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Deutschlands Verfolgerinnen holen mit überagender Zeit Bronze, Emma Hinze steht im Sprint-Halbfinale von Berlin
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27.02.2020

Deutschlands Verfolgerinnen holen mit überagender Zeit Bronze, Emma Hinze steht im Sprint-Halbfinale von Berlin

Info: BAHNRADSPORT-WELTMEISTERSCHAFT 2020 IN BERLIN
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 27.02.02020 – Auch am Donnerstag, dem zweiten Tag bei der Bahnradsport-Weltmeisterschaft in Berlin, gab es für Deutschland eine Medaille zu bejubeln. Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Gudrun Stock beeindruckten mit der zweitschnellsten Zeit, die jemals ein Frauen-Vierer gefahren ist, und holten sich die Bronzemedaille, während die USA Gold eroberten. Auf Medaillenkurs ist überdies auch Emma Hinze, die im Sprint-Halbfinale aber auf die größtmögliche Konkurrentin trifft. In der Mannschaftsverfolgung der Männer verbesserten die Dänen zum dritten Mal in Folge den Weltrekord, im Keirin holte sich Harrie Lavreysen seine zweite Goldmedaille und im Scratch schlug wieder einmal der Weißrusse Yauheni Karaliok zu.


Zeitplan | Ergebnis-Übersicht | Medaillenspiegel


Sprint Frauen

Emma Hinze trifft im Halbfinale auf Titelverteidigerin Wai Sze Lee

Der Donnerstag begann im Berliner Velodrom für Deutschland mit einem erfreulichen Resultat in der Qualifikation zum Sprint der Frauen, denn Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich belegten die ersten beiden Plätze und bekamen somit Freilose für das Sechzehntelfinale. Ihre ersten K.o.-Duelle gegen die Ukrainerin Olena Starikova bzw. gegen die Japanerin Yuka Kobayashi konnten sie jeweils klar für sich entscheiden. Hinze behielt danach auch im Viertelfinale gegen die Niederländerin Laurine van Riessen die Oberhand, während Friedrich gegen die Kanadierin Kelsey Mitchell in zwei extrem engen Läufen den Kürzen zog. Im Halbfinale, das am Freitag ausgetragen wird, trifft Hinze dann auf die absolut Topfavoritin, Wai Sze Lee. Die Titelverteidigerin aus Hongkong warf nach Platz vier in der Quali unter anderem die chinesische Ex-Weltmeisterin Tianshi Zhong aus dem Wettbewerb. Mitchells Halbfinalgegnerin ist die Russin Anastasiia Voinova, es treffen damit die Siebte und Vierzehnte der Qualifikation aufeinander. Voinova konnte sich im Achtelfinale gegen die Quali-Dritte Shanne Braspennincx aus den Niederlanden durchsetzen.

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Mannschaftsverfolgung Männer

Dänemark Neuseeland Italien

Dänemark fährt mit einem 64er Schnitt zum 3. Weltrekord

Zwei Weltrekordfahrten hatten Lasse Norman Hansen, Julius Johansen, Frederik Rodenberg Madsen und Rasmus Pedersen am ersten WM-Tag bereits hingelegt – und im Finale der Mannschaftsverfolgung übertrafen sie sich noch ein weiteres Mal selbst. Nach 3:46,579 in der Qualifikation und 3:46,203 in der 1. Runde erreichten die Dänen mit der Finalzeit von 3:44,672 noch einmal ganz andere Sphären. Für die Neuseeländer Campbell Stewart, Corbin Strong, Aaron Gate und Jordan Kerby gab es dagegen kein Ankommen, sie musste sich bei fünf Sekunden Rückstand mit Silber begnügen. Im kleinen Finale fiel Titelverteidiger Australien komplett auseinander und wurde von den Italienern sogar eingeholt.

