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Bahnradsport Interview - Robert Bartko über Zürich, Berlin, Peking |
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31.12.2007 | |||||
Interview - Robert Bartko über Zürich, Berlin, PekingInfo: 6-Tagerennen Zürich | Bericht 4.NachtAutor: Von Adriano Coco Jetzt schlafen Bartko/keisse und Risi/Marvulli sogar schon um die Wette Zürich, 31.12.2007 – Sportlich offensiv und taktisch klug hatten Robert Bartko (32, Foto) und Iljo Keisse (25) die Gesamtführung bei den 51. Zürcher Sixdays vom Start weg verteidigt. Doch eine Bonusrunde für die Lokalfavoriten Risi/Marvulli vertrieb heute das neue Erfolgsteam im Sixdays-Sport am Schluß der vierten Nacht erstmals von der Spitze. Live-Radsport.ch sprach mit dem deutschen Olympiasieger nach der Mittagsmassage über den Führungsverlust. Herr Bartko, Sie haben in der vierten Nacht die Führung nicht nur verteidigt, sondern sogar attackiert. Wie bitter ist es, die Spitzenposition, am Ende der Anstrengungen durch eine Bonusrunde rein rechnerisch die Spitze verloren zu haben Bartko: Das ist kein Problem. Es fehlen nur 16 Zähler an den 100 Punkten für unsere nächste Bonusrunde. Die 300 Punktemarke werden Iljo und ich heute gleich am Beginn der 5. Nacht sicherlich überschreiten. Dann haben wir unseren Rundenvorsprung und die Spitzenposition wieder zurück. Statt der Schweizer Lokalmatadoren Risi/Marvulli, dominieren nun vom Start weg deutsch-belgische Gäste das Geschehen. Macht es Spaß, den Titelverteidigern die Show beim „Heimspiel“ zu stehlen? Bartko: Wir stehlen ihnen die Show ja nicht. Bei den Sprints sind Franco und Bruno eindeutig besser. Darum führen sie ja auch nach Punkten. Wie fühlen Sie sich vor der fünften Nacht? Bartko: Ein bisschen müde. Aber das wird schon wieder. Was haben Sie sich für die vorletzte Nacht vorgenommen? Bartko: Wir müssen wachsam sein. Denn Fakt ist, Risi/Marvulli werden immer stärker. Aber wir wollen mit aller Kraft unseren Rundenvorsprung verteidigen. Darum dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Wie feiern Sie Silvester? Bartko: Auf dem Rad bei der 150 Runden-Jagd um die Prämie vom Hotel Krone Unterstrass. Danach geht’s, ins Bett, so wie die Titelverteidiger, um Kräfte zu sammeln fürs Finale. Auch bei der Regeneration wollen ihnen keinen Vorsprung lassen. Die Hallen-Silvesterparty lassen wir ebenso aus , wie die Lokalfavoriten. Feiern kann man immer, die Zürcher Sixdays sind nur einmal im Jahr. Was wünschen Sie sich für das neue Jahr? Bartko: Gesundheit für meine Familie und eine unfallfreie Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking. (Die Familie sind Lebenspartnerin Peggy Müller und die Söhne Felix, 5, sowie Moritz ,bald 2, Anmerkung vom Autor). Die deutschen Nationalfahrer haben beim Bahn-Weltcup im Dezember in Peking stark enttäuscht. Ist Ihre Qualifikation als Olympiasieger und Dreifach-Weltmeister für China gesichert? Bartko: Für die Einerverfolgung so gut wie. Im Vierer noch nicht. Um die nötigen Qualifikationspunkte doch zu schaffen, starte ich auch darum nicht, wie geplant, bei den Sixdays in Kopenhagen im Februar, sondern stattdessen mit dem Vierer beim Weltcup in Dänemark. Welche Sechstagerennen stehen in dieser Saison noch auf Ihrem Programm? Bartko: Die Titelverteidigung anschließend in Rotterdam am kommenden Donnerstag, danach ohne Pause Bremen und Stuttgart. Ihr Heimrennen in Berlin ist nicht dabei? Bartko: Noch haben Veranstalter und wir uns nicht geeinigt (Live-Radsport.ch berichtete: Berliner Sixdays ohne Lokalmatador Robert Bartko). Für mich steht fest: Ich fahre mit Iljo Keisse oder gar nicht. Das gilt umgekehrt auch für Iljo. Auch wenn es sehr, sehr weh tut, vor dem tollen heimischen Publikum im Berliner Velodrom, als Lokalfavorit nicht dabei zu sein. |
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31.12.2007 | |||||
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