mit acht Stichen wurde die Risswunde der Deutschen im Medic-Bereich des Epic versorgt. Für ihre Verhältnisse abgeschlagen rollten Ariane Lüthi und die Deutsche Adelheid Morath (Spur) ins Ziel: Über 21 Minuten Rückstand. Die dreifache Epic-Siegerin Lüthi musste an der dritten Verpflegungsstelle kurz pausieren. Sie konnten ihren Rückstand – sie lagen auf Platz 6 zwischenzeitlich – noch verringern und auf Platz 4 ins Ziel kommen. "Mein Puls war zehn Schläge höher als sonst, ich kam nicht so richtig in Tritt und befürchtete, dass mir das gleiche wie Jennie letztes Jahr passiert: Kreislaufprobleme", sagte die 42jährige Schweizerin Süß. "Doch als wir uns ein wenig absetzen konnten ging der Knoten bei mir auf und ab da konnten wir richtig Gas geben. Jetzt schauen wir auf uns und versuchen, weiterhin vorne unser Rennen zu fahren."

Wie hoch die Belastungen für die Spitzensportler beim Absa Cape Epic sind, sah man bei der 22-jährigen Olympiasiegerin von Rio, der Schwedin Jenny Rissveds. Sie startet mit der Schweizer Mountainbike-Legende Thomas Frischknecht (Scott Sram Nextlevel)in der Mixed-Kategorie. Sie lieferten sich einen harten Fight mit der südafrikanischen Paarung Grant Usher und Amy Beth Mcdougall (joBerg2C-Valencia), das sie zwar mit sieben Sekunden Vorsprung gewannen. Doch bezahlte das die junge Schwedin mit einem Kreislaufkollaps im Ziel und musste ärztlich versorgt werden.

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Am morgigen Dienstag steht eine erneut harte Etappe beim Cape Epic an, das einzige Mountainbike-Rennen das von der UCI (Union Cycliste Internationale) die Wertung HC (hors categorie) erhalten hat. Vom Küstenort Hermanus legt das 1200 Teilnehmer starke Feld 102 Kilometer und 2350 Höhenmeter zurück, um im nächsten Etappenort Greyton anzukommen.





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