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Sixdays von Grenoble: Freispruch verleiht Iljo Keisse Flügel
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03.11.2009

Sixdays von Grenoble: Freispruch verleiht Iljo Keisse Flügel

Info: Sixdays: Six Jours Cycliste Grenoble
Autor: H.O.



Grenoble, 03.11.09 - Der Freispruch im Doping-Verfahren hat bei Iljo Keisse allem Anschein nach enorme Kräfte freigesetzt: Mit einem Sieg in der ersten Jagd fuhr der Belgier gemeisam mit seinem Landsmann Gianni Meersman in die Runde der bestplatzierten Teams vor, setzte sich mit Punktevorsprung vor den zuvor führenden Leon Van Bon und Jeff Vermeulen an die Spitze und ließ sich diese Position im Laufe des Abends auch nicht mehr streitig machen. Insgesamt befinden sich vor der abschließenden Nacht mit dem schweizerisch-australischen Gespann Marvulli / Roberts auf 3 und den Dänen Kreutzfeldt / Madsen auf 4 nun vier Teams in der Nullrunde.


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Nachdem der belgische Verband Iljo Keisse am gestrigen Tag vom Doping-Vorwurf entlastet hatte – mit der Begründung, eine willentlich-wissentliche Leistungssteigerung mittels Kathine und HCT sei nicht nachzuweisen und die Medikamentenspuren im Blut seien plausibel auf andere Ursachen zurückzuführen -, trumpfte der 26-Jährige aus Gent abends im Palais des Sports groß auf. Schon der Sieg im Eröffnungssprint ließ Keisses Angriffslust erahnen; dann folgte in der ersten Großen Jagd der Rundumschlag: Nicht nur gewannen der Freigesprochene und sein Partner Gianni Meersman diesen Lauf, sie machten auch im Gegensatz zu allen anderen vorne platzierten Teams eine Runde gut. In derselben Runde wie sie beendeten nur die beiden Dänen Kreutzfeldt und Madsen diesen ersten Schlagabtausch, mit dem Ergebnis, dass Meersman/Keisse die Niederländer Leon van Bon und Jeff Vermeulen von der Spitze verdrängten und rundengleich, aber mit ganzen 20 Punkten Vorsprung selbst diesen Platz einnahmen.

Die zweite Jagd ging an die für den Kampf um das Podium nicht infrage kommenden Tschechen Martin Blaha und Jiri Hochmann. Alle aussichtsreich platzierten Teams beendeten dieses Rennen in derselben Runde – bis auf die Schweizer Alexander Aeschbach und Tristan Marguet, die die Bonusrunde, die sie in der ersten Jagd durch das Erreichen der 200-Punkte-Marke einfahren hatten, gleich wieder einbüßten. Meersman/Keisse vergrößerten ihren Punkte-Vorsprung noch, indem sie vor van Bon/Vermeulen als Dritte ins Ziel kamen.

Zwar konnten die entthronten Niederländer in den noch folgenden Einzelausscheidungen, dem Scratch und vor allem im abschließenden Mannschaftseliminationsfahren, das wiederum Blaha/Hochmann für sich entschieden, den Abstand erneut reduzieren, aber an den grundsätzlichen Kräfteverhältnissen änderte sich nichts mehr. Iljo Keisse und Gianni Meersman beendeten den Abend als Führende mit 16 Punkten Vorsprung auf van Bon/Vermeulen, denen mit ihren insgesamt 251 Zählern außerdem Gefahr von den immer noch rundengleichen Marvulli/Roberts droht, die nur 2 Pünktchen weniger auf dem Konto haben.

In der Nullrunde befinden sich nun außerdem noch die Dänen Daniel Kreutzfeldt und Jens-Erik Madsen, die neben ihrem Rundengewinn in der ersten Jagd im Laufe des Abends eine Bonusrunde ergattert hatten. Mit 203 weisen sie allerdings von allen vorne platzierten Duos den geringsten Punktestand auf – und deutlich weniger als die eine Runde dahinter auf Platz 5 rangierenden Aeschbach/Marguet mit 240. Das Rennen um die Podiumsplätze ist also nach wie vor offen.

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