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Van Vleuten klettert zu WorldTour-Sieg am Col d’Izoard
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20.07.2017

Van Vleuten klettert zu WorldTour-Sieg am Col d’Izoard

Info: Frauen: LA COURSE BY LE TOUR DE FRANCE 2017 (1.WWT)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Izoard, 20.07.2017 - Annemiek van Vleuten (Orica-Scott) hat die mit Spannung erwartete erste Austragung von La Course by Le Tour de France am Col d'Izoard (WWT) für sich entschieden. Die 34-jährige Niederländerin gewann das Ausscheidungsfahren, das in Briançon gestartet wurde und über 67,5 km zum Gipfel führte, mit 43 Sekunden Vorsprung auf die britische Meisterin Elizabeth Deignan (Boels-Dolmans). Die italienische Meisterin Elisa Longo Borghini (Wiggle High5) wurde Dritte (+1:23).

Spektakel mit großem Medieninteresse
Im Prinzip war es ein Bergzeitfahren mit Massenstart, das die ASO sich für die vierte Auflage von La Course by Le Tour de France ausgedacht hatte. Ein Spektakel also, dem große TV-Präsenz garantiert war, denn alle möglichen Sender waren live dabei. Wobei man sich fragt, welcher normalsterbliche Mensch an einem Mittwoch zwischen 10 Uhr und 12:30 Uhr fernsehen kann. Aber es gehörte nun einmal zu den Spielregeln, dass das Rennen am selben Tag ausgetragen werden musste, an dem auch die Tour-de-France-Teilnehmer den Col d'Izoard besuchen, und natürlich musste das Ganze mit dem nötigen zeitlichen Abstand vor Ankunft des Tour-Tross über die Bühne gehen, sodass keine Termin in Prime-Time-Nähe denkbar war.


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Villumsen fährt voraus
Die Frauen legten insgesamt ca. 68 Kilometer zurück; ihre Schleife zwischen Briançon und dem Izoard (14,1 km bei 7,3 % Durchschnittssteigung) war enger gezogen als die der Männer. Zunächst gab es eine etwa 33 Kilometer lange Einrollphase, in der Boels-Dolmans und WM3 Pro Cycling das Peloton der 118 Fahrerinnen so zusammenhielten, dass niemand sich längere Zeit absetzen konnte. Es bedurfte schon einer ehemaligen Zeitfahrweltmeisterin, um daran etwas zu ändern: Als man die ersten Ausläufer des Schlussanstiegs erreichte, fuhr Linda Villumsen (Veloconcept) davon und baute eine Distanz zu ihren Verfolgerinnen auf, die zwischen 40 und 20 Sekunden schwankte. 10 Kilometer vor dem Ziel wurde sie von Ana Sanabria (Servetto Giusta) eingeholt und wenig später griffen die eigentlichen Favoritinnen ins Geschehen ein.

Zwei Überraschungen unter den Top10
Es bildete sich eine Speerspitze von 20 Fahrerinnen, die schnell weiter dezimiert wurde, weil Lizzie Deignan unerbittlich die Pace für Megan Guarnier machte. 6 Kilometer vor dem Ziel griff Van Vleuten zweimal kurz hintereinander an und kam tatsächlich weg. Deignan, Longo Borghini und Shara Gillow (FDJ) gingen hinterher; Letztere verließen allerdings vorzeitig die Kräfte und sie musste Guarnier passieren lassen. Deignan kam Van Vleuten wieder näher, doch die zweifache Etappensiegerin und Gesamtdritte des jüngsten Giro d'Italia ließ sich nicht mehr einholen. Neben den bereits Genannten fuhren noch Van Vleutens Teamkollegin Amanda Spratt (Orica-Scott), Lauren Stephens (Tibco), Sanabria, Katarzyna Niewiadoma (WM3) und Hanna Nilson (BTC City Ljubljana) in die Top10, wobei Sanabria und Nilson sicherlich die Namen waren, mit denen am wenigsten zu rechnen war.

19 Fahrerinnen kommen ins Verfolgungsrennen
Van Vleuten verbesserte sich im Women's WorldTour-Ranking um eine Position auf Platz zwei. Platz eins bleibt bei Anna van der Breggen (Boels-Dolmans), obwohl die Olympiasigerin heute nicht antrat. Sie hat 59 Punkte Vorsprung auf ihre Landsfrau. Gesamtdritte ist Niewiadoma, die 20 Punkte weniger aufweist als Van Vleuten. Cecilie Uttrup Ludwig (Cervelo-Bigla) verteidigte als Gesamtachtzehnte das Trikot der besten Nachwuchsfahrerin. Dem Spektakel am Izoard folgt übermorgen noch ein Verfolgungsrennen, das allerdings nicht zur UCI WWT zählt. Dort treten die besten 20 von heute an, sofern sie nicht mehr als 5 Minuten Rückstand auf die Siegerin haben. Das ist bei der 19ten, Karol Ann-Canuel (Boels-Dolmans), noch der Fall, bei der Zwanzigsten, Rossella Ratto (Cylance), aber schon nicht mehr.

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