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Scratch Männer

Karaliok Consonni Mora

Weißrusse Yauheni Karaliok holt nach 2018 zum zweiten Mal den Titel

Das Scratch der Frauen hatte eher für weniger Begeisterung gesorgt, doch das Rennen der Männer hatte einiges mehr zu bieten. In der ersten Hälfte der 60 Runden gab es bereits erste Fluchtversuche größerer Gruppen, ehe in der Mitte des Rennens der Schweizer Mauro Schmid alleine davonzog. Der Weißrusse Yauheni Karaliok, Weltmeister von 2018, nahm die Verfolgung des Eidgenossen auf, doch 20 Runden vor dem Ende wurden beide wieder eingeholt. Karaliok surfte in der nächsten Angriffswelle aber sofort wieder mit und fuhr wenig später gemeinsam mit dem Spanier Sebastian Mora den ersten Rundengewinn des Rennens heraus. In der Schlussphase des Rennens war das Feld praktisch über die ganze Bahn verteilt und die Jury bestätigte noch vier weiteren Fahrern einen Rundengewinn. Der Sieger hieß am Ende aber dennoch wie vor zwei Jahren Karaliok, da er den Endspurt klar für sich entscheiden konnte. Mora blieb hinter dem Italiener Simone Consonni wenigstens noch die Bronzemedaille.

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Keirin Männer

Lavreysen Wakimoto Awang

Lavreysen übernimmt den Titel von seinem unglücklichen Landsmann Büchli

Nach dem perfekten WM-Auftakt mit
der Goldmedaille und dem Weltrekord im Teamsprint starteten vier Niederländer höchst motiviert in das Keirin-Turnier. Ins Finale schaffte es zwar nur einer von ihnen, doch Harrie Lavreysen konnte seinen zweiten Titelgewinn in Berlin perfekt machen, den Japaner Yuta Wakimoto und den Malaysier Azizulhasni Awang auf die Plätze zwei und drei verweisen. Auch ein Deutscher hatten zu den sechs Finalteilnehmern gehört: Der Vorjahresdritte Stefan Bötticher drängte sogar gleich nach der Startfreigabe an die Spitze, wurde dann allerdings genauso schnell wieder nach hinten durchgereicht und kam letztlich über Platz fünf nicht hinaus. Der zweite deutsche Starter Maximilian Levy hatte genau wie Bötticher den Umweg über die Hoffnungsläufe nehmen müssen, scheiterte da aber bereits an der Qualifikation für die nächste Runde. Vorjahressieger Matthijs Büchli verpasste als Vierter seines Halbfinallaufs den Einzug ins Finale und stürzte zu allem Überfluss im Rennen um die Plätze 7-12 nach einer leichten Berührung mit Yudai Nitta, für die der Japaner relegiert wurde.

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Mannschaftsverfolgung Frauen

USA Großbritannien Deutschland

Erst die zweite WM-Medaille überhaupt für Deutschlands Verfolgerinnen

Mit
Platz sieben in der Qualifikation hatten Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Gudrun Stock am Mittwoch nicht so überzeugen können wie sie sich das vorgestellt hatten, doch am Donnerstag durfte man den deutschen Vierer der Frauen in einer Überform erleben. In der 1. Runde verbesserten sie sich im Vergleich zur Qualifikation um mehr als vier Sekunden, pulverisierten in 4:11,039 Minuten den bisherigen deutschen Rekord (4:14,522). Es war sogar die schnellste Zeit aller Teams – und die zweitschnellste überhaupt in der Geschichte hinter dem vier Jahre alten Weltrekord Großbritanniens. Das große Finale war wegen der schlechten Quali-Platzierung nicht mehr zu erreichen, doch in 4:12,964 Minuten holten sich die Deutschen gegen chancenlose Kanadierinnen die Bronzemedaille. Edelmetall für deutsche Verfolgerinnen hatte es zuvor lediglich bei der WM-Premiere 2008 gegeben, als Charlotte Becker, Alexandra Sontheimer und Verena Jooß ebenfalls Dritte geworden waren. Gold ging heute an die US-Amerikanerinnen Jennifer Valente, Chloé Dygert, Emma White und Lily Williams, die nach ihrem Quali-Sieg noch zwei weitere 4:11er-Zeiten ablieferten und Großbritannien im Finale um fast zwei Sekunden distanzierten. Valente und Dygert hatten schon den siegreichen US-Teams der Jahre 2016 bis 2018 angehört.

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